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	<title>4. Skeptiker Archive - Analytische Kritik</title>
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	<title>4. Skeptiker Archive - Analytische Kritik</title>
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		<title>Wenn Opfersein zum Verdacht wird</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 14:36:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2. Psychologie-Themen]]></category>
		<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Harder]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Urbaniok]]></category>
		<category><![CDATA[Sexueller Missbrauch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Folgen dieser Verschiebung sind erheblich – und sie betreffen reale Betroffene sexuellen Missbrauchs unabhängig von jeder Verschwörungstheorie. Wenn Opfersein als identitätsstiftend geframt wird, entsteht ein zusätzlicher Rechtfertigungsdruck. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/wenn-opfersein-zum-verdacht-wird/">Wenn Opfersein zum Verdacht wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em><strong>Über die problematische Rahmung sexuellen Missbrauchs als identitätsstiftendes Narrativ</strong></em></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Urbaniok: Psychologische Erklärung mit problematischer Verkürzung</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der aktuellen Debatte um falsche Erinnerungen, suggestive Therapien und Verschwörungserzählungen rund um „rituelle Gewalt“ verschiebt sich leise, aber folgenreich der Fokus. Was als berechtigte Kritik an ideologischen Fehlentwicklungen beginnt, mündet zunehmend in eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Opfersein selbst. Besonders sichtbar wird diese Verschiebung dort, wo sexueller Missbrauch nicht mehr primär als Gewaltgeschehen betrachtet wird, sondern als psychologisch attraktives Deutungsangebot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der forensische Psychiater Frank Urbaniok <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus693c346835d03c76a695e0f3/gefaehrliche-entwicklung-wie-therapeuten-ihren-patienten-sexuellen-missbrauch-einreden.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">formuliert in einem Interview</a> die These, dass Falschbeschuldigungen <em>„nicht selten“</em> von Personen ausgingen, die „dankbar nach dem Konstrukt <strong>sexueller Missbrauch</strong> greifen“, weil eine Identität als Opfer psychologisch attraktiv sei. Anerkennung, Mitleid und moralische Eindeutigkeit – <em>„Ich bin gut, die anderen sind böse“</em> – werden dabei als zentrale Motive benannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aussage ist eingebettet in einen forensischen Kontext. Urbaniok argumentiert aus der Perspektive des Justizschutzes, mit Blick auf Fehlurteile und die realen Schäden für zu Unrecht Beschuldigte. Dieser Rahmen ist legitim. Problematisch wird seine Position jedoch dort, wo aus einer möglichen psychodynamischen Erklärung eine implizite Deutung des Opferseins selbst wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Urbaniok bleibt an entscheidenden Stellen unpräzise. Die Formulierung <em><strong>„nicht selten“</strong></em> suggeriert Häufigkeit, ohne sie zu belegen. Vor allem aber bleibt unklar, worauf sich das <strong><em>„Konstrukt sexueller Missbrauch“</em></strong> konkret bezieht: auf nachweislich suggerierte Erinnerungen, auf ideologisch geprägte Therapien – oder auf Aussagen über real erlebte, aber nicht beweisbare Gewalt. Diese fehlende Trennschärfe öffnet den Raum für Generalisierungen, die weit über den ursprünglichen forensischen Zweck hinausreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sexueller Missbrauch ist jedoch kein Narrativ, sondern <strong>eine Gewalterfahrung</strong>. Narrative entstehen erst in seiner nachträglichen Verarbeitung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Harder: Kontextualisierung, die zur Ausweitung wird</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Generalisierung wird im skeptischen Diskurs aufgegriffen und verstärkt. In der Einordnung <a href="https://skeptix.org/2025/12/19/rituelle-gewalt-und-flascherinnerungen-von-den-schwarzen-und-blinden-flecken-einer-verschwoerungstheorie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durch Bernd Harder, der Urbaniok zitiert</a> und dessen Aussagen in einen umfassenden Text zur Verschwörungstheorie „rituelle Gewalt / Mind Control“ einbettet, verschiebt sich der Bedeutungsrahmen weiter. Urbanioks These fungiert dort nicht mehr als spezifische Warnung vor bestimmten Fehlentwicklungen, sondern als Erklärungsmuster für die Artikulation von Opfererfahrungen insgesamt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Harder benennt reale Schäden: suggestive Therapien, ideologische Beratungsstellen, Menschen, deren Leben durch falsche Erinnerungen zerstört wurde. Diese Kritik ist berechtigt. Doch durch die Kontextualisierung entsteht ein semantischer Kurzschluss. Die Grenze zwischen der Kritik an einer Verschwörungsideologie und dem Misstrauen gegenüber Menschen, die von sexueller Gewalt berichten, wird unscharf. Berichte über Opfererfahrungen erscheinen vor allem als anfällig, problematisch, potenziell funktional.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wirksam ist dabei nicht das offen Gesagte, sondern das Implizite. Zwar wird wiederholt betont, dass es selbstverständlich reale Opfer sexueller Gewalt gibt. Gleichzeitig etabliert sich ein Grundton, in dem Opfersein als psychologisch lohnendes Narrativ erscheint – als Deutung, die Ordnung schafft, Sinn stiftet, moralische Klarheit bietet. Damit wird nicht mehr nur die Wahrheit einzelner Aussagen geprüft, sondern die Motivation des Sprechens selbst unter Verdacht gestellt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Folgen für Opfer sexuellen Missbrauchs – unabhängig von RG-MC</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen dieser Verschiebung sind erheblich – und sie betreffen <strong>reale Betroffene</strong> sexuellen Missbrauchs unabhängig von jeder Verschwörungstheorie. Wenn Opfersein als identitätsstiftend geframt wird, entsteht ein zusätzlicher Rechtfertigungsdruck. Betroffene müssen nicht nur über Gewalt sprechen, sondern zugleich beweisen, dass sie daraus keinen psychologischen oder sozialen „Gewinn“ ziehen. Anerkennung wird zur Verdachtskategorie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hart trifft dies Menschen mit fragmentierten Erinnerungen, späten Offenlegungen oder komplexen Biografien. Ihre Erfahrungen sind oft schwer belegbar, ihr Sprechen ohnehin riskant. In einem Diskurs, der Opfern unterstellt, ihr Leid könne eine Funktion erfüllen, verschiebt sich die Beweislast endgültig zu ihren Ungunsten. Nicht mehr das Geschehen steht im Zentrum, sondern die Frage nach der Lauterkeit des Erzählens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So entsteht eine paradoxe Situation: Aus Angst vor falschen Beschuldigungen wird ein Klima erzeugt, das reale Opfer zum Schweigen bringt. Nicht durch offene Leugnung, sondern durch ein strukturelles Misstrauen, das Verletzlichkeit selbst problematisiert. Der Schutz vor Irrtum kippt in ein Misstrauensregime.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die notwendige Kritik an Verschwörungserzählungen und therapeutischen Fehlentwicklungen darf diesen Preis nicht haben. Aufklärung, die die Grenze zwischen ideologischer Konstruktion und individueller Gewalterfahrung nicht wahrt, verfehlt ihren eigenen Anspruch – und wird selbst zur Gefahr für jene, die ohnehin schon den höchsten Preis gezahlt haben.</p>



<center><hr style="width: 500px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-base-background-color has-background has-fixed-layout"><tbody><tr><td><strong>Eine Bitte an die Skeptiker</strong><br><strong><br></strong>Skepsis ist ein wertvolles Werkzeug. Sie schützt vor Irrtum, vor Ideologie, vor blinder Gefolgschaft. Aber wie jedes Werkzeug braucht sie Maß. <br>Vielleicht lohnt es sich, an dieser Stelle innezuhalten und sich eine einfache Frage zu stellen: Worauf richtet sich unsere Skepsis gerade – auf überprüfbare Aussagen oder auf das Sprechen über Leid selbst?<br>Denn zwischen der notwendigen Kritik an Verschwörungserzählungen und dem pauschalen Misstrauen gegenüber Opfererzählungen verläuft eine feine, aber entscheidende Linie.<br>Aufklärung muss nicht kalt sein, um klar zu sein. Und Rationalität gewinnt nichts, wenn sie sich vom Mitdenken verabschiedet. Wer den Missbrauch von Opferdiskursen kritisieren will, sollte darauf achten, nicht ungewollt jene zu treffen, deren Stimmen ohnehin fragil sind.<br>Vielleicht ist es gerade eine Stärke skeptischen Denkens, sich dieser Grenze bewusst zu bleiben – und sie nicht zu überschreiten.</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweis: </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Interview mit Urbaniok befindet sich hinter einer Bezahlschranke. <strong><a href="https://archive.vn/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier</a></strong> kann man das <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus693c346835d03c76a695e0f3/gefaehrliche-entwicklung-wie-therapeuten-ihren-patienten-sexuellen-missbrauch-einreden.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Welt</em>-Interview</a>&nbsp;in Gänze lesen.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">Nachtrag / Klarstellung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Veröffentlichung dieses Textes hat Bernd Harder in den Kommentaren zu seinem Artikel eine Präzisierung vorgenommen. Er weist darauf hin, dass er das von Frank Urbaniok zitierte Statement in einem konkreten Kontext verstanden wissen möchte, nämlich bezogen auf einen spezifischen Extremfall aus dem sogenannten Münsteraner Gutachten (<a href="https://www.bistum-muenster.de/fileadmin/user_upload/Website/Downloads/Themenseiten/Rituelle-Gewalt/2025-10-09-Untersuchungsbericht-RG.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">S. 114 ff.</a>), der dem Bereich der rituellen-Gewalt-Verschwörung zuzuordnen ist. Zudem ergänzt er das Urbaniok-Interview um eine Passage, in der dieser ausdrücklich Solidarität mit realen Opfern sexueller Gewalt betont und vor einer pauschalen Infragestellung von Betroffenen warnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Klarstellung ist sachlich korrekt und trägt zur besseren Einordnung bei. Sie ändert jedoch nichts an der im Artikel formulierten Kritik an der ursprünglichen Formulierung „nicht selten“ (Urbaniok). Diese bleibt aus wissenschaftlicher und diskursiver Sicht problematisch, da sie ohne ausreichende Eingrenzung eine Häufigkeit suggeriert, die über den konkret benannten Extremfall hinausweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade weil die Abgrenzung zwischen ideologischen Konstrukten und realen Gewalterfahrungen so sensibel ist, halte ich es für notwendig, diesen Punkt transparent zu benennen – auch unter Berücksichtigung der nachträglichen Präzisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommentare im Skeptix-Artikel: Von Bernd Harder <a href="https://skeptix.org/2025/12/19/rituelle-gewalt-und-flascherinnerungen-von-den-schwarzen-und-blinden-flecken-einer-verschwoerungstheorie/#comment-1354" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://skeptix.org/2025/12/19/rituelle-gewalt-und-flascherinnerungen-von-den-schwarzen-und-blinden-flecken-einer-verschwoerungstheorie/#comment-1356" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> und <a href="https://skeptix.org/2025/12/19/rituelle-gewalt-und-flascherinnerungen-von-den-schwarzen-und-blinden-flecken-einer-verschwoerungstheorie/#comment-1359" target="_blank" rel="noreferrer noopener">von mir</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Psirams ME/CFS‑Reihe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 05:52:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psiram]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Psirams „MECFS“-Serie operiert nicht als nüchterne Evidenzprüfung, sondern als diskursive Waffe: Krankheitsdefinition entkernen, Symptome entwerten, Todesfälle relativieren, Patient:innen psychologisieren. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/psirams-mecfsreihe/">Psirams ME/CFS‑Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Anatomie eines Feldzugs gegen ME/CFS</h3>



<div style="max-width: 700px; margin: 30px auto; padding: 25px; background-color: #7B9BB0; border: 2px dashed #20394b; border-radius: 15px; color: #1A4A5A; font-style: italic; text-align: center; box-shadow: 0 0 20px rgba(255, 235, 175, 0.3);">
<p style="text-align: center; color: #1A4A5A;">Wenn „Skepsis“ zur Ideologie wird, ersetzt Arroganz die Analyse – und ME/CFS-Betroffene werden zu Kollateralschäden im Diskurs um Macht.</p>

</div>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Psirams „MECFS“-Serie (<a href="https://blog.psiram.com/2025/07/mecfs-was-heisst-das/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Teil 1–4 plus „Anhang“</a>) operiert nicht als nüchterne Evidenzprüfung, sondern als diskursive Waffe: Krankheitsdefinition entkernen, Symptome entwerten, Todesfälle relativieren, Patient:innen psychologisieren – und das alles unter dem Banner „Skepsis“.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">Der Etikett-Trick: Terminologie als Fallbeil</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Taktik: </strong>In Teil 1 wird ME/CFS semantisch auf „Enzephalomyelitis“ verengt – inklusive Checkliste akuter Enzephalitis-/Myelitis-Zeichen (Koma, Herdsymptome, Liquorzellzahl etc.). Weil diese bei ME/CFS erwartungsgemäß fehlen, wird das Label „Enzephalomyelitis“ als Wunschdenken abgetan. <strong>Ziel: </strong>Den Begriff selbst delegitimieren und damit die Krankheit gleich mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Befund: </strong>Der Autor tut so, als müsse jedes Wortteilchen im Namen („Enzephalo-…&#8220;) klinisch mit Koma, Liquorpleocytose und MRT Leuchtfeuer korrelieren – sonst ist es keine „richtige“ Krankheit. Die Argumentationslinie: Wenn du keine klassischen Enzephalitiszeichen hast, streich den Namen, streich am besten gleich die Krankheit. Dazu die Litanei „ohne apparative Befunde keine Enzephalitis/Myelitis“ – und schwupps wird ME/CFS per Namenspolizei entwertet. Das ist Semantik als Skalpell: man schabt am Label, nicht an der Evidenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 1</strong> – Etymologischer Fehlschluss: Der Text verwechselt Wortherkunft mit Wirklichkeit. Medizinische Nomenklatur ist oft ungenau, historisch, kompromissgeboren (<a href="https://www.nice.org.uk/guidance/ng206/chapter/Recommendations" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NICE</a> weicht z. B. auf „encephalopathy“ aus) – das sagt nichts über die Existenz oder Schwere eines Syndroms. Der Versuch, aus der Namensgeschichte eine Ontologie zu basteln, ist Leitlinien-Lyrik statt Logik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 2</strong> – Gerätemystik: „Kein MRT Befund? Kein Nervenwasser-Bingo? Dann ist da nix.“ Diese Apparate-Religion ignoriert, dass Syndromdiagnostik oft mit klinischen Mustern arbeitet und dass fehlende Goldmarker keine Negativbeweise sind. Abwesenheit eines Signals ist kein Beweis für Abwesenheit eines Problems – nur für die Grenzen deiner Messung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 3</strong> – Strohmann per Definition: Der Text baut das Karikaturwesen „akute Enzephalitis“ auf, um ME/CFS, eine chronische Multisystemerkrankung, herunterzureden. Das ist wie zu behaupten: „Kein Herzinfarkt, also gibt’s auch keine Kardiologie.“</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">Psychologisierung via Negativbeweis</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Taktik: </strong>Teil 2 reklamiert: „Die Mehrzahl der Symptome ist psychisch“ und zieht aus dem Fehlen eines Biomarkers eine organische Leere – ergo psychosomatisch. Dazu wird Forschung selektiv abgekanzelt (Jason/IM-Kohorten, Waters-Reanalyse), flankiert von Forum-Selbstzitaten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Befund: </strong>Der Autor „prüft“ Argumente gegen Psychogenese (u. a. Arbeiten um Scheibenbogen/Jason) – und desinfiziert sie mit Selektivwahrnehmung: Ein Editorial hier, ein Modell dort, viel Suggestion dazwischen. Die Grundaussage: „Nichts ist belegt, außer meiner Skepsis.“ Gleichzeitig wird Psychogenese nicht etwa bewiesen, sondern unterstellt, indem man Alltagsbanalitäten („bei chronischen Krankheiten gibt’s psychische Veränderungen“) zur Zauberformel hochjazzt. Tadaa: Psychologisierung by Default.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 1</strong> – „Nullhypothese Psyche“: Der Text macht die Psyche zur Standardursache und verlangt für jede organische Spur den Endgegner Beweis (Biomarker, Replikation, sakrale Einmütigkeit). Asymmetrische Beweislast ist kein Erkenntnisgewinn, sondern ein rhetorischer Zaun.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 2</strong> – Widersprüchliche Strenge: Immunologische, physiologische, klinische Signale werden als „nicht pathognomonisch“ weggewischt; die eigenen psychogenen Deutungen reichen dagegen mit Anekdoten + Historienkiste. Das ist Doppelmoral als Methode.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 3</strong> – Historische Nebelkerzen: Royal Free Debatte, SIR Modelle, „hysterische Epidemien“ – alles hübsch erzählt, aber am Kern vorbei: Wie erklärt das die heutige Belastungsintoleranz (PEM), die Flare Kinetik und die Langzeitverläufe? Tut es nicht – soll es auch nicht. Es soll nur Misstrauen säen.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">PEM Sabotage: Variabilität als Beweis gegen Biologie</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Taktik: </strong>Teil 3 erklärt PEM zur „wahllosen“, unvorhersehbaren, hypergeneralisierenden Klage – also „ohne organische Basis“. Variabilität und Latenz werden gegen die Krankheit gewendet; als Kronzeuge dient eine qualitative NIH-Studie (Stussman 2020), die Vielfalt der PEM-Erfahrung dokumentiert. Logik: Weil heterogen, daher funktionell/psychisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Befund: </strong>PEM (postexertionelle Malaise) wird als „alles und nichts“ dargestellt: zu variabel, zu patientenbezogen, zu wenig reproducible – ergo unseriös. Bonus: der Spott über Zähneputzen → Bettlägerigkeit und das vermeintliche Paradox von Trainingserfolg allgemein vs. Crashs spezifisch. Konsequenz: Wenn es nicht ins Schema „Training hilft jedem“ passt, ist es Quatsch. Hallo, Zirkelschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 1 </strong>– „Variabilität = Nichtigkeit“: In der klinischen Realität sind Trigger Variabilität und individuelle Schwellen Standard (Migräne? Asthma? Allergien?). Variabilität negiert Spezifität nicht – sie charakterisiert das Muster (verzögert, disproportional, prolongiert). Das ist die Spezifik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 2 </strong>– Doppelstrategie:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Teil A: „PEM ist alles, also nix.“</li>



<li>Teil B: „Selbst in standardisierten Tests zeigt es sich nicht immer, also gibt’s das nicht.“</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beides zusammen ergibt den Trick „Heads I win, tails you lose“. Wenn breit definiert, zu breit. Wenn eng getestet, zu eng. Moving the goalposts in Reinkultur.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 3</strong> – Todesfall Framing: Der Text „entlarvt“ Hinweise auf Todesfälle als „Schaumschlägerei“, reduziert am Ende alles auf Suizidalität und „Fehlbehandlungen“ – wieder Psychologisierung als Universalschlüssel. Keine sauber belegte Generalisierung, nur suggerierte Entlastung der Realität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 4</strong> – „Trainingsdogma“ als Universalmedizin: Die Gleichsetzung von „Training hilft bei allem“ ignoriert das Grundmerkmal von PEM: Belastung verschlechtert disproportional und verzögert. Das ist kein „Mangel an Willen“, sondern das definierende Krankheitsverhalten.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">Historismus als Abrissbirne („Scharteken“)</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Taktik: </strong>Der „Anhang“ weltanschaulicht ME/CFS als moderne Variante hysterischer Modediagnosen, gar mit Anleihen bei Shorter. Botschaft: Nichts Neues unter der Sonne – ergo übergriffige Pathologisierung legitim.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Befund: </strong>Jetzt wird’s kulturgeschichtlich. Hysterie, Neurasthenie, Fibromyalgie – der ganze Setzkasten. Ziel: Ähnlichkeitsmagie. Wenn’s früher psychogen gedeutet wurde (oder heute umkämpft ist), dann – zwinker, zwinker – doch sicher auch ME/CFS. Dazu die Klassiker: Tender Point Geschichte, „Subkultur“-Framing, und im Nebensatz apodiktische Sätze wie „keine Langzeiterkrankung nach Borreliose“ – während man anderen pauschal Überbehauptung vorwirft. Autorität per Tonfall, nicht per Fairness.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 1 </strong>– Geschichte als Guillotine: Historische Parallelen erklären Diskursdynamik, nicht Pathophysiologie. Aus „Früher nannte man X hysterisch“ folgt nicht, dass heutige Krankheitskonzepte falsch sind – es folgt nur, dass Menschen gern zu Psychologisierung greifen, wenn ihnen die Biologie wegläuft. Truism ≠ Beweis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 2</strong> – Analogien statt Daten: Tender Points der Fibromyalgie waren ein Definitionsdesaster – korrekt. Aber daraus eine Generalvollmacht gegen ME/CFS abzuleiten, ersetzt eine schlechte Operationalisierung durch null Operationalisierung. Das ist Analogiezauber statt Argument.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunstfehler 3 </strong>– „Ich zweifle, also weiß ich es besser“: Der ganze Anhang lebt von der Pose des Überlegenen: „Sie glauben, wir wissen.“ Das ist kein Skeptizismus, das ist Quasi Dogmatik – Skepsis ohne Selbstskepsis.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">Quellenpolitik: Forum Selbstverweis statt Evidenz</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Taktik:</strong> In allen Teilen laufen entscheidende Behauptungen über <a href="https://forum.psiram.com/index.php?topic=18345.0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">forum.psiram.com</a> Threads (#364, #387, #400 etc.). Das ist keine Peer Review, das ist Eigenbetrieb. Das Publikum soll die Schein Souveränität verwechseln mit wissenschaftlicher Stringenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kontrast:</strong> IQWiG (Bundesauftrag) und NICE (Staatsleitlinie) dokumentieren transparent Suchstrategien, Evidenzbewertungen und Unsicherheiten – und landen trotz Unsicherheit bei klaren Schutzvorgaben (kein GET, Pacing/Energiemanagement, Risikoaufklärung). Das ist öffentliche Verantwortung, nicht Blog Rabulistik.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Training als goldene Lösung – ohne Haftungsbeipackzettel</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Taktik: </strong>„Bei Krankheit hilft Training – sonst müsste man Physiotherapie abschaffen.“ Als ob ME/CFS ein Fitnessproblem wäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stand der Versorgung: </strong>NICE verbietet GET explizit und warnt, nicht zu „mehr Sport“ zu raten; körperliche Aktivität nur individuell und supervidiert, unterhalb der aktuellen Belastungsgrenze, mit Rückfall Plan. Das ist Patient:innenschutz gegen PEM getriggerte Verschlechterung. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Autoritätsverschiebung: Fachgesellschaften kleinreden, Blog groß</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Taktik:</strong> Kritik an der <a href="https://www.dgn.org/artikel/zum-aktuellen-forschungsstand-bei-me-cfs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">DGN Stellungnahme</a> wird als „unsachlich“ etikettiert – während die eigene Serie durch selektive Zitate, Forums Amplifikation und historische Rahmung Definitionsmacht beansprucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Realität: </strong>Die DGN Stellungnahme ist selbst hochumstritten – und zwar aus Fach und Patientenorganisationen heraus –, weil sie den internationalen Stand unterläuft. Diese Auseinandersetzung ist öffentlich dokumentiert. Psirams „Besonnenheit“ ist hier reines Framing. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Psirams Funktion im Diskurs</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Serie verschiebt Definitionsmacht weg von Leitlinien und Versorgungsrealität hin zu einem ideologischen Raster: Heterogenität = psychisch; fehlende Fackel = Dunkelheit; Tragik = PR. Profitieren davon jene, die Leistung verweigern wollen: Versicherer mit „Fitness“-Narrativ, Verwaltungen mit „Compliance“-Raster, Kliniken ohne ME/CFS Strukturen. Betroffene zahlen mit Stigma, Fehlbehandlung, Verschlechterung. Das ist keine Skepsis. Das ist Herunterregeln von Realität.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kurzfassung:</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Psirams ME/CFS Serie ist kein Skeptizismus, sondern Definitionskrieg gegen eine Leitlinien Realität. Sie verschiebt Evidenz in Anekdotenforen, erklärt Variabilität zur Einbildung und verkauft Risikotherapie als Vernunft. Wer ME/CFS Betroffene ernst nimmt, hält sich an NICE, IQWiG, D A CH – und nicht an Blog Dogmen. </p>



<center><hr style="width: 500px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<h4 class="wp-block-heading">Quellen</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.nice.org.uk/guidance/ng206/chapter/Recommendations" target="_blank" rel="noreferrer noopener">NICE-Richtlinie</a></li>



<li><a href="https://static1.squarespace.com/static/5db09b4190792a5655cc4e58/t/65e0952eebba7312ebccbac6/1709217071564/Koenig_MECFS+mental+health+burden.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Identifying the mental health burden in Myalgic</a></li>



<li><a href="https://translational-medicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12967-024-05410-5?" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kardiopulmonale und metabolische Reaktionen während eines zweitägigen CPET bei myalgischer Enzephalomyelitis/chronischem Erschöpfungssyndrom</a></li>



<li><a href="https://www.iqwig.de/download/n21-01_me-cfs-aktueller-kenntnisstand_abschlussbericht_v1-0.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ME/CFS Aktueller Kenntnisstand Abschlussbericht</a> (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) </li>



<li><a href="https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00508-024-02372-y.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interdisziplinäres, kollaboratives D-A-CH KonsensusStatement zur Diagnostik und Behandlung von Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom</a></li>



<li><a href="https://www.cdc.gov/me-cfs/hcp/diagnosis/iom-2015-diagnostic-criteria-1.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">IOM 2015 Diagnosekriterien</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Weiterlesen: </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://scienceandsense.de/2025/07/31/wenn-skepsis-zur-verweigerung-wird-eine-replik-auf-psirams-me-cfs-serie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wenn Skepsis zur Verweigerung wird – eine Replik auf Psirams&nbsp;ME/CFS-Serie</a></li>



<li>Eigener Beitrag: <a href="https://analytische-kritik.de/verschiedenes/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hegedüs Psiram Analysis</a></li>
</ul>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>Sämtliche Einschätzungen auf dieser Seite spiegeln meine persönliche Analyse und Meinung wider, basierend auf öffentlich zugänglichen Quellen und dokumentierten Diskursmustern.</em></p>



<div style="margin-top: 60px; margin-bottom: 20px;">
  <hr style="border: none; border-top: 1px solid #ccc; margin-bottom: 20px; width: 40%; margin-left: auto; margin-right: auto;">
  <div style="text-align: center; color: #777; font-size: 1rem; font-style: italic;">
    Psiram ist die inoffizielle linke Hand der GWUP: anonym und radikal setzt sie die Attacken, während die GWUP den Seriositätsmantel trägt – eine klare Arbeitsteilung aus Angriff und Legitimation.
  </div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/psirams-mecfsreihe/">Psirams ME/CFS‑Reihe</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>GWUP und Varnan</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/gwup-und-varnan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2025 09:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturkampf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://analytische-kritik.de/?p=1723</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer das Gemeinwohl im Mund führt, aber Deutungshoheit meint, führt keinen Skeptizismus, sondern Doktrin. Die GWUP prüft nicht mehr Behauptungen – sie prüft Zugehörigkeit.<br />
Wer ihr widerspricht, ist kein Feind der Vernunft. Er ist ihr Beweis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/gwup-und-varnan/">GWUP und Varnan</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">GWUP und Varnan thematisieren</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Investigative Content-Creators</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere große investigative Content-Creators – darunter <a href="https://www.youtube.com/@franzpoekler" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Franz Pökler</a> und <a href="https://www.youtube.com/@VerschwoerungFakten" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verschwörung &amp; Fakten</a> – haben begonnen, die GWUP und ihre prominenten Vertreter kritisch zu analysieren. Sie übernehmen inzwischen genau das Terrain, auf dem ich (wenn auch eher im Kleinen) bisher gearbeitet habe: das Aufdecken von Widersprüchen, Manipulationen und ideologischen Mustern hinter der angeblichen Wissenschaftlichkeit.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-palette-color-1-color has-text-color has-background has-link-color has-fixed-layout" style="background-color:#c3d1b2"><thead><tr><th>Content-Creators</th><th>Video (Videos öffnen sich im neuen Fenster)</th></tr></thead><tbody><tr><td>Franz Pökler</td><td>•&nbsp; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2tH3krqWfjY&amp;t=16s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trump: Das Versagen der Medien &#8211; GWUP/Varnan &amp; Nikil</a></td></tr><tr><td>Verschwörung &amp; Fakten</td><td>•&nbsp; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tvSJGKaR3pM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">WOKE-Hysterie? Wo die GWUP irrt! Wissenschaft auf Abwegen | GWUP 1</a><br>•&nbsp; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=1pqV5ekq73c" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anti-Woke vs. Woke. Ist Foucault an allem Schuld? Wiss. Einordnung mit Prof. Sarasin | GWUP 2</a><br>•&nbsp; <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Qb36fwrgqtk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Woke Parawissenschaft? GWUP liegt bei Rassismus total daneben. Vom Jäger zum Gejagten | GWUP 3</a><br><br>(Zusätzlich zwei Videos über Vince Ebert, <strong>Fellow</strong>-Mitglied in der GWUP) </td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da inzwischen diese (und vielleicht auch andere?) investigative Content-Creators die GWUP inhaltlich sezierend aufgreifen, kann ich die Serie über die GWUP-Rhetorik vorerst einstellen. Der Diskurs hat sich geöffnet; die Bühne ist jetzt größer. Ich werde mich in nächster Zeit anderen Themen der Macht- und Diskursanalyse widmen. Das gilt auch für den Artikel über Varnan.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Varnan und das Patriarchat</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Artikel-Seite „<a href="https://analytische-kritik.de/verschiedenes/skeptiker-verschiedenes/gwup-maenner-macht-meinungshoheit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Männer, Macht, Meinungshoheit</a>“ kündigte ich an, mich mit dem Video „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=P2kQYmG1qf8&amp;t=6s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der WAHRE Grund für Ungleichheit</a>“ von Varnan Chandreswaran auseinanderzusetzen.<br>Ich habe das selbstverständlich bereits getan, jedoch bislang keinen passenden Moment gefunden, die Analyse aufzubereiten.<br>Darum hier nur die Kurzfassung:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Varnans Video ist kein Erkenntnisversuch, sondern ein Entpolitisierungsprogramm.<br>Er kleidet patriarchale Normalität in den Anzug der Wissenschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strategie:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Er beginnt mit der Opferpose („man darf ja nichts mehr sagen“) →&nbsp;Immunisierung gegen Kritik. Das ist eine ähnliche Vorgehensweise, wie der Einstieg von Hegedüs in seinem ME/CFS Video →&nbsp;<a href="https://analytische-kritik.de/verschiedenes/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Analyse hier</a>  </li>



<li>Er präsentiert Einzelstudien ohne Kontext – verwechselt Widerspruch mit Widerlegung.</li>



<li>Er erklärt strukturelle Ungleichheit zu individueller Vorliebe („Frauen interessieren sich eben weniger für MINT“).</li>



<li>Er rückt Biologie ins Zentrum →&nbsp;Naturalisierung gesellschaftlicher Ordnung.</li>



<li>Er beendet alles mit einem moralischen Trick: „Frauen in Teilzeit sind glücklicher“ – Zufriedenheit ersetzt Gerechtigkeit.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Effekt:</strong><br>Das Patriarchat wird nicht bestritten, sondern aufgelöst in Statistik, Präferenz und Glück.<br>Macht wird biologisiert, Ungleichheit privatisiert, Kritik pathologisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kernsatz:</strong><br>Er betreibt Wissenschaft als Rhetorik – nicht um Wahrheit zu suchen, sondern um Herrschaft vernünftig erscheinen zu lassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schlusswort</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Verein, der sich auf Wissenschaft beruft, steht im Dienst der Aufklärung – also des Gemeinwohls.<br>Die GWUP hat diesen Auftrag verloren.<br>Sie verteidigt nicht Erkenntnis, sondern Deutungshoheit.<br>Aus kritischer Rationalität wurde kulturelle Grenzpolizei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dass sich weitere Stimmen – Journalist:innen, Wissenschaftler:innen, große investigative Content-Creators – dieser Analyse anschließen, um sichtbar zu machen, wie ein Verein, der mit „Skepsis“ wirbt, zum Akteur eines ideologischen Kulturkampfs geworden ist.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>End-Statement:</strong><br>Wer das Gemeinwohl im Mund führt, aber Deutungshoheit meint, führt keinen Skeptizismus, sondern Doktrin. Die GWUP prüft nicht mehr Behauptungen – sie prüft Zugehörigkeit.<br>Wer ihr widerspricht, ist kein Feind der Vernunft. Er ist ihr Beweis.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Weiterlesen: </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://analytische-kritik.de/tag/gwup/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel über die GWUP &amp; GWUP-Mitglieder</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Hegedüs Psiram Analysis</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 19:28:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[6.4. Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[ME/CFS]]></category>
		<category><![CDATA[N. Grams]]></category>
		<category><![CDATA[Psiram]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Das wird vielleicht das Video sein, nach dem mich jemand totschlägt."</p>
<p>So beginnt ein Video, das vorgibt, aufzuklären – und in Wahrheit einen Angriff tarnt. Nicht auf eine Theorie. Nicht auf eine Studie. Sondern auf eine Patient:innengruppe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/">Hegedüs Psiram Analysis</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Hegedüs Psiram Analysis</h2>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Protokoll einer Diskursoperation</h3>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">GWUP Mitglied Dr. Hegedüs, Psiram und die Pathologisierung von ME/CFS-Betroffenen</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=UHDL-s3FdjI" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="571" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-1024x571.jpg" alt="" class="wp-image-1649" style="width:275px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-1024x571.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-300x167.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-768x428.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild.jpg 1148w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=UHDL-s3FdjI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video von Hegedüs auf YouTube</a> </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132aad70dd&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132aad70dd" class="aligncenter size-full is-resized wp-lightbox-container"><img decoding="async" width="371" height="356" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7204-Sep.-02-19.21.jpg" alt="" class="wp-image-1652" style="width:268px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7204-Sep.-02-19.21.jpg 371w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7204-Sep.-02-19.21-300x288.jpg 300w" sizes="(max-width: 371px) 100vw, 371px" /><button
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		</button></figure>
</div></div>
</div>



<h5 class="wp-block-heading">1. Auftakt: Das Selbstopfer als rhetorisches Schild</h5>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Das wird vielleicht das Video sein, nach dem mich jemand totschlägt.&#8220;</em></p>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size wp-block-paragraph">(<strong>Nachtrag 05.09.2025</strong>. <a href="#Änderung">Dieser Einstieg wurde im Nachhinein geändert, siehe mein Nachtrag unten</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beginnt ein Video, das vorgibt, aufzuklären – und in Wahrheit einen Angriff tarnt. Nicht auf eine Theorie. Nicht auf eine Studie. Sondern auf eine Patient:innengruppe. Die Botschaft ist klar: Wer widerspricht, wird als irrational, hysterisch, gefährlich markiert. Schon in den ersten Sekunden wird jede Kritik als Eskalation geframt. Diese Immunisierungsstrategie ist bekannt. Sie stammt aus den dunkleren Ecken pseudorationaler Diskursführung – <a href="https://forum.psiram.com/index.php?topic=18194.0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psiram</a> hat sie kultiviert. Hegedüs inszeniert sie klinisch rein.</p>



<h5 class="wp-block-heading">2. Der gestellte Erkenntnisverlust</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Hegedüs behauptet, zwei Jahre lang versucht zu haben, ME/CFS zu verstehen. Ergebnis: Nichts begriffen. Die Literatur widersprüchlich. Die Expert:innen unzugänglich. Die Betroffenen zu emotional. Dieses angebliche Scheitern ist keine Schwäche – es ist Strategie. Denn es macht ihn zum &#8222;ehrlich Suchenden&#8220;, immunisiert gegen Widerspruch und öffnet die Tür zur nächsten Stufe: De-Legitimierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Vielleicht liegt es an meiner Unfähigkeit… vielleicht habe ich Vorurteile.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sätze wirken wie Selbstzweifel – sind aber perfide. Sie machen jede Kritik zu ungerechtfertigter Härte. Wer widerspricht, tritt auf einen bereits Selbstverunsicherten ein. Gleichzeitig wird so die These vom psychischen Ursprung eingeleitet – durch die Hintertür.</p>



<h5 class="wp-block-heading">3. Die Psychofalle: Framing durch Pathologisierung</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vokabular ist verräterisch. Dutzende Male werden Begriffe wie &#8222;psychisch&#8220;, &#8222;Depression&#8220;, &#8222;Übertreibung&#8220;, &#8222;Identitätsstiftung&#8220; oder &#8222;sektenhafte Gruppen&#8220; verwendet. Es wird kein Nachweis geführt – aber ein Diskursraum eröffnet, in dem ME/CFS zu einer funktionellen Störung umetikettiert wird. Nicht evidenzbasiert, sondern rhetorisch.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="824" height="166" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21.jpg" alt="" class="wp-image-1651" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21.jpg 824w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21-300x60.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21-768x155.jpg 768w" sizes="(max-width: 824px) 100vw, 824px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein Zufall. Das ist funktionale Kontinuität. Psiram spricht es roh aus. Hegedüs serviert es mit weißem Kittel.</p>



<h5 class="wp-block-heading">4. Die Demontage der Betroffenenstimme – am Beispiel Nathalie Grams</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Nathalie Grams wird in Hegedüs Video zunächst mit einem Anschein von Respekt eingeführt – als „geschätzte Kollegin“, als Mutter, als jemand, der mit Energie und öffentlicher Präsenz gegen das Unverständnis rund um ME/CFS kämpft. Doch diese scheinbar wohlwollende Einleitung dient letztlich nur der Vorbereitung auf ihre Demontage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grams Instagram-Videos, die ein Versuch sind, komplexe und unsichtbare Krankheitserfahrungen emotional greifbar zu machen, werden nicht inhaltlich analysiert, nicht als Ausdruck von Leid oder Aufklärung betrachtet, sondern abgewertet: Sie seien „schlecht“ und „kontraproduktiv“. Eine Begründung für dieses Urteil bleibt Hegedüs schuldig. Stattdessen verschiebt sich der Fokus subtil, aber gezielt: Weg von der Erkrankung – hin zur Person.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Stimme wird zunächst hörbar gemacht, nur um sie danach durch Begriffe wie „Frust“, „emotionale Reaktion“ und „Übertreibung“ zu entwerten. Ihre Ausdrucksform wird als irrational, überzogen, unausgewogen dargestellt. Der Trick liegt im Doppelschritt: Erst Empathie andeuten – dann Rationalität einfordern, die im Krankheitsfall kaum messbar ist. Was nicht messbar ist, kann diskreditiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hegedüs-Frame: <em>„Solche Videos helfen niemandem.“</em><br>Subtext:<em> „Wer so spricht, kann nicht ernst genommen werden.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorgehensweise entspricht exakt dem klassischen Psiram-Frame, der emotional kommunizierende Betroffene in eine „Opferrolle“ drängt, um sie dann für genau diese Rolle zu kritisieren. Die Analogie ist offensichtlich: Erst pathologisieren – dann diffamieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Screenshot aus dem Psirams-Forum über N. Grams. </em></p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132aadab0d&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132aadab0d" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="340" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-1024x340.jpg" alt="" class="wp-image-1657" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-1024x340.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-300x100.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-768x255.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1.jpg 1494w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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		</button></figure>



<h5 class="wp-block-heading">5. Die Pseudo-Balance: Wenn alles wahr ist, ist nichts mehr gültig</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Videos das scheinbare Innehalten: Rhetorische Konstruktionen wirken differenziert – sind aber ein Taschenspielertrick. Sie setzt zwei Dinge gleich, die epistemisch nicht gleichwertig sind. Wissenschaftlich abgesicherte Forschungsansätze auf der einen Seite. Populistische Psychologisierungen auf der anderen. Wer beides als gleich plausible Optionen präsentiert, betreibt keine Aufklärung – sondern Definitionsterror.</p>



<h5 class="wp-block-heading">6. Fazit: Kein Missverständnis. Eine Operation.</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Hegedüs Video ist keine persönliche Meinungsäußerung. Es ist ein strategisches Framing-Dokument, das exakt in die Linie von Psiram und dem kulturkämpfenden Teil der GWUP passt. Die Parallelen sind nicht zufällig. Sie sind funktional.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ME/CFS-Betroffene delegitimieren</li>



<li>Forschung unter Verdacht stellen</li>



<li>Betroffenengruppen psychologisieren</li>



<li>Öffentlichkeit mit Unsicherheit sättigen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein Versuch, Definitionsmacht zurückzuerobern. Und das wird nicht unbeobachtet bleiben.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Video von Dr. Hegedüs in seiner politischen und strategischen Dimension zu verstehen, muss man den Kontext kennen, in dem es veröffentlicht wurde. Denn dieses Video steht nicht im luftleeren Raum. Es spiegelt eine Haltung wider, die in einer bestimmten Szene seit Jahren kultiviert wird – im Zusammenspiel der <a href="https://www.gwup.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GWUP</a> (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und der anonym betriebenen<a href="https://forum.psiram.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Plattform Psiram</a>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">GWUP und Psiram</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn beide Projekte formal voneinander getrennt agieren, ist die personelle und ideologische Überschneidung nicht zu leugnen. Psiram seziert systematisch genau jene Themen, die auch die GWUP im Visier hat: Zunehmend gesellschaftspolitische Themen wie Genderfragen, Transrechte, Long Covid, ME/CFS oder postvirale Erkrankungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die GWUP sich einen rationalen, „wissenschaftlichen“ Anstrich gibt, fungiert Psiram als anonymer, aggressiver Arm im Schatten: Der Ton ist schärfer, die Sprache enthemmter, die Diffamierung direkter.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="Besonders">Besonders deutlich wurde diese Verbindung im Vorfeld der GWUP-Vereinswahl 2023/2024. Im Jahr 2023 war ich nicht nur anonyme Beobachterin. Ich war selbst im Psiram-Forum aktiv. Wochenlang, beinahe über Monate, habe ich mich in Diskussionen eingebracht, mitgedacht – und wurde dafür fast schob überschüttet mit Zustimmung und Lob. Solange meine Beiträge ins Weltbild passten, war ich willkommen. Irgendwann aber begann ich zu sehen, was dort (und anderswo) passiert. Ich erkannte die Muster – wie Debatten manipulativ gelenkt, wie Personen gezielt ausgegrenzt, wie Informationen geframt werden. Als ich den Mechanismus durchschaut hatte, sprach ich es offen und kritisch an. Von da an kippte es. Irgendwann hieß es nur noch:<em> „Deine Krankheiten schützen dich nicht immer und/oder nicht vor allem.“</em> Ich empfand das als Drohung. Und ja, ich denke, das war es wohl auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um aber nicht vom Thema abzukommen: Psiram betrieb über ein Jahr hinweg eine aggressive Wahlkampagne, die fast ausschließlich darauf zielte, kritische, progressive Stimmen in der GWUP zu diffamieren – und stattdessen Kandidaten zu promoten, die dem „neuen Kurs“ entsprechen. Viele dieser Kandidaten, darunter auch Dr. Hegedüs, gelten inzwischen als Gesichter des neuen, kulturkämpferischen GWUP-Kurses.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Psiram als Gefahr für Betroffene</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Was Psiram so gefährlich macht, ist nicht nur der Inhalt, sondern die Struktur. Die Seite ist anonym, sie duldet keine konstruktive Gegendarstellung, keine Korrektur. Die Texte sind oft unsauber belegt, spekulativ oder hoch suggestiv – aber sie erscheinen im Ton der vermeintlichen Wissenschaftlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kokettiert Psiram offen mit seiner Rolle als Prangerplattform. Beiträge werden bewusst emotional zugespitzt, um Wut zu erzeugen: auf &#8222;rechter&#8220;, aber auch auf „linker Seite“, wie man in älteren Threads nachlesen kann. Das Ziel: Empörungswellen statt Diskussion. Wer betroffen ist, hat kaum eine Handhabe. Der Server von Psiram steht vermutlich im Ausland, was rechtliche Schritte nahezu aussichtslos macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders perfide: Auch Krankheitsbetroffene wie Nathalie Grams werden zum Ziel – obwohl sie weder öffentliche Machtpositionen noch politischen Einfluss besitzen. Ihr Beispiel zeigt, wie schutzlos Einzelne gegenüber dieser Form des Rufmords stehen – selbst wenn sie selbst medizinisch vorgebildet und im öffentlichen Diskurs geübt sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hegedüs, GWUP und Psiram: Öffentliche Spuren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hier nun einige Beispiel-Screenshot, die aufzeigen, warum ich persönlich annehme, dass das hier eine Zusammenarbeit zwischen Psiram, GWUP und dem GWUP-Mitglied Hegedüs ist.  </p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132aadf27f&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132aadf27f" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="112" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-1024x112.jpg" alt="" class="wp-image-1654" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-1024x112.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-300x33.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-768x84.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024.jpg 1189w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132aae0e05&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132aae0e05" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="126" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-1024x126.jpg" alt="" class="wp-image-1655" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-1024x126.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-300x37.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-768x95.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132aae3511&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132aae3511" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="233" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-1024x233.jpg" alt="" class="wp-image-1656" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-1024x233.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-300x68.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-768x174.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt.jpg 1101w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Weiterlesen: </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://scienceandsenseblog.wordpress.com/2025/07/31/wenn-skepsis-zur-verweigerung-wird-eine-replik-auf-psirams-me-cfs-serie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wenn Skepsis zur Verweigerung wird – eine Replik auf Psirams&nbsp;ME/CFS-Serie</a> </li>



<li><a href="https://web.archive.org/web/20250908134838/https://scienceandsense.de/2025/09/07/das-thema-me-cfs-auf-youtube-eine-diskursanalyse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Thema ME/CFS auf Youtube – eine Diskursanalyse</a></li>



<li><a href="https://analytische-kritik.de/verschiedenes/skeptiker-verschiedenes/psirams-mecfsreihe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psiram ME/CFS Serie</a> &#8211; eigener Beitrag</li>
</ul>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag 05.09.2025: </strong></p>



<h6 class="wp-block-heading" id="Änderung">Wie Hegedüs sein eigenes Video umschreibt</h6>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Dr. Hegedüs hat nach Kritik an seinem Video über ME/CFS die Einleitung entfernt. </p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">In den ersten Sekunden sprach er davon, dass ihn „vielleicht jemand totschlägt“ und bat darum, „den ersten Stein nicht zu werfen“. Dieser Auftakt war ein rhetorisches Manöver: Er inszenierte sich als bedrohtes Opfer, bevor er überhaupt inhaltlich begann. Jede Reaktion auf sein Video wurde so von Anfang an als Eskalation geframt.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Jetzt, nach der massiven Kritik, ist dieser Teil verschwunden. In der Videobeschreibung heißt es nur lapidar, er habe <em>„einige unnötige Formulierungen entfernt“.</em> Das klingt nach sprachlicher Straffung – verschweigt aber, dass die zentrale Rahmung des ganzen Videos damit getilgt wurde.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"></p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132aae52bb&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132aae52bb" class="wp-block-image size-full is-resized wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="844" height="258" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37.jpg" alt="" class="wp-image-1672" style="width:507px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37.jpg 844w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37-300x92.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37-768x235.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 844px) 100vw, 844px" /><button
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<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/">Hegedüs Psiram Analysis</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>GWUP: Männer, Macht, Meinungshoheit</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/gwup-maenner-macht-meinungshoheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jul 2025 21:56:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenminderheit]]></category>
		<category><![CDATA[GWUP]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Männerdominanz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://analytische-kritik.de/?p=1512</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) positioniert sich öffentlich als Verteidigerin von Rationalität, Wissenschaftlichkeit und Aufklärung. Begriffe wie Objektivität und Faktenorientierung prägen ihr Selbstverständnis, zumindest nach außen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/gwup-maenner-macht-meinungshoheit/">GWUP: Männer, Macht, Meinungshoheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">„Wissenschaftlich, männlich, exklusiv: Die strukturelle Monokultur der GWUP“</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) positioniert sich öffentlich als Verteidigerin von Rationalität, Wissenschaftlichkeit und Aufklärung. Begriffe wie Objektivität und Faktenorientierung prägen ihr Selbstverständnis, zumindest nach außen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch hinter dieser Selbstdarstellung steht eine zentrale Frage: Wer spricht hier eigentlich?<br>Wer wird sichtbar gemacht, eingeladen, zitiert, empfohlen – und wer bleibt strukturell außen vor?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Auswertung analysiert zwei Monate GWUP-Kommunikation auf der Plattform X. Sie kommt ohne Interpretation und Bewertung aus, sie dokumentiert Zahlen, Namen, Inhalte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Ergebnis ist eindeutig:</strong><br>Die untersuchte Diskurslandschaft ist deutlich männlich dominiert, thematisch eng geführt und personell vernetzt. Frauen sind präsent, aber selten, meist am Rand, oft im Schatten männlicher Akteure.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was folgt, ist kein Meinungsbeitrag.<br>Es ist eine strukturelle Bestandsaufnahme dessen, was sich als „Skeptikerbewegung“ versteht – und sich als Aufklärung inszeniert, während es tatsächlich eine weitgehend homogene Diskurshoheit reproduziert.</p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-fixed-layout"><thead><tr><th>Skepkon 2025</th><th>Angekündigte Wortführer in zwei Monaten (Ende Mai/Juni/Juli)</th></tr></thead><tbody><tr><td>→ <strong>Summe: 4 Frauen</strong>, mit insgesamt 5–6 Einzelbeiträgen<br>(Eine Frau geheim)<br>→ <strong>Summe: 27 Männer,</strong> mit ca. 30 Einzelbeiträgen<br><br><strong>Ergebnis:</strong><br>27 Männer vs. 4 Frauen.<br>Verhältnis: über 6:1.<br>Selbst mit wohlwollender Zählung zugunsten der Frauen liegt der Anteil bei unter 15 %.</td><td>Angekündigte Skepkon-Beiträge nicht mitgezählt. Diese wurden in der linken Spalte erfasst<br>_____________________<br>Von 26 untersuchten Posts:<br>– Mindestens 42 Einzelpersonen erwähnt<br>– Davon <strong>38 Männer, 4 Frauen</strong><br>Verhältnis: 9,5 : 1 zugunsten der Männer<br>Davon sind:<br>– Die meisten Männer mehrfach präsent, viele von ihnen fest vernetzt (Mukerji, Chandreswaran, Edmüller, Kreymeier, Hegedüs etc.)<br>– Die wenigen Frauen in Randbeiträgen oder in geteilten Kontexten (Faessler mit Edmüller, Weber mit Kanning)</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Sollte ich dabei etwas übersehen haben,<br>bin ich offen für Ergänzungen – <em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#a92323" class="has-inline-color">nicht </mark></em>für Relativierungen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ableitung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die betrachteten Beiträge bilden kein ausgewogenes Verhältnis ab.</li>



<li>Vielmehr lässt sich eine deutliche strukturelle Schieflage erkennen, nicht als Zufallsprodukt, sondern als Ausdruck gewachsener Machtverhältnisse.</li>



<li>Die wiederkehrende Präsenz bestimmter männlicher Akteure deutet auf eine diskursive Dominanz mit verfestigten Beziehungsachsen hin.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Relevanz:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Innerhalb dieser Konstellation werden zentrale gesellschaftliche Themen wie „Wokeness“, Diversität, Gender oder Feminismus verhandelt, jedoch vorwiegend aus männlich kodierten Perspektiven.</li>



<li>Die dadurch entstehende Erzählung beansprucht Neutralität, spiegelt aber eine strukturell einseitige Sichtweise wider.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="596" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/07/daten1.jpg" alt="" class="wp-image-1514" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/07/daten1.jpg 1000w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/07/daten1-300x179.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/07/daten1-768x458.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Analyse von 42 namentlich genannten Männern, vier Frauen und keinem erkennbaren Bestreben zur strukturellen Korrektur bleibt wenig Interpretationsspielraum:<br>Die GWUP produziert keine ausgeglichene Aufklärungslandschaft, sie reproduziert allem Anschein nach autoritäre Wissensstrukturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie nennt es Wissenschaft, wenn männlich dominierte Stimmen den Diskurs prägen.<br>Sie nennt es Skepsis, wenn Kritik an Machtverhältnissen zur Ideologie erklärt wird.<br>Und sie nennt es Dialog, wenn abweichende Perspektiven systematisch marginalisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Umfeld kann ein Akteur aus der GWUP wie <a href="https://www.skepkon.org/vortragende/32-vortragende/vortragende-2024-augsburg/153-varnan-chandreswaran" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Varnan Chandreswaran</a> öffentlich die Aussage vertreten, das Patriarchat sei „empirisch nicht nachweisbar“.<br>In einem System, das strukturelle Ungleichheit selten anerkennt und oft entpolitisiert, wird diese Behauptung nicht hinterfragt, sondern als Position im Meinungsspektrum akzeptiert.<br>Kritik daran erscheint nicht als notwendige Gegenrede, sondern als Störung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde mir sein Video <a href="https://www.youtube.com/watch?v=P2kQYmG1qf8" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Patriarchat debunked&#8220;</a> dennoch ansehen. Nicht weil es eine neue Perspektive bietet, sondern weil es als Symptom einer diskursiven Verschiebung lesbar ist.<br>Weil sichtbar werden muss, wie sich wissenschaftliche Sprache entkoppeln kann von kritischem Denken, und stattdessen zur politischen Tarnung wird.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/gwup-maenner-macht-meinungshoheit/">GWUP: Männer, Macht, Meinungshoheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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		<title>Pseudo-Skeptizismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2025 18:57:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Dogmatismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaft und rationales Denken haben mich seit jeher fasziniert. In den letzten zwei bis drei Jahren bin ich allerdings misstrauisch geworden. Glaubte ich zuvor, dass nur Verschwörer, Heiler und Sektierer dogmatisch sind und die Welt verfälschen, erkenne ich nun zunehmend, dass Skeptiker längst schon damit begonnen haben, sie einzuholen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Pseudo-Skeptizismus</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Mein Misstrauen begann vor 3 Jahren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zitat von Erasmus von Rotterdam – 15./16. Jahrhundert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-palette-color-1-color has-palette-color-9-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-1 wp-block-paragraph">&#8222;Der Name &#8218;Skeptiker&#8216; entspricht dem, was Skeptiker tun: Sie erforschen und denken gründlich nach. Es fällt ihnen schwer, sich auf etwas Bestimmtes festzulegen und sie verteidigen auch nicht das, was sie vermuten. Die Skeptiker folgen dem, was sich bewährt hat, Nicht-Skeptiker aber dem, was sie für gewiss halten.&#8220;</p>
<cite><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Skeptizismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaft und rationales Denken haben mich seit jeher fasziniert. In den letzten zwei bis drei Jahren bin ich allerdings misstrauisch geworden. Glaubte ich zuvor, dass nur Verschwörer, Heiler und Sektierer dogmatisch sind und die Welt verfälschen, erkenne ich nun zunehmend, dass Skeptiker längst schon damit begonnen haben, sie einzuholen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_L%C3%BCtz" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Manfred Lütz</a>, ein Psychiater, Psychotherapeut und Bestseller-Autor bezeichnet in seinem Buch „Bluff“ den britischen Evolutionsbiologen &nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dawkins" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Richard Dawkins</a>&nbsp;als einen Missionar, der fundamentalistischen Atheismus betreibt. Damit erzeuge man laut Manfred Lütz eine niederträchtige Fälschung der Wissenschaft und eine hochtrabende Fälschung der Welt. (vgl. Lütz, 2012, Bluff, S.37-38 )</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diese Zeilen denke ich sehr oft, wenn ich die Raffinessen beobachte, mit denen die neuzeitlichen Skeptiker über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg ihre&nbsp;<em>endgültigen</em>&nbsp;Thesen und vermeintlich&nbsp;<em>unanfechtbaren &amp; unumstößlichen</em>&nbsp;Wahrheiten unter dem Label der Naturwissenschaften verbreiten. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Skepsis ist eine Haltung – keine Waffe.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bedeutet Skeptizismus nicht, dass man Wahrnehmungen und Behauptungen kritisch prüft – unabhängig davon, wer sie aufstellt? Hat Skeptizismus nicht konkret damit zu tun, dass man wissen will, aber Zweifel auch aushalten kann? Dass man sich selbst als Teil des Irrtums begreift und bereit ist, die eigene Meinung zu korrigieren, wenn bessere Argumente vorliegen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht nicht darum, überall Rechthaberei zu betreiben oder sofort eine Antwort zu haben.<br>Es geht darum, weiterzufragen, immer bewusster, feinsinniger und wissensdurstiger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch heute wird Skeptizismus zunehmend als Waffe missbraucht: Kulturkämpfe werden geführt, Menschen diskriminiert, Wahrheiten einzementiert. Es geht längst nicht mehr darum, skeptisch zu sein. Es geht um Rechthaberei, politische Einflussnahme, Massenmanipulation, um die Stärkung des eigenen Lagers. Auch das ist Teil des neumodernen (Pseudo-)Skeptizismus.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wahrheit wird Lagerfrage</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Heute hören viele nicht mehr auf Argumente, sondern prüfen nur noch, von wem eine Aussage stammt. Erst wird der Absender überprüft, dann vielleicht die Aussage. Oder man passt diese entsprechend an. Aufrichtigkeit wird verdächtig, wenn sie unbequem ist. Doch Wahrheit braucht keine Partei. Kritisches Denken ist kein Gruppenabzeichen. Es ist eine Haltung, die in jedem Moment neu errungen werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann haben Skeptiker damit begonnen, falsch abzubiegen? Oder waren sie gar schon immer so und haben den „Titel“ des Skeptizismus einfach nur gewählt, um damit zu suggerieren, wie tiefsinnig reflektiert und kritisch sie angeblich sind? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Einzelpersonen mit klarer politischer Agenda sich heute als „skeptisch“ bezeichnen, um gefährlichem Bullshit Glaubwürdigkeit zu verleihen, kann man verschmerzen.<br>Aber dass bekannte Vereine, die dem Gemeinwohl verpflichtet sein sollten, solche Mechanismen exzessiv betreiben, empfinde ich als hochgradig gefährlich. Gemeinwohl verlangt ehrliche Aufklärung und keine Lagerbildung. Das ist auch einer der Gründe, warum ich in keinem Verein Mitglied bin.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gruppenzwang</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schwer es heute ist, Skeptizismus wirklich zu leben, zeigte sich in der Corona-Krise.<br>Kaum jemand konnte sich vom massiven Gruppenzwang abgrenzen. Die einen wurden als Schlafschafe beschimpft, die anderen als Aluhutträger. Und um jene, die am meisten gefährdet waren – Kinder, Kranke und Alte – ging es kaum noch. Stattdessen dominierte Rechthaberei und Spaltung, nicht Aufklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich damals im großen Stil zeigte, erleben wir seit vielen Jahren im Kleinen wie im Großen: Keine Differenzierung mehr, eine massiv gespaltene Gesellschaft, eine Gesellschaft, die dadurch in ihren Grundfesten angreifbar wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dogmatismus ist das größte Problem</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dogmatismus frisst unsere Gesellschaft von innen auf. Nur wenige Menschen wollen sich heute noch an Themen reiben, um sich selbst weiterzuentwickeln. Die meisten suchen Bestätigung. An sich wäre das nicht schlimm, doch es fehlt die Mitte. Es fehlen die, die bereit sind, Extreme auszubalancieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beziehungen entstehen kaum noch aus echter persönlicher Wertschätzung, sondern weil man sich thematisch ergänzt und gegenseitig bestätigt. So entstehen nicht nur algorithmische Filterblasen – es entwickelt sich eine emotionale Abhängigkeit von Followern, Likes und Meinungsströmungen. Sobald jemand etwas schreibt, das nicht ins eigene Lager passt, droht Followerverlust. Likes und Anerkennung werden zum Werkzeug der Meinungslenkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer seinen eigenen Wert an diese oberflächlichen Attribute koppelt, wird zur Marionette der Manipulation. Wer auf Likes Wert legt und danach seinen Content ausrichtet, ist nicht mehr frei – sondern Gehirn-Wachs in den Händen anderer.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie entwickelt sich die Wissenschaft? </h4>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>Skeptisch zu sein bedeutet:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>offen und neugierig zu sein</li>



<li>zu hinterfragen</li>



<li>zu untersuchen,</li>



<li>kritisch zu sein,</li>



<li>zu forschen&#8230;</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Doch heute scheint es fast riskant, zuzugeben, dass man nur eines sicher weiß: Dass man nichts mit absoluter Sicherheit weiß. (© Sokrates) Kürzlich habe ich erlebt, wie ich von einem selbsternannten Skeptiker in einer kontroversen Debatte „festgenagelt“ wurde – nur weil ich diese Erkenntnis offen formulierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn nur noch das zählt, was eindeutig naturwissenschaftlich belegbar ist, wenn Selbsthinterfragung verloren geht, wenn jede abweichende Sichtweise reflexhaft als &#8222;Schwurbelei&#8220; abgetan wird, wo bleibt dann eigentlich der notwendige Erkenntnisgewinn? Wie und wodurch entwickelt sich Wissenschaft, wenn Inhalte endgültig festgelegt sind?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung der Skeptiker-Szene macht mir Sorgen. Gerade durch internationale Vernetzungen  haben Skeptiker-Vereine heute politische Macht, und einige scheinen diese bewusst einzusetzen. Ursprünglich bildeten sich diese Vereinigungen, um dem Gemeinwohl zu dienen, um Orientierung in einer verwirrenden Welt zu bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute sind sie – oft – <strong>Teil des Problems</strong> geworden.</p>
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		<title>Das Trojanische Pferd der Vernunft</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/das-trojanische-pferd-der-vernunft-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 19:08:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Machtkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Trojanisches Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Text, der mir heute als Paradebeispiel für diesen ideologischen Umbau erscheint, ist Nikil Mukerjis Artikel über sogenannte "Ideenpathogene". Er konstruiert ein Bild, in dem Skeptiker als immunologische Zellen gegen geistige Krankheitserreger auftreten. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:24px"><strong>Wie ideologische Machtkämpfe unter dem Deckmantel des Skeptizismus geführt werden</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Vorwort</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 habe ich erstmals Anschluss an die GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) gefunden – und zum ersten Mal das Gefühl gehabt, wirklich zu einem Verein zu gehören. Gemeinsam mit einigen Mitgliedern engagierte ich mich in der Debunking-Arbeit und widmete mich über mehrere Jahre der Aufklärung toxischer Strukturen, die besonders für traumaerfahrene Menschen ein Risiko darstellen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 bekam allerdings das gutes Verhältnis zur GWUP erste Risse. So musste ich unter anderem feststellen, dass Teile der GWUP eine gesellschaftspolitische Haltung offenbaren, die ich strikt ablehne. Leider befinden sich seit der Neuwahl am 11.05.2024 einige Personen aus dieser Gruppierung in der GWUP-Führungsebene (Vorsitzender, Vorstand und Wissenschaftsrat), was dazu führt, dass ich mich von diesem Verein ausdrücklich distanziere. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Umbau</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Text, der mir heute als Paradebeispiel für diesen Umbau erscheint, ist der Artikel von Nikil Mukerji – Leiter des wissenschaftlichen Zentrums der GWUP – <a href="https://michaelshermer.substack.com/p/pseudo-skepticism" target="_blank" rel="noreferrer noopener">über sogenannte &#8222;Ideenpathogene&#8220;</a>. Er konstruiert ein Bild, in dem Skeptiker als immunologische Zellen gegen geistige Krankheitserreger auftreten. Begriffe wie „epistemische Antikörper&#8220;, „infizierte Organisationen&#8220; und „T-Killerzellen&#8220; machen klar: Hier wird nicht argumentiert, hier wird allem Anschein nach vernichtet. Nicht Argumente stehen im Vordergrund, sondern Bekämpfung, Ausschluss und Kontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was diesen Vergleich so gefährlich macht: Zahlreiche namhafte Skeptikerinnen und Wissenschaftlerinnen, die über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg zur Seriosität und Glaubwürdigkeit der GWUP beigetragen haben, werden in dieser Metaphorik indirekt mit einem Virus gleichgesetzt – als schleichende Gefahr, als zu eliminierende Störung. Der Text entwertet damit rückwirkend die Arbeit vieler, die die GWUP mitaufgebaut und geprägt haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine ideologische Kriegserklärung</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mukerjis Artikel wirkt wie eine ideologische Kriegserklärung. Gegner werden als pathogene Erreger oder Viren beschrieben, eine innerorganisatorische Debatte wird als Sabotage von innen umdeutet und kritische Mitglieder werden zu „Pseudoskeptikern&#8220; erklärt – also zu Feinden im eigenen Lager.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein offenes Nachdenken über Skeptizismus, sondern – so meine ganz persönliche Wahrnehmung – erinnert an eine ausgefeilte Strategie zur &#8218;ideologischen Bereinigung&#8216;. Wer nicht in ihr Bild passt, wird als infektiös, zerstörerisch und gefährlich dargestellt. Wer also nicht bereit ist, die GWUP als eine Institution verkommen zu lassen, die einen hochgefährlichen Kulturkampf anheizt, muss entfernt werden? Ich lasse das als Frage im Raum stehen. </p>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-left"><strong>Die Trojaner-Strategie   – </strong> <strong>Wenn Sprache zur Waffe wird</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist dabei der Ursprung dieser Metapher. In der Forschung stammt sie ursprünglich aus einem satirisch-analytischen Aufsatz von Breanne Fahs und Michael Karger (2016), in dem feministische Theoriearbeit mit einem Virus verglichen wird, der sich an bestehende Disziplinen „anheftet“, um diese zu verändern. Es war eine selbstironische, spielerische Formulierung – kein Aufruf zur Ausgrenzung, sondern ein Reflexionsangebot zur disziplinären Grenzüberschreitung. Diese subtile, fast humorvolle Idee wird bei Mukerji jedoch ins Gegenteil verkehrt: Aus einer theoretischen Metapher über Diskurse wird ein praktisches Ausgrenzungsinstrument gegenüber Personen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kombiniert diese Umdeutung mit einem zweiten ideologischen Konzept: den „Ideenpathogenen“ nach Gad Saad. Saad beschreibt in seinem Buch „The Parasitic Mind“ progressive gesellschaftliche Ideen – von Genderforschung bis Postkolonialismus – als krankhafte Gedankenviren, die das rationale Denken infizieren. Mukerji übernimmt diese Sprache nahezu vollständig und verschärft sie, indem er behauptet, dass solche „Ideenpathogene“ nicht nur in der Gesellschaft kursieren, sondern bereits das Innere der Skeptikerbewegung befallen hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ursprünglich als kritische Satire über wissenschaftliche Dogmen begann, wird so zu einem handfesten ideologischen Apparat: Wer nicht in die Linie passt, ist nicht mehr Teil eines pluralen Diskurses, sondern eine Gefahr für das System.</p>



<h4 class="wp-block-heading has-text-align-left"><strong>Wenn sich die Ideologie sicher fühlt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich heute besonders nachdenklich macht, ist nicht nur die Rhetorik selbst – sondern der Umstand, dass man sie inzwischen so offen aussprechen kann, ohne Widerspruch oder Konsequenzen befürchten zu müssen. Dass ein Text wie der von Nikil Mukerji, durchsetzt mit Kriegsmetaphern, Polarisierung und Ausgrenzungslogik, veröffentlicht wird, ist kein Zufall. Es ist Ausdruck eines kulturellen Klimas, in dem solche Narrative nicht nur geduldet, sondern begrüßt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man fürchtet keine Kritik. Keine sozialen oder beruflichen Sanktionen. Im Gegenteil: Man weiß, dass diese Denkweise auf fruchtbaren Boden fällt. Denn die Entwicklung, die hier beschrieben und gleichzeitig legitimiert wird, ist längst Realität geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GWUP – einst eine Organisation zur Förderung von Wissenschaft, Aufklärung und rationaler Debatte – ist politisiert worden. Nicht durch „Woke-Ideologie“, wie es ihre neuen Wortführer behaupten. Sondern durch die strategische Besetzung mit Akteuren, die wissenschaftliche Skepsis mit weltanschaulicher Kontrolle verwechseln. Genau jene politische Umformung, die man anderen vorwirft, wurde selbst vollzogen.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #174362, #215981); margin: 30px 0;"></center>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Till R. Amelung &#038; die Satanic Panic</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/till-r-amelung-die-satanic-panic/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2024 18:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Satanic Panic]]></category>
		<category><![CDATA[Till Amelung]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich den Grund erfuhr, warum Amelung auf der Skepkon 2024 als Vortragender nicht zugelassen wurde, begann ich sogleich mit den Recherchen und staunte nicht schlecht: Er supportet auf Twitter vor allem eine Person, die bekannt dafür ist, nicht nur die satanische, sondern auch die moralische Panik zu verbreiten, inklusive der Mind Control-Theorie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/till-r-amelung-die-satanic-panic/">Till R. Amelung &amp; die Satanic Panic</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Till R. Amelung &amp; die Satanic Panic</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vorweg möchte ich kurz schildern, wer <a href="https://tillamelung.wordpress.com/vita/" data-type="link" data-id="https://tillamelung.wordpress.com/vita/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Till R. Amelung</a> ist, denn die meisten unserer Leser werden ihn wohl kaum zuordnen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der im Jahr 1984 geborene Amelung ist&nbsp;freier Autor und Herausgeber des Sammelbands<em> „Irrwege &#8211;&nbsp;Analysen aktueller queerer Politik&#8220;. </em>Als trans Mann nimmt er in der queeren Szene, so aber auch in der Szene, die sich gegen die Genderpolitik positioniert, eine besondere Stellung ein. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Auf Queer-Seite kann kaum jemand verstehen, dass der größte Kritiker (<a href="https://www.queer.de/detail.php?article_id=47754" target="_blank" rel="noreferrer noopener">u.a. gegenüber dem Selbstbestimmungsgesetz</a>) aus den eigenen Reihen kommt und  </li>



<li>auf der anderen Seite &#8211; unter anderem jene der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TERF#:~:text=Das%20Akronym%20TERF%20steht%20f%C3%BCr,Transidentit%C3%A4t%20als%20solche%20infrage%20stellt." target="_blank" rel="noreferrer noopener">TERF</a> Szene &#8211; ist er die Vorzeige-Transperson, auf die man jederzeit verweisen kann, um gegen (vorzugsweise) trans Frauen zu argumentieren, was sehr selten ohne die entsprechend radikalen Feindseligkeiten vonstatten geht.   </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Grund der kognitiven Dissonanz, die ich jedes Mal erlebt habe, wenn ich versucht war, mich mit ihm zu befassen, habe ich ihm nur sehr wenig Beachtung geschenkt &#8211; was vielleicht ein Fehler war, wenn man heute sieht, wie er sich zum Thema &#8222;Satanic Panic&#8220; positioniert. Ich habe Amelung auch nur wenig beachtet, als er im Frühjahr 2023 in die GWUP eintrat und sich gleich mit jenen Mitgliedern verband, die einen fast schon fanatisch anmutenden bzw. zumindest sehr unangemessenen Kampf gegen die Critical Studies, insbesondere gegen die Gender- Studies und Identitätspolitik, führten. Diese Mitglieder sorgten innerhalb der GWUP für eine fatale Spaltung, die nun leider auch Einfluss auf die Aufklärungsarbeit hat, welche summa summarum bereits Jahrzehnte im deutschsprachigen Raum umfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Basis dieser GWUP-Spaltung (die genauen Hintergründe spielen bei diesem Thema nur eine nebengeordnete Rolle) bildete sich kürzlich eine neue Gruppierung mit dem Namen <em><a href="https://skeptische-gesellschaft.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Skeptische Gesellschaft&#8220;</a></em> (SkepGes), der auch Till Randolf Amelung angehört. Diese Gesellschaft eröffnete vor wenigen Tagen ihren YouTube Kanal mit einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Talk zwischen André Sebastiani und Till R. Amelung</a>. Worum ging es? Buchautor und GWUP-Neumitglied Amelung hatte einen Vortrag zum Thema trans für die SkepKon im Mai 2024 eingereicht, der jedoch nun zurückgewiesen wurde. Grund war seine Unterstützung – beziehungsweise seine mangelnde Abgrenzung – von der Verschwörungstheorie rituelle Gewalt, die Amelung auf Twitter offen supportet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesen Support, so auch auf das, was Amelung im Video erklärend zum Ausdruck bringt, inklusive einer Gefahr, die wir erneut wahrnehmen, gehen ich im Folgenden der Reihe nach ein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Support auf Twitter / X</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich den Grund erfuhr, warum Amelung auf der Skepkon 2024 als Vortragender nicht zugelassen wurde, begann ich sogleich mit den Recherchen und staunte nicht schlecht: Er supportet auf Twitter vor allem eine Person, die bekannt dafür ist, nicht nur die satanische, sondern auch die <a href="https://analytische-kritik.de/category/moral-panic/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">moralische Panik</a> zu verbreiten, inklusive der Mind Control-Theorie. Auch bringt sie regelmäßig professionelle und aufklärende Menschen in Verruf, stellt diese aus nicht nachvollziehbaren Gründen zur Rede und bringt sie mit Situationen oder Sachlagen in Verbindung, zumeist durch suggestive Fragen, die völlig absurd erscheinen. Letztendlich &#8211; und das macht sie wohl auch ein Stück weit glaubwürdig &#8211; versucht sie den Anschein zu erwecken, sie sei eine öffentliche Person bzw. Amtsinhaberin oder aber unterstützend mit Ämtern verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret reden wir hier von <a href="https://twitter.com/InfoOetken" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angelika Oetken</a>, die sich aus persönlichen Gründen für Opferschutz einsetzt, was an sich lobenswert wäre, wenn es denn seriös vonstatten ginge.  Allerdings ist hier das Gegenteil der Fall. So schreibt Oetken unter anderem: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph">&#8222;Infos zu Personen/Gruppen, die sich an der mit <a href="https://twitter.com/hashtag/SatanicPanic?src=hashtag_click">#SatanicPanic</a> bezeichneten Diffamierungskampagne gegen Opfer Ritueller Gewalt und deren HelferInnen beteiligen: Absolute <a href="https://twitter.com/hashtag/H%C3%B6rempfehlung?src=hashtag_click">#Hörempfehlung</a>! &gt;Rituelle Gewalt, satanische Netzwerke: Verschwörungserzählung oder real?&lt; Danke <a href="https://twitter.com/DLF">@DLF</a> und <a href="https://twitter.com/miweisfeld">@miweisfeld</a> für diese hervorragend recherchierten, sehr sachlichen Audiobeitrag zu <a href="https://twitter.com/hashtag/RituelleGewalt?src=hashtag_click">#RituelleGewalt</a> und <a href="https://twitter.com/hashtag/Satanismus?src=hashtag_click">#Satanismus</a>.&#8220;</p>
<cite><a href="https://twitter.com/InfoOetken/status/1738865867746578590" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gepostet am 24.12.2023</a> &#8211; von Till R. Amelung gelikt, so auch weitere Beiträge in diesem fortlaufenden Thread</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tweet über den Audiobeitrag wurde von Amelung gelikt und sogar retweetet &#8211; genauso wie folgendes Posting, womit Oetken aufzeigen wollte, dass Jan Böhmermann in seiner Sendung über rituelle Gewalt schlecht recherchiert hätte: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph">&#8222;<a href="https://twitter.com/hashtag/MindControl?src=hashtag_click">#MindControl</a>: eine einfache Internetrecherche hätte u.a. auf ein von <a href="https://twitter.com/stephenkinzer">@stephenkinzer</a> veröffentliches Buch geführt. <a href="https://www.amazon.de/-/en/Stephen-Kinzer/dp/3742313363/ref=sr_1_1?crid=3AIQJ88V78AXY&amp;keywords=stephen+kinzer+deutsch&amp;qid=1642690293&amp;sprefix=stephen+kinzer%2Caps%2C538&amp;sr=8-1" data-type="link" data-id="https://www.amazon.de/-/en/Stephen-Kinzer/dp/3742313363/ref=sr_1_1?crid=3AIQJ88V78AXY&amp;keywords=stephen+kinzer+deutsch&amp;qid=1642690293&amp;sprefix=stephen+kinzer%2Caps%2C538&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verlinkung zum Buch </a>.&#8220; </p>
<cite>gepostet<a href="https://twitter.com/stephenkinzer/status/1484176909256773633" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> am 11. 09. 2023</a> &#8211; von Amelung gelikt und retweetet</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">GWUP-Chefreporter Bernd Harder schrieb übrigens <a href="https://twitter.com/berndharder/status/1484191467371335683">einen aufklärenden Hinweis unter das Posting von Stephen Kinzer</a>, wo er auf das Scheitern der Bewusstseinskontrolle hinwies und darauf, dass MKUltra nicht dem entsprach, was sich Satanic-Panic-Anhänger unter diesem Begriff vorstellten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur Postings von Angelika Oetken zum Thema rituelle Gewalt wurden von Amelung befürwortet, sondern auch Tweets eines Users namens Sascha Silver, der sich sehr oft konkret in diesem Zusammenhang mit Oetken die Bälle zuspielt. Mit folgender Aussage positionierte sich Silver im August 2023 klar gegen die Aufklärungsarbeit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=DcVFRNG3PLs" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der Kriminalpsychologin Lydia Benecke</a> und der GWUP &#8211; und erntete dafür ein Like von Till R. Amelung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-light-gray-background-color has-background wp-block-paragraph">&#8222;Lydia Benecke ist seit 2012 Jugendschutzbeauftragte der SMJG e.V. u seit 2015 <a href="https://twitter.com/hashtag/gwup?src=hashtag_click">#gwup</a>-Mitglied. Die am lautesten gg. Betroffene <a href="https://twitter.com/hashtag/rituelleGewalt?src=hashtag_click">#rituelleGewalt</a>, Therapeuten und @UBSKM bashen, kommen u.a. aus der Leder-Lack-Peitschen-Puppies-Szene.&#8220; </p>
<cite>gepostet<a href="https://twitter.com/stephenkinzer/status/1484176909256773633" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> am 18. 08. 2023</a> &#8211; von Amelung gelikt</cite></blockquote>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<p class="wp-block-paragraph">Man könnte an dieser Stelle noch sehr viel mehr Quellen einfügen: Beiträge, die ganz klar die Mind Control Theorie verteidigen, die die Satanic Panic unterstützen und Böhmermann unterstellen, sich über Opfer lustig zu machen. Unentwegt bekommen  Angelika Oetken und zwischendurch auch Sascha Silver Support von Till Randolf Amelung, was unmissverständlich klar macht, welche Position er vertritt. Denn man likt nicht einfach so, weil das Gegenüber ein netter Mensch ist, sondern man likt und retweetet Beiträge, wenn man mit der darin geäußerten Meinung übereinstimmt.</p>
</div>



<div class="wp-block-column has-light-gray-background-color has-background is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:50%">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab132ab19591&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab132ab19591" class="wp-block-image size-full wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="692" height="614" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/11/till-amelung-im-Talk.jpg" alt="" class="wp-image-2135" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/11/till-amelung-im-Talk.jpg 692w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/11/till-amelung-im-Talk-300x266.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 692px) 100vw, 692px" /><button
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<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em>(Foto lässt sich mit einem Klick erweitern) </em>Quelle: <a data-type="link" data-id="https://twitter.com/marv_stella/status/1747882466092740915" href="https://twitter.com/marv_stella/status/1747882466092740915">X/Twitter</a>, 09.09.2023 </p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Derartige Tweets, Retweets und Likes bildeten die Basis für die aktuelle Entscheidung über Amelungs Vortrag bei der SkepKon, worüber er sich mit André Sebastiani im eingangs erwähnten YouTube-<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video</a> austauscht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Talk auf YouTube zwischen André Sebastiani und Till R. Amelung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Was Till Amelung unter Satanic Panic versteht, macht er zu Beginn des Videos deutlich: Kindermordende Eliten, QAnon, Pizzagate, Adrenochrom &amp; Co sind die Beispiele für rituelle Gewalt im Zusammenhang mit Satanic Panic, die von Amelung genannt werden (vgl. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 2:52f</a>.) Doch diese Phänomene machen nur einen kleinen Teil der gesamten Verschwörungstheorie aus. Das gewaltige Spektrum dieser seit den 1980er/90er Jahren grassierenden Theorie der rituellen Gewalt lässt sich nicht mit winzigen Splittergruppierungen erklären. Das Ausmaß und die Gefahr, die die Satanic Panic mit sich bringen, bleiben unerwähnt – eine Tatsache, welche eine mehr als oberflächliche Vorabrecherche seitens beider Personen des Talks nahelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Amelung an „Satanistenzirkel“ glaube, die organisierten rituellen Missbrauch betreiben, wird er im Verlauf des Interviews gefragt. Seine Antwort ist – und das verwundert doch etwas – kein klares <em>Nein</em>, wie man es von einem Skeptiker erwarten könnte, sondern eine begriffliche Relativierung: <em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">„Also zunächst mal, ich glaube nicht an sogenannte satanische Eliten im Stile von QAnon und sowas &#8230; was aber schon&#8230; oder sagen wir mal so, was aber schon ein Thema ist, wo ich glaube, dass man sich auf das, was an jetzt dargestellten Extremen, also das was wir da gerade als Verschwörungsideologie skizziert haben, dass das noch nicht alles zu dem Thema ist, was man sich angucken sollte.“ </mark>(<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 05:16ff.</a>)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch einmal das Wesentliche: </p>



<figure class="wp-block-table"><table class="has-base-background-color has-background"><tbody><tr><td>&#8222;&#8230; <em>was aber schon ein Thema ist, </em>&#8230;.<em> dass das noch nicht alles zu dem Thema ist, <strong>was man sich angucken sollte.</strong></em>&#8222;</td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Zitat: Till Randolf Amelung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jemand, der nicht einmal ansatzweise zu erklären vermag, was die These der rituellen Gewalt &#8211; ein Betriff <a href="https://dissoziationen.de/2022/08/08/rituell-satanisch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der einst von <em>Lawrence Pazder</em></a> geprägt wurde &#8211; bedeutet, möchte, dass man genauer hinschaut? Wir gehen im Absatz  &#8222;<a href="#Die-tatsächliche-Form-von-rituellem-Missbrauch" data-type="internal" data-id="#Die-tatsächliche-Form-von-rituellem-Missbrauch">Die tatsächliche Form von rituellem Missbrauch</a>&#8220; näher darauf ein.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesem Fauxpas verweist Till R. Amelung auf die Aufarbeitungskommission – mit der Betonung, dass diese vom Bundesfamilienministerium unterstützt werde – und auf die <a href="https://beauftragte-missbrauch.de/themen/definition/organisierte-sexualisierte-und-rituelle-gewalt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Definition von ritueller Gewalt von der Webseite der UBSKM</a>.  Diese Definition halte er <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">„<em>durchaus für anwendbar und plausibel, wenn man sich auch andere Fallgeschichten in Erinnerung ruft. Also es gibt ja immer wieder mal dann Schlagzeilen, &#8230; da wird irgendein&#8230; da gibt’s eine … sozusagen Sekte, eine Minisekte, die vorher niemand kannte, und da wurden dann Leute, meistens Familienmitglieder, im Haus, im Grunde genommen gefangen gehalten, dann … dauert es nicht lange, dass dann, nach dieser Befreiungsmeldung, dann in den Details irgendwann auch das Thema sexueller Missbrauch, sexuelle Gewalt auftaucht.</em></mark> (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 08:12ff.</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau hier erkennt man erneut die Gefahr, die von einer politisch öffentlichen Stelle wie der UBSKM ausgeht: nämlich die Glaubwürdigkeit, die sie nach außen hin vermittelt. Man muss in die Materie weit eingearbeitet sein bzw. die Personen im Betroffenenrat kennen und somit wissen, dass starke Vertreter der Satanic Panic von Beginn dabei gewesen sind, die das Geschehen lenken und beeinflussen.  Wir empfehlen dringend (!) folgende Seite zu lesen, um sich ein Bild darüber zu machen, inwieweit das Netzwerk der Satanic Panic vor allem in den Betroffenenrat der UBSKM eingedrungen ist: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://dissoziationen.de/2022/08/25/offener-brief-an-die-ubskm/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Offener Brief an die UBSKM</a></li>



<li><a href="https://dissoziationen.de/2023/01/09/neues-netzwerk-mit-empfehlung-der-ubskm/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Neues Netzwerk mit Empfehlung der UBSKM</a></li>



<li><a href="https://dissoziationen.de/2023/03/20/sehr-geehrte-ubskm/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Sehr geehrte UBSKM</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist schlimm genug, dass Personen, die 2023 neu in die GWUP eingetreten sind (Till Amelung), das Narrativ der rituellen Gewalt fördern, anstatt sich klar gegen Verschwörungstheorien zu positionieren. Ganz und gar unredlich ist aber die Tatsache, dass <a href="https://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/vorstand" data-type="link" data-id="https://www.gwup.org/ueber-uns-uebersicht/vorstand">GWUP-Vorstandsmitglieder</a> wie André Sebastiani die jahrelange, mühevolle und keineswegs ungefährliche Arbeit des Vereins torpedieren. Dazu weiter unten mehr.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Vergleich, der keiner ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Argumentation bemüht Amelung im Video weiters den Vergleich mit der Sekte Colonia Dignidad. Dass er jedoch in die Materie nicht genau eingearbeitet sein kann, zeigt bereits seine falsche Aussprache des spanischen Begriffs in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 9:36</a> des Interviews: Das Wort „Colonia“ wird korrekterweise nicht auf i, sondern auf dem zweiten o des Wortes betont – eine Tatsache, zu welcher man nicht unbedingt der spanischen Sprache mächtig sein muss, sondern wo es genügt, eine der zahlreichen und hervorragenden Dokumentationen (z.B. von <a href="https://blog.gwup.net/2020/03/11/arte-video-colinia-dignidad-aus-dem-innern-einer-deutschen-sekte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Arte</a>) gesehen zu haben, die den Begriff durchgehend korrekt aussprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch inhaltlich ist der Versuch, den Begriff rituelle Gewalt mit den brutalen Missbrauchsgeschehen in der Sekte rund um Paul Schäfer zu untermauern, nicht haltbar. Dass es brutale Gewalt in Sekten gibt, ist unbestritten und wird auch von keinem geleugnet. Doch diese Fakten haben mit der ursprünglichen Definition von ritueller Gewalt nichts zu tun: Trotz aller Begriffsaufweichungen und immer weitläufigeren, bewusst verwässernden Definitionen (siehe dazu: &#8222;<a href="https://dissoziationen.de/news/codierte-geheimsprache/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Codierte Geheimsprache</a>&#8222;) wissen alle Beteiligten genau, wovon die Rede sein soll, ohne das Wort &#8222;satanistisch&#8220; in den Mund zu nehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Vergleich mit der Colonia Dignidad ist eine weitere Aussage Amelungs faktisch nicht haltbar: Till Amelung betont, dass <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">„<em>in der Kombination mit der sogenannten False Memory auch Traumatherapie und Traumatherapeuten in Bausch und Bogen unter Generalverdacht gestellt werden, komplett als unseriös dargestellt werden“</em></mark> (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 11:53 f.</a>). Dies entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Niemand hat je Traumatherapie per se verunglimpft, im Gegenteil. Dass es in den ganzen jahrelangen Aufklärungen darum geht, vulnerable Patienten vor suggestiven Fehltherapien zu schützen, scheint Amelung komplett entgangen zu sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">&#8222;Die tatsächliche Form von rituellem Missbrauch&#8220;</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="Die-tatsächliche-Form-von-rituellem-Missbrauch">Moderator Sebastiani scheint im Interview übrigens Amelungs Sichtweise über rituelle Gewalt zuzustimmen: <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">„<em>Wenn ich alles über den Kamm Satanic Panic schere, laufe ich Gefahr, dass ich vielleicht und wenn &#8230; selbst wenn das nur Einzelpersonen sind, die von der tatsächlichen Form von rituellem Missbrauch betroffen sind, laufe ich Gefahr, dass die vielleicht der Lächerlichkeit preisgegeben werden oder nicht ernst genommen werden.“ </em></mark> (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 11:25f.</a>) Aber: Welche „tatsächliche (!) Form des rituellen Missbrauchs“ meint Sebastiani, wenn er von etwaigen Einzelpersonen spricht und warnt, nicht alles <em>&#8222;über den Kamm Satanic Panic zu scheren</em>“?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch betont André Sebastiani im weiteren Verlauf des Talks, <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">„<em>dass man hier und da mal über den Tellerrand hinausschauen muss und daran dann auch seine Argumente schärfen müsste“ </em></mark><em>(<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 19:36f.</a>). </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierzu sei klar gesagt:  Diese Verschwörungstheorie wird seit Jahrzehnten von Experten unterschiedlicher Fachgebiete  (u.a. Juristen, Psychologen, Psychiater, Kriminologen, Polizeibeamten, Staatsanwälten usw.) unter allen Gesichtspunkte intensiv beforscht und untersucht. Diese Experten tun weitaus mehr, als nur &#8222;über den Tellerrand zu blicken&#8220;. Manche Fälle, die als satanistischer Missbrauch gemeldet worden waren, wurden über zehn Jahre intensiv untersucht, siehe hierzu z.B. einen <a href="https://www.berliner-zeitung.de/satanisten-toeten-in-deutschland-kinder-sagen-therapeuten-sektenbeauftragte-und-journalisten-doch-kriminalisten-finden-dafuer-keine-beweise-schwarze-geschichten-li.17623" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Artikel der Berliner Zeitung aus dem Jahr 2003</a>.  Alle Protagonisten, die in diesem Artikel vorkommen und über satanistische Kultverbrechen sprechen, sagen heute &#8222;rituelle Gewalt&#8220; dazu, doch die Begriffsverschiebung ändert nichts am Inhalt der Verschwörungstheorie. </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="Dissenting-opinion">Dieses Wissen kann als Allgemeinwissen vorausgesetzt werden, wenn man langjähriges GWUP-Mitglied ist und im Vorstand sitzt. Zudem wurde dieses Thema bereits 2018 auf der SkepKon behandelt, bei der sogar der ehemalige Kriminalhauptkommissar Dirk Bosse aufgetreten ist. Siehe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>SkepKon 2018: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2uV-FrmS46Q" data-type="link" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=2uV-FrmS46Q" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verschwörungstheorie: Vom satanisch-rituellen Missbrauch </a></li>



<li>GWUP-Artikel: <a href="https://blog.gwup.net/2023/02/14/so-etwas-gibt-es-nicht-ein-kriminalhauptkommissar-ueber-seine-ermittlungen-in-einem-fall-von-rituellem-missbrauch/" data-type="link" data-id="https://blog.gwup.net/2023/02/14/so-etwas-gibt-es-nicht-ein-kriminalhauptkommissar-ueber-seine-ermittlungen-in-einem-fall-von-rituellem-missbrauch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;So etwas gibt es nicht&#8220;</a>. </li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Dissenting opinion?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Um mit einem Zitat von André Sebastiani noch einmal zum geforderten Tellerrandblick zurückzukommen: <em><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">„Es gibt zur Satanic Panic keine Meinung, über die der Verein einmal abgestimmt hätte. Es gibt einige prominente Mitglieder, die dazu arbeiten, die dazu auch publiziert haben und &#8230; gut, da gab es keinen großen Widerspruch, deshalb darf man annehmen, dass wahrscheinlich auch große Teile des Vereins das teilen. Ich wüsste jetzt aber nicht, dass man dazu keine abweichende oder auch differenziertere Meinung haben dürfte.“ </mark></em>(<a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 14:53 ff.</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn also André Sebastiani davon spricht, dass es keine Abstimmung über eine Meinung gebe, scheint er zu vergessen, dass es bei dieser Verschwörungstheorie nicht um Meinungen, sondern um Fakten geht. Wird hier also eine dissenting opinion zu einer bereits erfolgreich debunkten Verschwörungstheorie gefordert? Selbstverständlich kann man zu Verschwörungstheorien alternative Meinungen haben – genauso wie man an UFOs und Alienentführungen glauben kann. In so einem Fall stellt sich jedoch die Frage, was man dann in einer Einrichtung wie der GWUP verloren hat. Gegenüber erwiesenen Verschwörungstheorien, die von Experten bereits in jeglicher Hinsicht debunkt sind, kann es keinen Tellerrandblick mehr geben &#8211; das würde nicht nur sämtliche Aufklärungen, sondern auch die GWUP als Verein ad absurdum führen. </p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitragsfoto Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SDh3OkSk3GY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Talk auf YouTube zwischen André Sebastiani und Till R. Amelung</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/till-r-amelung-die-satanic-panic/">Till R. Amelung &amp; die Satanic Panic</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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