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	<title>Transgender Archive - Analytische Kritik</title>
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	<title>Transgender Archive - Analytische Kritik</title>
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		<title>Gewaltparolen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jun 2025 11:07:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3. Transgender und Transfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Hasswelle]]></category>
		<category><![CDATA[Internet macht mobil]]></category>
		<category><![CDATA[Trans Feindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Person aus der Trans Community hat auf Blue Sky sehr radikal Position bezogen. Darunter war auch die Legitimierung einzelner Tötungen inklusive Folterfantasien. Seitdem erlebe ich als Zuschauer eine Welle des Hasses gegen die gesamte trans Community, wie sie mir in all den vergangenen Jahren noch nicht begegnet ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/alle/gewaltparolen/">Gewaltparolen</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Gewaltparolen rechtfertigen keine Gewalt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Person aus der trans Community hat auf Blue Sky sehr radikal Position bezogen. Darunter war auch die Legitimierung einzelner Tötungen inklusive Folterfantasien. Seitdem erlebe ich als Zuschauer:in eine Welle des Hasses gegen die gesamte trans Community, wie sie mir in all den vergangenen Jahren noch nicht begegnet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hass und die Wut richten sich auch gegen den Bundesverband Trans* e. V. Obwohl sich dieser – ebenso wie viele innerhalb der trans Community – mehrfach öffentlich distanziert hat und deutlich gemacht wurde, dass they dort seit Februar 2025 nicht mehr tätig sind, hält die Flut an Vorwürfen und Forderungen ungebrochen an. Man könnte fast meinen, they hätten ihren Gegner:innen einen Gefallen getan – immerhin stand die Forderung „Fördergelder zu streichen“ längst im Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte deshalb Folgendes sagen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">➔ An alle Mitglieder und Anhänger:innen der AfD,<br>➔ an konservative Kräfte,<br>➔ an radikale Feminist:innen<br>➔ und an sonstige autoritäre Gegner:innen einer offenen Gesellschaft:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was they gepostet haben, war falsch. Es war schockierend. Es war inakzeptabel. Wahrscheinlich auch strafbar.<br>Aber es disqualifiziert they nicht als Teil der trans Community.<br>Trans zu sein ist kein Amt, das man verliert – es ist ein Teil der Identität. They gehören zur Community. Gestern, heute, morgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem muss klar sein: They tragen die Verantwortung für das, was sie geschrieben haben – und für die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Ich hoffe, dass der Rechtsstaat diesen Fall prüft und auf der Grundlage unserer Gesetze handelt: unabhängig, sachlich, gerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">? Wofür they jedoch nicht verantwortlich sind – und niemals sein dürfen – ist die Gewalt, die ihnen nun (vielleicht?) drohen wird. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/203c.png" alt="‼" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn jemand they angreift – körperlich, psychisch, digital, strukturell oder sozial – dann seid ihr verantwortlich. Keine dieser Gewaltformen ist legitim.<br>Auch nicht aus Rache, nicht aus Empörung, nicht aus „heiligem“ Zorn.<br>Das ist keine Aufarbeitung, das ist Selbstjustiz. Und sie bleibt ein Verbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich erfahre, dass Gewalt ausgeübt oder angedroht wird – gegen they oder gegen Unbeteiligte – werde ich Anzeige erstatten. Punkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dennoch – an jene, die noch erreichbar sind:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns nicht in den Kreislauf aus Hass und Vergeltung abrutschen.<br>Lasst uns zeigen, dass wir als Gesellschaft diesmal einen anderen Weg wählen können.<br>Überlasst es der Justiz, angemessen zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anhang wurden die Gewaltarten genannt, die juristische Relevanz haben. Je nach Schwere, (wenn es denn passiert) wird eine Anzeige folgen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="500" height="750" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/06/gewaltarten.jpg" alt="" class="wp-image-1466" style="width:515px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/06/gewaltarten.jpg 500w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/06/gewaltarten-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure>
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		<title>ROGD &#8211; eine problematische Hypothese</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 13:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3. Transgender und Transfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Ansteckung]]></category>
		<category><![CDATA[ROGD]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ROGD wurde von keinem psychologischen Verband oder Diagnosemanual als valider Diagnostikbegriff anerkannt. Im Gegenteil, Fachverbände und peer reviewed-Journals raten dezidiert von der Verwendung des Begriffes ab, da dieser wissenschaftlich nicht beweisbar ist - was u.a. eine 2022 durchgeführte klinische Studie belegt. Zudem weist die Hypothese von RODG eklatante methodische Mängel auf (dazu weiter unten im Text).</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>ROGD &#8211; eine problematische Hypothese</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„Plötzlich einsetzende Geschlechtsdysphorie“, wie sich der Begriff <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Rapid-onset_gender_dysphoria_controversy" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ROGD (rapid onset gender dysphoria)</a> ins Deutsche übersetzen lässt, ist das „Eingemachte“ des Kulturkampfs zum Thema trans, der polarisiert, spaltet und vor allem eines tut: nämlich auf Kosten von Kindern und Jugendlichen ausgetragen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">ROGD wurde von keinem psychologischen Verband oder Diagnosemanual als valider Diagnostikbegriff anerkannt. Im Gegenteil, Fachverbände und peer reviewed-Journals raten dezidiert von der Verwendung des Begriffes ab, da dieser wissenschaftlich nicht beweisbar ist &#8211; was u.a. eine <a href="https://www.jpeds.com/article/S0022-3476(21)01085-4/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2022 durchgeführte klinische Studie</a> belegt. Zudem weist die Hypothese von RODG eklatante methodische Mängel auf (dazu weiter unten im Text).</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Hypothesengenerierung mittels Anonym-Befragung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Die Hypothese von <em>rapid onset gender dysphoria</em> geht ursprünglich auf eine Untersuchung von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Littman" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lisa Littman</a> aus dem Jahr 2018 zurück, die <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6095578/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in einer deskriptiven Studie</a> mittels anonym auszufüllendem, 90 Items umfassenden Online-Fragebogen ihre Ergebnisse erhob. Dazu wurden die Einladungslinks dieser Befragung auf vier einschlägigen Webseiten und Foren platziert, wo sich Eltern über das Thema trans austauschten. Drei der vier Seiten waren jedoch alles andere als neutrale Anlaufstellen, so trug eine Webseiten den Titel „<em>Transgendertrend</em>“ und verstand sich als Austauschgruppe für Eltern, die besorgt über den „Trend“ der trans-Diagnose für Kinder waren (<em>„are concerned about the current trend to diagnose &#8218;gender non-conforming&#8216; children as transgender“</em>). Eine andere Seite verstand sich expressis verbis als „<em>safe place for gender-skeptical parents and their allies</em>“. Mit dem Fragebogen sollten demgemäß vornehmlich Eltern erreicht werden, die sich auf thematisch kritischen Websites und Online-Gruppen tummelten. In Folge wurden auch die Moderatoren der Webseiten gezielt dazu angehalten, die Einladung zur Studienteilnahme im Schneeballeffekt weiter zu teilen &#8211; ein Vorgehen, dessen Bias nicht offenkundiger sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Die <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6095578/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">256 Fragebögen dieser anonymen Eltern-Befragung</a> brachten folgende Ergebnisse: 82,8 % der trans Jugendlichen, deren Eltern an der Studie teilnahmen, waren weiblich geboren, zum Zeitpunkt der Datenerhebung durchschnittlich 16,4 Jahre alt und hatten zu über 62,5 % im Vorfeld die Diagnose einer psychischen Störung oder neurologische Entwicklungsstörung erhalten. Auch die Zusammensetzung der Peer-Groups wurde abgefragt: Bei 36,8 % der Jugendlichen identifizierte sich die Mehrheit des Freundeskreises ebenfalls als trans.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Aus diesen Ergebnissen leitete Littman die Hypothese von trans als soziale Ansteckung durch Peer-Gruppen-Phänomen (<em>&#8222;cluster outbreaks</em>&#8222;) und Social Media ab und gab dieser (in Anlehnung an der etablierten Begriff der Geschlechtsdysphorie) den Namen: ROGD – <em>rapid onset gender dysphoria</em>. Dazu mutmaßt sie, dass die Identifizierung als trans eine Bewältigungsstrategie sein könnte, um mit anderen psychischen Problemen oder negativen Emotionen umzugehen und zieht Vergleiche mit der sozialen Ansteckung bei Anorexie und selbstverletzendem Verhalten (siehe hierzu auch folgenden Artikel: <a href="https://debunking-moralpanic.de/gesamt/rogd-der-vergleich-mit-pro-ana/">Link</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Biased Resultate &#8211; und die berechtigte Kritik daran</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Die ROGD-Hypothese hat jedoch mehr als nur einen  Haken. Um mit dem Offensichtlichsten anzufangen: Es wurden so ziemlich alle befragt (Stichwort: <em>anonyme</em> Onlineerhebung) außer diejenigen, die es wirklich angeht &#8211; nämlich die betroffenen Jugendlichen selbst. Dies steht nicht nur der Aussagekraft der Studie entgegen, sondern widerspricht auch sämtlichen Grundsätzen einer partizipativen Forschung nach dem Motto: „<em>Nichts über uns ohne uns</em>“.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px"><a href="https://juliaserano.medium.com/everything-you-need-to-know-about-rapid-onset-gender-dysphoria-1940b8afdeba" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Aktivistin Julia Serano fasst die Kritikpunkte an der Studie zusammen</a>: Erstens ist die Studien-Plattform PlosOne, auf der Littman publizierte, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/PLOS_One" target="_blank" rel="noreferrer noopener">durchaus mit Vorsicht zu genießen</a>, zweitens ist aufgrund einer Korrelation zweier Faktoren (Geschlechtsinkongruenz des Teenagers und dazu viele trans Jugendliche im Freundeskreis) nicht auf eine etwaige Kausaliät zu schließen, in dem Sinne, dass ein Faktor den anderen ursächlich bedingt. Und drittens widerlegt Serano in ihrem Text das Argument der sozialen Ansteckung und führt den Vergleich mit der Entwicklung von Linkshändigkeit im 20. Jahrhundert an: Diese ist eklatant angestiegen, nachdem Linkshänder zu sein nicht mehr sozial stigmatisiert wurde und Menschen ihre natürliche Veranlagung nicht länger unterdrücken mussten.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Es ist davon auszugehen, dass sich Studienautorin Littman, die eine Professur an der renommierten Brown University, Rhode Island, innehat, der Problemfelder in der Aussagengenerierung und der eindeutigen Bias bzw. Voreingenommenheit der befragten Personen bewusst sein musste – und in Folge auch des sozialwissenschaftlich problematischen Untersuchungsdesigns. </p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Methodendesign, das bekannt vorkommt &#8230; </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Apropos Forschungsdesign: Lisa Littman schreibt gegen Ende der Studie über die Limitationen ihrer Forschung, deren Aufschlüsselung  (nicht nur) in der Sozialwissenschaft zu den Gepflogenheiten zählt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-palette-color-1-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph"><em>&#8222;Zu den Einschränkungen dieser Studie gehört, dass es sich um eine deskriptive Studie handelt und somit die bekannten Einschränkungen aller deskriptiven Studien bestehen. Es handelt sich nicht um eine Prävalenzstudie und es wurde nicht versucht, die Prävalenz von Geschlechtsdysphorie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu bewerten, die keine Symptome in der Kindheit gezeigt hatten. Ebenso konnten die Ergebnisse dieser Studie nicht aufzeigen, inwieweit das Auftreten von Symptomen der Geschlechtsdysphorie sozial vermittelt oder mit einem maladaptiven Bewältigungsmechanismus verbunden sein könnte, obwohl diese Hypothesen hier diskutiert wurden. Das Sammeln weiterer Daten zu den vorgestellten Themen ist eine wichtige Empfehlung für weitere Studien.&#8220;</em></p>
<cite>https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6095578/, Littman-Studie aus 2018; übersetzt ins Deutsche</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Zynische Leser  könnten diese Darstellung der Limitationen auch mit einem Webseiten-Disclaimer vergleichen, wo die vertretenen Meinungen lediglich die des Eigentümers darstellt.  Zumindest aber sind Littmans Limitationen ein dickes, fettes <em>Cave</em> im Umgang mit der Hypothese &#8211; das jedoch bewusst (?) vom Mainstream ignoriert wird, der ihre Aussagen unhinterfragt und dankbar repliziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Warum kommt diese Darstellung gerade so verdammt bekannt vor?</em> Richtig &#8230; es erinnert an die Vertreter der Rituelle-Gewalt-Mind-Control-These, die nach ähnlichem Muster zu arbeiten scheinen: Hier wie da existiert jeweils eine anonym auszufüllende Online-Befragung, die gezielt auf  Plattformen verbreitet wird, auf denen sich (nur) User bewegen, die eine ganz bestimmte Positionierung zu einem Thema haben. Und da wie dort werden die Ergebnisse 1:1 als angebliche &#8222;Beweise&#8220; für bestimmte Sichtweisen zigfach repliziert, obwohl sie eines nicht schaffen: nämlich Fakten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So führen Nick, Schröder et. al (siehe hierzu u.a.: <a href="https://dissoziationen.de/news/wenn-wahrheit-nebensache-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://dissoziationen.de/news/wenn-wahrheit-nebensache-ist/</a>) in ihrer Studie über rituelle Gewalt zum Thema Limitationen folgendes an:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-palette-color-1-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph">&#8222;Bei der Interpretation der Ergebnisse dieser Studie soll hervorgehoben werden, dass das Auswahlverfahren der „anfallenden Stichprobe“ keine speziellen Auswahlkriterien anlegt und somit weder besonders informationshaltige Fälle gewinnt, noch Fälle, die Repräsentativität für die Grundgesamtheit beanspruchen könnten. (&#8230;)&#8220;</p>
<cite><a href="https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/a-1123-3064">https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/a-1123-3064</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Aussage ist also &#8211; überspitzt formuliert -, dass man in Wahrheit nichts aussagen kann.</em> Doch dann ist es bereits zu spät &#8211; denn wer liest schon das Kleingedruckte im &#8222;Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen&#8220;, wenn es um Studien geht, die sich perfekt als Social Media-Appetithäppchen und mediale Munition eignen, um die eigenen Ansichten &#8222;perfekt&#8220;  zu untermauern? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Quod erat demonstrandum</em>. Oder eben nicht, denn um Beweise ging es nicht &#8211; in beiden Fällen sind es rein deskriptive (!) Daten, die etwas &#8222;belegen&#8220; sollen. Oder könnte es sein, dass da wie dort (bewusst) eine Hypothese in der Hoffnung in den Raum gesetzt wurde, dass ein paar Phrasen davon beim Leser hängenbleiben? Und in der Annahme, dass möglichst niemand kritisch (hinter)fragt: Im Fall der Satanic Panic, dass <a href="https://www.researchgate.net/publication/327721702_Organisierte_und_rituelle_Gewalt_in_Deutschland_Kontexte_der_Gewalterfahrungen_psychische_Folgen_und_Versorgungssituation" target="_blank" rel="noreferrer noopener">fast die Hälfte der Befragten</a> Satanismus als Täterzugehörigkeit für rituelle Gewalt angab &#8211; im Fall von ROGD, dass trans als Jugenddtrend auf sozialer Ansteckung basiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal in die Welt gesetzt, lässt sich weder die eine noch die andere Aussage mehr stoppen. Und <em>voilà</em> &#8211; die Zutaten einer Moralpanik sind bereit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es im Nachgang von Littman eine <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6424391/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Correction Notice</a> mit Klarstellungen gibt bzw. eine <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10508-023-02576-9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ähnliche Studie</a> von Diaz/Bailey <a href="https://katjat.medium.com/the-road-to-retraction-j-michael-bailey-and-rogd-9b0e89b8ba7b" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Juni 2023 zurückgezogen wurde</a> (wie im Falle der ROGD-Hypothese) oder dass <a href="https://dissoziationen.de/2023/03/20/um-den-heissen-brei-herum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Studienautor öffentlich zurückrudert</a>, und sagt, man habe <em>&#8222;keine Fakten präsentieren&#8220; </em>wollen (wie bei rituelle Gewalt-Mind Control geschehen) &#8211; wird zu oft geflissentlich überhört. Einmal in aller Munde ist eine Hypothese wie ROGD trotz Klarstellung nur schwer zu relativieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Irreversibler Schaden</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sichtweise von trans als &#8222;Trend&#8220; und soziale Ansteckung hat sich in den  Köpfen von Eltern, Radikalfeminst:innen (und teilweise auch anerkannten Skeptikern) eingebrannt. Dass dies heftige Konsequenzen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben kann, zeigt Julia Serrano auf:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-palette-color-1-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Es [die Hypothese; Anm.] bietet widerstrebenden Eltern einen Vorwand, die Geschlechtsidentität ihres Kindes nicht zu glauben und abzulehnen, unter der Annahme, dass es sich lediglich um ein Nebenprodukt von ROGD handelt. Es liefert auch eine Begründung dafür, die Interaktionen ihres Kindes mit Transgender-Kollegen und den Zugang zu Transgender-Informationen einzuschränken, da solche Dinge die angebliche Ursache der Erkrankung sind.“ </em></p>
<cite><em><a href="https://juliaserano.medium.com/everything-you-need-to-know-about-rapid-onset-gender-dysphoria-1940b8afdeba" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://juliaserano.medium.com/everything-you-need-to-know-about-rapid-onset-gender-dysphoria-1940b8afdeba</a>, übersetzt ins Deutsche</em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Der Schaden in der öffentlichen Wahrnehmung ist also angerichtet und fast scheint es, als sei er <em>irreversibel</em>. Ja, dies erinnert an den gleichlautenden Buchtitel von Abigail Shrier „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Irreversible_Damage"><em>Irreversible Damag</em>e</a>“ – bloß, dass es eben genau umgekehrt ist, als die Autorin Shrier es festzumachen glaubt. Mehr dazu in einem Folgeartikel.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>UPDATE JULI 2024: </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade ist ein <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s40211-024-00500-8">neuer Fachartikel zu diesem Thema erschienen</a>, der sich mit der Hypothese von Littman befasst und versucht, die beiden sehr konträren Sichtweisen übersichtlich darzustellen. Es wird u.a. folgende Überlegung angestellt, die über das Feld von ROGD hinausgeht: &#8222;<em>Do preexisting psychiatric conditions act as a catalyst for gender dysphoria or are they rather the consequence of a preexisting, yet unidentified, gender dysphoria?</em>&#8220; (ebd. S. 4). Hier sind wir beim bekannten &#8222;Chicken or egg&#8220;-Problem angelangt, das die Fragestellung beinhaltet, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei. Der vorliegende Fachartikel zitiert aktuelle Studien zu diesen Überlegungen. Danach werden &#8211; unter Vorbehalt wegen der zu geringen Datenmenge &#8211; die Befragungsergebnisse von de-trans Personen (detransitioners) über prä-existierende psychische Erkrankungen erwähnt bevor der Artikel auch auf das Peer-Gruppen basierte Konzept der sozialen Ansteckung hinweist und das Beispiel von Essstörungen bringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Fazit fordern die Autor:innen des Fachartikels eine breitere Forschung, um Littmans These zu untermauern oder zu widerlegen: <em>&#8222;In summary, it becomes clear that neither prematurely adopting ROGD as a valid explanatory model nor its hasty condemnation as transphobic is an appropriate response. It is hard to deny that Littman’s research has made an important contribution to the discourse. It is now the task of the scientific community to take up this contribution and build on it with further research.&#8220;</em> (ebd. S. 6f.) </p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px"><strong>Weiterführende Links:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li style="font-size:18px"><a href="https://feuerbringer.wordpress.com/2023/07/15/transphobie-psychologische-fachorganisationen-zu-rapid-onset-gender-dysphoria-rogd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Transphobie: Psychologische Fachorganisationen zu Rapid Onset Gender Dysphoria&nbsp;(ROGD)</a></li>



<li style="font-size:18px"><a href="https://www.watson.ch/wissen/analyse/372870434-rogd-studie-wie-ideologie-die-transgender-forschung-einschraenkt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ROGD-Studie abgeschossen – wie Ideologie die Trans-Forschung einengt</a></li>



<li style="font-size:18px"><a href="https://juliaserano.medium.com/everything-you-need-to-know-about-rapid-onset-gender-dysphoria-1940b8afdeba" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Alles, was Sie über schnell auftretende Geschlechtsdysphorie wissen müssen</a></li>



<li style="font-size:18px"><a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s10508-019-1453-2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Methodische Kritik an Littmans (2018) Elternberichten über „schnell einsetzende Geschlechtsdysphorie“</a></li>



<li style="font-size:18px"><a href="https://register.awmf.org/assets/guidelines/138-001l_S3_Geschlechtsdysphorie-Diagnostik-Beratung-Behandlung_2019-02.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit: S3-Leitlinie zur Diagnostik, Beratung und Behandlung</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/alle/rogd-eine-problematische-hypothese/">ROGD &#8211; eine problematische Hypothese</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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		<title>Michael Shermer und das Thema trans</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/transgender-transfeindlichkeit/michael-shermer-und-das-thema-trans/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 13:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3. Transgender und Transfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
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		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein Appell über den großen Teich nach Deutschland: „Lasst Politik aus dem Skeptizismus draußen und konzentriert euch auf Fakten, Beweise, kritisches Denken und die Förderung von Wissenschaft.“ Das wirft natürlich die Frage auf: Wie stark lässt Shermer selbst Politik außen vor, wenn er einen Artikel nach dem anderen über trans verfasst? Lässt es sich wirklich „unpolitisch“ (vulgo: skeptisch) über dieses Thema schreiben, wenn in den USA (aber nicht nur dort!) die Diskussionen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem politisch derart polarisierten Feld stattfinden bzw. von Teilen der Politik instrumentalisiert werden? Hierbei ist nicht reine Parteipolitik gemeint, sondern vor allem auch gesellschaftspolitische Strömungen wie die des radikalen Feminismus.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Michael Shermer und das Thema trans</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Wie positionieren sich US-amerikanische Skeptiker zum Thema trans? Im Jahr 2022 ist ein eigenes <a href="https://www.skeptic.com/magazine/archives/27.1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwerpunktheft des &#8222;Skeptic Magazine&#8220; zu dieser Thematik</a> erschienen, wo vier lange Artikel dieses Thema abhandeln. Sucht man den Tag „<em>transgender</em>“ auf der Webseite des Skeptic Magazine: <a href="https://www.skeptic.com/tag/transgender/">https://www.skeptic.com/tag/transgender/</a>, so taucht in der Autorenzeile bei fast jedem zweiten Artikel oder Video ein Name auf: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Shermer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Michael Shermer</a>. Der Gründer und Chefredakteur vom Skeptic Magazine, Wissenschaftshistoriker, Universitätslehrender, Journalist, Buchautor und Träger zahlreicher Auszeichnungen ist ein Schwergewicht in der internationalen Skeptiker-Szene. Ja, man könnte ihn anhand seines persönlichen Werdegangs vom evangelikalen Christen zum Skeptiker, Humanisten, Agnostiker und Atheist, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Shermer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie er sich selbst bezeichnet</a>, einen „Vorzeige-Skeptiker“ nennen. Seine Meinung hat Gewicht – und natürlich auch seine Positionierung zum Umgang mit trans in der (skeptischen) Wissenschaft. Dass er weltweiten Einfluss hat und sich natürlich auch zu den Belangen europäischer Skeptikervereine äußert, zeigt sein Tweet zur GWUP-Vorstandswahl aus dem Mai 2023:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">To paraphrase Hitch, &quot;woke poisons everything&quot;. It now appears that the German skeptics group <a href="https://twitter.com/gwup?ref_src=twsrc%5Etfw">@gwup</a> is being hijacked by woke activists. Not. Good. Leave politics out of skepticism &amp; focus on facts, evidence,  critical thinking &amp; the promotion of science.<a href="https://t.co/B7fXmHop48">https://t.co/B7fXmHop48</a></p>&mdash; Michael Shermer (@michaelshermer) <a href="https://twitter.com/michaelshermer/status/1661402743968509953?ref_src=twsrc%5Etfw">May 24, 2023</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Sein Appell über den großen Teich nach Deutschland: <em>„Lasst Politik aus dem Skeptizismus draußen und konzentriert euch auf Fakten, Beweise, kritisches Denken und die Förderung von Wissenschaft.</em>“ Das wirft natürlich die Frage auf: Wie stark lässt Shermer selbst Politik außen vor, wenn er einen Artikel nach dem anderen über trans verfasst? Lässt es sich wirklich <em>„unpolitisch“</em> (vulgo: skeptisch) über dieses Thema schreiben, wenn in den USA (aber nicht nur dort!) die Diskussionen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem politisch derart polarisierten Feld stattfinden bzw. von Teilen der Politik instrumentalisiert werden? Hierbei ist nicht reine Parteipolitik gemeint, sondern vor allem auch gesellschaftspolitische Strömungen wie die des radikalen Feminismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Um sich dieser Fragestellungen anzunähern, sollen im Laufe der Zeit Tweets von Michael Shermer wiedergegeben und unter einigen der folgenden Gesichtspunkten analysiert werden: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li style="font-size:18px"><strong>Trans und psychische Erkrankung</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Shermer über Abigail Shrier und ihr umstrittenes Buch &#8222;Irreversible Damage&#8220;</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Trans und die Dissoziative Identitätsstörung</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Frauenrechte versus trans Rechte</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Über Hassverbrechen gegen trans</strong> <strong>Personen</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Frauenräume und die Instrumentalisierung der Angst vor Übergriffen</strong></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px"><a href="https://tuckerlieberman.wordpress.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tucker Lieberman</a> fasst es in „Medium“ in wenigen Worten folgendermaßen zusammen, wenn er die Artikel im internationalen Skeptiker Magazin unter dessen Chefredakteur Michael Shermer kritisiert: Trans Personen sind in der Artikel-Serie im Skeptic Magazine nicht diejenigen, die die Debatte führen und &#8222;<em>das ist die Positionierung, die es transphob</em> macht&#8220;, wie Lieberman schreibt: </p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Here’s a 2022 issue of <a href="https://www.skeptic.com/magazine/archives/27.1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em><u>Skeptic Magazine</u></em></a>, based in the US and edited by </em><a href="https://tuckerlieberman.medium.com/denialism-self-awareness-92921dc26a95"><em><u>Michael Shermer</u></em></a><em>. The issue is devoted to “the Debate” over trans people. Trans people aren’t the ones conducting the debate in these pages, and that’s the positioning that makes it transphobic.“</em> (Quelle: <a href="https://tuckerlieberman.medium.com/transphobia-skepticism-4bfd9453e706" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vor allem skeptisch gegenüber Transsexuellen</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Shermer bezieht sich in seinem Artikel &#8222;<a href="https://michaelshermer.substack.com/p/what-is-a-woman-anyway" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What is a woman anyway</a>?&#8220; auf<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Matt_Walsh_(political_commentator)" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Matt Walsh</a>, einen US-amerikanischen politischen Kommentator und Autor, der dem politisch konservativen Flügel zuzuordnen ist. Dessen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/What_Is_a_Woman%3F#:~:text=What%20Is%20a%20Woman%3F%20is,%22What%20is%20a%20woman%3F%22" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Film &#8222;What is a Woman&#8220;</a> bildet den roten Faden für Shermers Artikel und er verweist häufig darauf. Dass Walsh jedoch seit langem bekannt dafür ist,  mit extrem transfeindlichen Aussagen um sich zu werfen, wird in Shermers Artikel mit keinem Wort erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Schließt sich also Shermer damit vielleicht sogar den transfeindlichen Äußerungen von Walsh an? Über Michael Shermers persönliche Sichtweise soll an dieser Stelle nicht spekuliert werden. Allerdings spricht ein Witz, den er als Bonmont in seinem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview mit Abigal Shrier</a> für &#8222;The Michael Shermer Show&#8220; eingebracht hat, für sich: </p>



<figure style="font-size:18px" class="wp-block-table"><table class="has-black-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background"><tbody><tr><td>&#8222;Ich erzähle Ihnen eine lustige Geschichte. Ich war etwa zur Hälfte mit Ihrem Buch fertig und ging zum Mittagessen mit einem alten Freund, und ich erzählte ihm von Ihrem Buch, und er sagte: Oh, ich kenne einen Mann mittleren Alters, der zu einer Frau transitioniert hatte, aber er war verheiratet und hatte drei Kinder, und seine Frau sagte: Na gut, solange du die Familie nicht kaputt machst, kannst du machen, was du willst. Du weißt, dass ich immer noch Sex mit dir haben will. Und er sagte: &#8222;Okay&#8220; und fing an, die Hormone zu nehmen. <br>Und nach Aussage meines Freundes war seine Frau erleichtert, weil er da unten kleiner geworden war, und das war, er war ein bisschen groß, für sie unangenehm, also war der Sex eigentlich besser. <br>Okay, aber dann sagte er irgendwann: Weißt du, ich identifiziere mich jetzt als Frau und ich würde gerne Sex mit einer Frau haben, einer lesbischen Frau. Und die Frau sagt: Okay, aber du hast immer noch einen Penis. Wenn du also lesbischen Sex mit einer Frau hast, aber deinen Penis in ihre Vagina steckst &#8211; ist das dann nicht Heterosex? Was bedeutet es, lesbisch zu sein, wenn man nur Heterosex hat? Und ich erinnere mich, dass ich nur dachte, meine Frau würde das nie machen &#8230; Entschuldigung für den Witz&#8230;&#8220; </td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc</a>, Minute 16.32 f., übersetzt ins Deutsche</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Eine Frage bleibt offen: Inwieweit ist Michael Shermers persönliche und offizielle Haltung (auf Basis der fürs Skeptic Magazin verfassten bzw. auf der Skeptiker-Webseite verlinkten Artikel und Videos) für die Position von Skeptiker-Organisationen in anderen Ländern maßgeblich? Wie sehen Skeptiker in Deutschland  seine Einstellungen &#8211; mit Zustimmung oder Distanz? Geht man rein nach der Anzahl der deutschen Twitter-Follower aus skeptischen Kreisen, scheint hierzulande die Zustimmung zu überwiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Wir werden uns, wie bereits erwähnt, in der kommenden Zeit mit einzelnen Themen zu trans, die Shermer selbst aufgegriffen hat, skeptisch und differenziert auseinandersetzen.</p>
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