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	<title>Skeptiker Archive - Analytische Kritik</title>
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	<title>Skeptiker Archive - Analytische Kritik</title>
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		<title>Skeptiker-Echokammer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 15:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin überzeugt, dass all die Skeptiker, egal welche, selbst nicht daran glauben, verantwortliche Aufklärung zu betreiben. Sie stehen alle einfach nur im Rampenlicht ihres eigenen Egos...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/skeptiker-echokammer/">Skeptiker-Echokammer</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Über die Jahre hab ich sehr viel Content von sogenannten Skeptikern angesammelt, gespeichert und leider auch meinen Algorithmus darauf ausgerichtet. Gerade jetzt die Tage, wo ich mich dem Internet (ausgenommen soziale Netzwerke wie X und FB) wieder annähere, scheint dieser Content allumfassend zu sein. Jedes Mal, wenn ich darauf stoße, hab ich sofort die Assoziation „alte weiße Männer“ im Kopf, dabei fand ich dieses Gerede von alten weißen Männern immer nur dumm. Ja: DUMM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht aber auch gerade deswegen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin überzeugt, dass all die Skeptiker, egal welche (oh, es gibt viele, die sich so nennen und/oder sehen), selbst nicht daran glauben, verantwortliche Aufklärung zu betreiben. Sie stehen (fast?) alle einfach nur im Rampenlicht ihres eigenen Egos und möchten gerne als die Wissenden, die Kritischen, die Seriösen, die Sachlichen, die Objektiven (noch mehr?) gesehen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hab ich ein persönliches Problem mit Skeptikern? Mit einigen wenigen ja, mit den meisten nicht. Trotzdem generalisiere ich, weil ich keine (kaum eine) Ausnahme finden kann. Ich habe vielleicht nicht lange, also mitnichten viele Jahre, aber dennoch sehr intensiv hinter die Kulissen geschaut, um zu wissen, die allermeisten verfolgen ihre eigene Agenda. Die allermeisten sind in abstoßender Manier überheblich, von sich selbst überzeugt und nutzen Phrasen, die bei jedem Übelkeit erzeugen würden, wenn man davon erfährt.<br>So las ich letztens die offenherzigen Skeptiker – ja, es gibt auch die lächelnd Gemimten –, wie sie von den Gruftihaltern sprachen, womit sie ME/CFS-Betroffene meinten. Oder man sprach von einer Plage, womit man sich auf dieselben bezog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ach, solche Skeptiker stoßen sich doch selbst ins Aus, also was soll dieses Schnauben hier?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich rede aber nicht nur von diesen sich-selbst-ins-Aus-schießenden. Ich rede von (fast?) allen, die irgendwelchen Skeptiker-Organisationen oder Bewegungen angehören. Sie sind ableistisch, sie sind transfeindlich, sie sind opferfeindlich, ja selbst dann, wenn sie vorgeben, Opferschutz zu betreiben. Sie geben es eben nur vor, und genau das meine ich, wenn ich sage, sie verfolgen ihre eigene Agenda.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich aber mittlerweile wirklich wurmt, ist, dass fast jeder Dr.; Prof.; oder wasauchimmer für ein Fachmann irgendeinen Bullshit über fachfremde Themen von sich gibt, die er als wissenschaftlich deklariert, weil er selbst ja irgendein Dr. Dr. Hans Joseph ist. Wie lachhaft und lächerlich ist das denn bitte?<br>Als Beispiel führen sich plötzlich Skeptiker als die AI-Kenner auf, obwohl sie noch nicht mal wissen, wie man „Programmierung“ schreibt. Entsprechend ist auch der Inhalt Unsinn, um es mildefreundlich zu formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist genau das ärgerlich, denn man propagiert, wissenschaftliche Aufklärung zu betreiben!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einen <a href="https://www.youtube.com/@quarkssciencecops" target="_blank" rel="noreferrer noopener">YouTube-Kanal</a>, auf dem die Science-Cops Aufklärung betreiben. Am liebsten würde ich all die Skeptiker – ob einem Verein angehörend oder nicht – dort in Schulung schicken, denn was sie ausmacht, ist so simpel, so einfach und doch so gut. Sie sind respektvoll. Man würde niemals Bezeichnungen wie „Schwurbler“ von den beiden hören oder lesen, und das nicht nur, weil die ARD dahintersteht. Diesen beiden Personen nehme ich zu 100 % ab, respektvoll zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Skeptiker aber nennen Andersdenkende und Kritiker genauso Schwurbler wie Bhakdi und Co, nachdem diese sich in menschenverachtende Corona-Verschwörungstheorien hineingesteigert haben. Sie befinden sich in ihrer eigenen Echokammer und perfektionieren seit Jahrzehnten ihren beleidigenden Wortschatz, der in erster Linie demütigen und klein machen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum denn nun eigentlich mein Entrüstungs-Schwall?<br>Weil ich nach Jahren endlich wieder bei MIR angekommen bin und mir vieles sauer aufstößt, was in genau der Zeit, da mich die Ohnmacht und Hilflosigkeit heimgesucht haben, geschah. Völlig egal, ob das privat, öffentlich, real oder digital gewesen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube kaum, dass ich mich je wieder selbst verlieren werde, so, wie es in den letzten Jahren geschah. Wie ich bereits in einem anderen Beitrag schrieb: <em>„Ich werde mich selbst festhalten, ich bleibe bei mir.“</em> (<a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/schutz-in-der-psychiatrie/">Hier</a>)</p>
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		<title>Hegedüs Psiram Analysis</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 19:28:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[6. Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[6.4. Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[ME/CFS]]></category>
		<category><![CDATA[N. Grams]]></category>
		<category><![CDATA[Psiram]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>"Das wird vielleicht das Video sein, nach dem mich jemand totschlägt."</p>
<p>So beginnt ein Video, das vorgibt, aufzuklären – und in Wahrheit einen Angriff tarnt. Nicht auf eine Theorie. Nicht auf eine Studie. Sondern auf eine Patient:innengruppe.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/">Hegedüs Psiram Analysis</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Hegedüs Psiram Analysis</h2>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Protokoll einer Diskursoperation</h3>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">GWUP Mitglied Dr. Hegedüs, Psiram und die Pathologisierung von ME/CFS-Betroffenen</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=UHDL-s3FdjI" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="571" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-1024x571.jpg" alt="" class="wp-image-1649" style="width:275px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-1024x571.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-300x167.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild-768x428.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/video-bild.jpg 1148w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=UHDL-s3FdjI" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video von Hegedüs auf YouTube</a> </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a796db47848e&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a796db47848e" class="aligncenter size-full is-resized wp-lightbox-container"><img decoding="async" width="371" height="356" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7204-Sep.-02-19.21.jpg" alt="" class="wp-image-1652" style="width:268px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7204-Sep.-02-19.21.jpg 371w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7204-Sep.-02-19.21-300x288.jpg 300w" sizes="(max-width: 371px) 100vw, 371px" /><button
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</div>



<h5 class="wp-block-heading">1. Auftakt: Das Selbstopfer als rhetorisches Schild</h5>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Das wird vielleicht das Video sein, nach dem mich jemand totschlägt.&#8220;</em></p>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size wp-block-paragraph">(<strong>Nachtrag 05.09.2025</strong>. <a href="#Änderung">Dieser Einstieg wurde im Nachhinein geändert, siehe mein Nachtrag unten</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">So beginnt ein Video, das vorgibt, aufzuklären – und in Wahrheit einen Angriff tarnt. Nicht auf eine Theorie. Nicht auf eine Studie. Sondern auf eine Patient:innengruppe. Die Botschaft ist klar: Wer widerspricht, wird als irrational, hysterisch, gefährlich markiert. Schon in den ersten Sekunden wird jede Kritik als Eskalation geframt. Diese Immunisierungsstrategie ist bekannt. Sie stammt aus den dunkleren Ecken pseudorationaler Diskursführung – <a href="https://forum.psiram.com/index.php?topic=18194.0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psiram</a> hat sie kultiviert. Hegedüs inszeniert sie klinisch rein.</p>



<h5 class="wp-block-heading">2. Der gestellte Erkenntnisverlust</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Hegedüs behauptet, zwei Jahre lang versucht zu haben, ME/CFS zu verstehen. Ergebnis: Nichts begriffen. Die Literatur widersprüchlich. Die Expert:innen unzugänglich. Die Betroffenen zu emotional. Dieses angebliche Scheitern ist keine Schwäche – es ist Strategie. Denn es macht ihn zum &#8222;ehrlich Suchenden&#8220;, immunisiert gegen Widerspruch und öffnet die Tür zur nächsten Stufe: De-Legitimierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Vielleicht liegt es an meiner Unfähigkeit… vielleicht habe ich Vorurteile.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Sätze wirken wie Selbstzweifel – sind aber perfide. Sie machen jede Kritik zu ungerechtfertigter Härte. Wer widerspricht, tritt auf einen bereits Selbstverunsicherten ein. Gleichzeitig wird so die These vom psychischen Ursprung eingeleitet – durch die Hintertür.</p>



<h5 class="wp-block-heading">3. Die Psychofalle: Framing durch Pathologisierung</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Das Vokabular ist verräterisch. Dutzende Male werden Begriffe wie &#8222;psychisch&#8220;, &#8222;Depression&#8220;, &#8222;Übertreibung&#8220;, &#8222;Identitätsstiftung&#8220; oder &#8222;sektenhafte Gruppen&#8220; verwendet. Es wird kein Nachweis geführt – aber ein Diskursraum eröffnet, in dem ME/CFS zu einer funktionellen Störung umetikettiert wird. Nicht evidenzbasiert, sondern rhetorisch.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="824" height="166" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21.jpg" alt="" class="wp-image-1651" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21.jpg 824w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21-300x60.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7205-Sep.-02-19.21-768x155.jpg 768w" sizes="(max-width: 824px) 100vw, 824px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist kein Zufall. Das ist funktionale Kontinuität. Psiram spricht es roh aus. Hegedüs serviert es mit weißem Kittel.</p>



<h5 class="wp-block-heading">4. Die Demontage der Betroffenenstimme – am Beispiel Nathalie Grams</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Nathalie Grams wird in Hegedüs Video zunächst mit einem Anschein von Respekt eingeführt – als „geschätzte Kollegin“, als Mutter, als jemand, der mit Energie und öffentlicher Präsenz gegen das Unverständnis rund um ME/CFS kämpft. Doch diese scheinbar wohlwollende Einleitung dient letztlich nur der Vorbereitung auf ihre Demontage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grams Instagram-Videos, die ein Versuch sind, komplexe und unsichtbare Krankheitserfahrungen emotional greifbar zu machen, werden nicht inhaltlich analysiert, nicht als Ausdruck von Leid oder Aufklärung betrachtet, sondern abgewertet: Sie seien „schlecht“ und „kontraproduktiv“. Eine Begründung für dieses Urteil bleibt Hegedüs schuldig. Stattdessen verschiebt sich der Fokus subtil, aber gezielt: Weg von der Erkrankung – hin zur Person.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Stimme wird zunächst hörbar gemacht, nur um sie danach durch Begriffe wie „Frust“, „emotionale Reaktion“ und „Übertreibung“ zu entwerten. Ihre Ausdrucksform wird als irrational, überzogen, unausgewogen dargestellt. Der Trick liegt im Doppelschritt: Erst Empathie andeuten – dann Rationalität einfordern, die im Krankheitsfall kaum messbar ist. Was nicht messbar ist, kann diskreditiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hegedüs-Frame: <em>„Solche Videos helfen niemandem.“</em><br>Subtext:<em> „Wer so spricht, kann nicht ernst genommen werden.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vorgehensweise entspricht exakt dem klassischen Psiram-Frame, der emotional kommunizierende Betroffene in eine „Opferrolle“ drängt, um sie dann für genau diese Rolle zu kritisieren. Die Analogie ist offensichtlich: Erst pathologisieren – dann diffamieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Screenshot aus dem Psirams-Forum über N. Grams. </em></p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a796db47a0a0&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a796db47a0a0" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="340" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-1024x340.jpg" alt="" class="wp-image-1657" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-1024x340.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-300x100.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1-768x255.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/2-Zimtspinne-1-1.jpg 1494w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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		</button></figure>



<h5 class="wp-block-heading">5. Die Pseudo-Balance: Wenn alles wahr ist, ist nichts mehr gültig</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Videos das scheinbare Innehalten: Rhetorische Konstruktionen wirken differenziert – sind aber ein Taschenspielertrick. Sie setzt zwei Dinge gleich, die epistemisch nicht gleichwertig sind. Wissenschaftlich abgesicherte Forschungsansätze auf der einen Seite. Populistische Psychologisierungen auf der anderen. Wer beides als gleich plausible Optionen präsentiert, betreibt keine Aufklärung – sondern Definitionsterror.</p>



<h5 class="wp-block-heading">6. Fazit: Kein Missverständnis. Eine Operation.</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Hegedüs Video ist keine persönliche Meinungsäußerung. Es ist ein strategisches Framing-Dokument, das exakt in die Linie von Psiram und dem kulturkämpfenden Teil der GWUP passt. Die Parallelen sind nicht zufällig. Sie sind funktional.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ME/CFS-Betroffene delegitimieren</li>



<li>Forschung unter Verdacht stellen</li>



<li>Betroffenengruppen psychologisieren</li>



<li>Öffentlichkeit mit Unsicherheit sättigen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein Versuch, Definitionsmacht zurückzuerobern. Und das wird nicht unbeobachtet bleiben.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Video von Dr. Hegedüs in seiner politischen und strategischen Dimension zu verstehen, muss man den Kontext kennen, in dem es veröffentlicht wurde. Denn dieses Video steht nicht im luftleeren Raum. Es spiegelt eine Haltung wider, die in einer bestimmten Szene seit Jahren kultiviert wird – im Zusammenspiel der <a href="https://www.gwup.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">GWUP</a> (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und der anonym betriebenen<a href="https://forum.psiram.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Plattform Psiram</a>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">GWUP und Psiram</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn beide Projekte formal voneinander getrennt agieren, ist die personelle und ideologische Überschneidung nicht zu leugnen. Psiram seziert systematisch genau jene Themen, die auch die GWUP im Visier hat: Zunehmend gesellschaftspolitische Themen wie Genderfragen, Transrechte, Long Covid, ME/CFS oder postvirale Erkrankungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die GWUP sich einen rationalen, „wissenschaftlichen“ Anstrich gibt, fungiert Psiram als anonymer, aggressiver Arm im Schatten: Der Ton ist schärfer, die Sprache enthemmter, die Diffamierung direkter.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="Besonders">Besonders deutlich wurde diese Verbindung im Vorfeld der GWUP-Vereinswahl 2023/2024. Im Jahr 2023 war ich nicht nur anonyme Beobachterin. Ich war selbst im Psiram-Forum aktiv. Wochenlang, beinahe über Monate, habe ich mich in Diskussionen eingebracht, mitgedacht – und wurde dafür fast schob überschüttet mit Zustimmung und Lob. Solange meine Beiträge ins Weltbild passten, war ich willkommen. Irgendwann aber begann ich zu sehen, was dort (und anderswo) passiert. Ich erkannte die Muster – wie Debatten manipulativ gelenkt, wie Personen gezielt ausgegrenzt, wie Informationen geframt werden. Als ich den Mechanismus durchschaut hatte, sprach ich es offen und kritisch an. Von da an kippte es. Irgendwann hieß es nur noch:<em> „Deine Krankheiten schützen dich nicht immer und/oder nicht vor allem.“</em> Ich empfand das als Drohung. Und ja, ich denke, das war es wohl auch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um aber nicht vom Thema abzukommen: Psiram betrieb über ein Jahr hinweg eine aggressive Wahlkampagne, die fast ausschließlich darauf zielte, kritische, progressive Stimmen in der GWUP zu diffamieren – und stattdessen Kandidaten zu promoten, die dem „neuen Kurs“ entsprechen. Viele dieser Kandidaten, darunter auch Dr. Hegedüs, gelten inzwischen als Gesichter des neuen, kulturkämpferischen GWUP-Kurses.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Psiram als Gefahr für Betroffene</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Was Psiram so gefährlich macht, ist nicht nur der Inhalt, sondern die Struktur. Die Seite ist anonym, sie duldet keine konstruktive Gegendarstellung, keine Korrektur. Die Texte sind oft unsauber belegt, spekulativ oder hoch suggestiv – aber sie erscheinen im Ton der vermeintlichen Wissenschaftlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich kokettiert Psiram offen mit seiner Rolle als Prangerplattform. Beiträge werden bewusst emotional zugespitzt, um Wut zu erzeugen: auf &#8222;rechter&#8220;, aber auch auf „linker Seite“, wie man in älteren Threads nachlesen kann. Das Ziel: Empörungswellen statt Diskussion. Wer betroffen ist, hat kaum eine Handhabe. Der Server von Psiram steht vermutlich im Ausland, was rechtliche Schritte nahezu aussichtslos macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders perfide: Auch Krankheitsbetroffene wie Nathalie Grams werden zum Ziel – obwohl sie weder öffentliche Machtpositionen noch politischen Einfluss besitzen. Ihr Beispiel zeigt, wie schutzlos Einzelne gegenüber dieser Form des Rufmords stehen – selbst wenn sie selbst medizinisch vorgebildet und im öffentlichen Diskurs geübt sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hegedüs, GWUP und Psiram: Öffentliche Spuren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Hier nun einige Beispiel-Screenshot, die aufzeigen, warum ich persönlich annehme, dass das hier eine Zusammenarbeit zwischen Psiram, GWUP und dem GWUP-Mitglied Hegedüs ist.  </p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a796db47b889&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a796db47b889" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="112" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-1024x112.jpg" alt="" class="wp-image-1654" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-1024x112.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-300x33.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024-768x84.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/001-eLender-GWUP-21-Juni-2024.jpg 1189w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a796db47c2a8&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a796db47c2a8" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="126" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-1024x126.jpg" alt="" class="wp-image-1655" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-1024x126.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-300x37.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1-768x95.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/01-eLender-GWUP1.jpg 1160w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a796db47cccd&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a796db47cccd" class="wp-block-image size-large wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="233" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-1024x233.jpg" alt="" class="wp-image-1656" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-1024x233.jpg 1024w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-300x68.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt-768x174.jpg 768w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/1-zimt.jpg 1101w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><button
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Weiterlesen: </strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://scienceandsenseblog.wordpress.com/2025/07/31/wenn-skepsis-zur-verweigerung-wird-eine-replik-auf-psirams-me-cfs-serie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wenn Skepsis zur Verweigerung wird – eine Replik auf Psirams&nbsp;ME/CFS-Serie</a> </li>



<li><a href="https://web.archive.org/web/20250908134838/https://scienceandsense.de/2025/09/07/das-thema-me-cfs-auf-youtube-eine-diskursanalyse/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Thema ME/CFS auf Youtube – eine Diskursanalyse</a></li>



<li><a href="https://analytische-kritik.de/verschiedenes/skeptiker-verschiedenes/psirams-mecfsreihe/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Psiram ME/CFS Serie</a> &#8211; eigener Beitrag</li>
</ul>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag 05.09.2025: </strong></p>



<h6 class="wp-block-heading" id="Änderung">Wie Hegedüs sein eigenes Video umschreibt</h6>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Dr. Hegedüs hat nach Kritik an seinem Video über ME/CFS die Einleitung entfernt. </p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">In den ersten Sekunden sprach er davon, dass ihn „vielleicht jemand totschlägt“ und bat darum, „den ersten Stein nicht zu werfen“. Dieser Auftakt war ein rhetorisches Manöver: Er inszenierte sich als bedrohtes Opfer, bevor er überhaupt inhaltlich begann. Jede Reaktion auf sein Video wurde so von Anfang an als Eskalation geframt.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Jetzt, nach der massiven Kritik, ist dieser Teil verschwunden. In der Videobeschreibung heißt es nur lapidar, er habe <em>„einige unnötige Formulierungen entfernt“.</em> Das klingt nach sprachlicher Straffung – verschweigt aber, dass die zentrale Rahmung des ganzen Videos damit getilgt wurde.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"></p>



<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6a796db47dcc9&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6a796db47dcc9" class="wp-block-image size-full is-resized wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="844" height="258" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37.jpg" alt="" class="wp-image-1672" style="width:507px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37.jpg 844w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37-300x92.jpg 300w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2025/09/ScreenHunter_7306-Sep.-05-15.37-768x235.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 844px) 100vw, 844px" /><button
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<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/skeptiker-verschiedenes/hegdeus-psiram-analysis/">Hegedüs Psiram Analysis</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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		<title>Ein Buch, das schadet: „Irreversible Damage“</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/alle/ein-buch-das-schadet-irreversible-damage/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2024 13:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3. Transgender und Transfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Abigail Shiers]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Shermer]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
		<category><![CDATA[Trans Feindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interessant ist, dass diese haltlosen Vergleiche ausgerechnet aus dem Mund eines Skeptikers kommen, der sich klare Wissenschaftsorientierung und Faktenbasiertheit auf die Fahnen geschrieben hat. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/alle/ein-buch-das-schadet-irreversible-damage/">Ein Buch, das schadet: „Irreversible Damage“</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Ein Buch, das schadet: „Irreversible Damage“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Die nicht anerkannte ROGD-Hypothese erhielt im Jahr 2020 durch das Buch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Irreversible_Damage" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;<em>Irreversible Damage</em>&#8220; von Abigail Shrier</a> große Verbreitung, das nun im <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kopp-verlag-profitiert-von-fluechtlingskrise-14890834.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kopp Verlag</a> auf Deutsch erschienen ist – ein Verlag, der für die Veröffentlichung von verschwörungstheoretischen Werken bekannt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Warum Abigail Shriers Buch äußerst problematisch ist, untersucht dieser Artikel.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Es ist eine Geschichte, die Amerikaner hören müssen</em>“, setzt die Abigail Shrier, die übrigens weder Psychologin noch Medizinerin ist, sondern Rechtswissenschaft studiert hat, ihr Buch von Anfang an in einen emotional geframten Rahmen. Dazu streut sie eine Menge an Einzelfalldarstellungen ein. Wenn die Autorin über trans als „<em>Wahn</em>“ („<em>transgender craze</em>“) und „<em>von Internet-Gurus inspiriertes Mimikry</em>“ schreibt, ist sie alles andere als neutral. Im Gegenteil: Sie scheint auf einem emotionalisierten Kreuzzug gegen trans zu sein und heftet sich Kinderschutz auf die Fahnen. Hierbei geht es ihr vor allem um „<em>junge Teenager-Mädchen mit Problemen</em>“, die von einem vermeintlichen Hype angelockt werden („<em>lure troubled young girls</em>“; S. 16), der ihnen durch die Identifikation mit trans Freiheit von Angst und ein Zugehörigkeitsgefühl verspricht: <em>„For these girls, trans identification offers freedom from anxiety’ relentless pursuit; it satisfies the deepest need for acceptance, the thrill of transgression, the seductive lilt of belonging.“</em> (S. 15)</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Soziale Ansteckung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Shriers Buch gründet auf der Hypothese der sozialen Ansteckung. Trotz der heftigen Kritik aus Fachkreisen an ROGD (siehe dazu auch: <a href="https://analytische-kritik.de/moral-panic/rogd/rogd-eine-problematische-hypothese/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">LINK</a>), die Shrier übrigens als Ausdruck einer „Kultur des Schweigens“ bezeichnet, übernimmt sie 1:1 diese Thesen und betont den Einfluss von Social Media und Peer Groups als Ursache für trans.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Hier stellt sich zuerst einmal die Frage, was unter dem Begriff der sozialen Ansteckung konkret gefasst werden kann:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-dark-gray-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Unter sozialer Ansteckung wird der Prozess verstanden, in dem eine Person eine Idee, ein Motiv oder ein Verhalten von einer anderen Person übernimmt (&#8230;), meist wird als Voraussetzung für diese Übertragung die soziale Ähnlichkeit zwischen den beiden Akteuren angenommen, die die Übernahme wahrscheinlicher macht. Sozialepidemiologische Studien konnten zeigen, dass sich Netzwerkpartner häufig ähnlich verhalten und ähnliche Gesundheitsgefährdungen aufweisen (…) Diese Befunde werden oft mit dem Mechanismus der (sozialen) Ansteckung (contagion) erklärt, wobei nicht selten offen bleibt, wie genau vor allem die sozialen Ansteckungsprozesse ablaufen oder wirken.“ </em></p>
<cite><em><a href="https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn061653.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn061653.pdf</a></em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Genau das ist jedoch der springende Punkt: Soziale Ansteckung wird oft schwammig oder metaphorisch benutzt ohne die genauen Wirkmechanismen definieren zu können. Auch die essenzielle Unterscheidung zwischen <em>begünstigenden</em> Faktoren versus kausal <em>auslösenden</em> Faktoren unterbleibt oder wird in einen Topf geworfen: Indem Shrier trans in die vermeintliche Schublade „sozial ansteckende“ Problembewältigungsstrategie schiebt, spricht sie trans als Selbstdefinition deren Identitätsgrundlage ab. Mehr noch: Die Autorin versucht trans-Sein unter Jugendlichen als Modeerscheinung und psychische Erkrankung zu framen und schreckt auch nicht vor fehlerhaften Analogieschlüssen zurück:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-dark-gray-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Ein besserer Vergleich sind die Hexenjagden der Heiligen Inquisition, oder Modekrankheiten wie die Nervenleiden des 18. Jahrhunderts, die Nervenschwäche des ausgehenden 19. Jahrhunderts, oder die Magersucht, Bulimie, und das „Ritzen“ im 20. Jahrhundert. Die Hauptrolle spielt dabei eine Darstellerin, die stets gern ihr eigenes Leid und ihren Schmerz in den Mittelpunkt stellt: Das Teenager-Mädchen. Ihr Leid ist sicher echt. Aber in jedem dieser Fälle kommt sie zu einer falschen Selbstdiagnose – es ist eher die Kombination von Einbildung und Einwirkung von außen, als eine psychologische Tatsache. Vor dreißig Jahren hätten sich solche Mädchen vielleicht bis auf die Knochen abgemagert, und sich dabei eine Fettabsaugung gewünscht. Vor zwanzig Jahren hätten solche Mädchen vielleicht eine „unterdrückte Erinnerung“ an Kindesmissbrauch entdeckt. Die neue Teenagermode heißt nicht „vom Teufel besessen sein“, sondern „Genderdysphorie“ und die Heilung heißt nicht Exorzismus, Abführmittel oder Fasten – sondern Testosterontherapie und die „Obenrum-OP“.“</em> </p>
<cite>Abigail Shrier, Irreversible Damage, S. 10 f.; übersetzt ins Deutsche</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Was US-Skeptiker dazu sagen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Genau in diese Kerbe schlägt auch die Argumentation von „US-Vorzeige-Skeptiker“ Michael Shermer: Für seine &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Michael Shermer Show</a>&#8220; interviewt der Herausgeber des Skeptic Magazine Abigail Shrier ausführlich über ihr Buch und vergleicht die These der sozialen Ansteckung mit der Bewegung von „<em>wiederentdeckten Erinnerungen</em>“ aus den 1990ern (vgl<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">. Minute 23:52 f</a>.) und in Folge auch mit der Satanic Panic (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minute 1:23:10 f.</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Interessant ist, dass diese haltlosen Vergleiche ausgerechnet aus dem Mund eines Skeptikers kommen, der sich klare Wissenschaftsorientierung und Faktenbasiertheit auf die Fahnen geschrieben hat. Dass ROGD von führenden Wissenschaftlern, Expertengremien und Berufsverbänden unisono abgelehnt wird, dürfte ihm bestimmt zu Ohren gekommen sein. Dennoch stellt er sich in seiner Positionierung hinter Abigail Shriers Buch und lässt in selbstimmunisierender Weise jegliche Kritik daran bzw. an der ROGD-Hypothese sofort abprallen. So wurde <a href="https://www.skeptic.com/reading_room/trans-science-review-of-abigail-shier-irreversible-damage-transgender-craze-seducing-our-daughters/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auf der Webseite des amerikanischen Skeptic Magazine</a>, einer richtungsweisenden Zeitschrift für die internationale Skeptikerszene, eine positive Buchkritik zu Shriers Werk veröffentlicht, die zuvor <a href="https://sciencebasedmedicine.org/the-science-of-transgender-treatment/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">von der Seite „Science Based Medizine“  entfernt</a> worden war. Was diese tendenziöse Haltung entgegen jeglicher wissenschaftlicher Beweisbarkeit auf einer Skeptiker-Webseite zu suchen hat, bleibt fraglich.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Doch zurück zu Abigail Shrier und den Details ihrer manipulativ-einseitigen Argumentation:</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Warum trans und Pro Ana nicht vergleichbar sind</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Abigail Shrier baut ihr Buch rund um die Argumentation auf, dass Mädchen im Teenager Alter, die psychische Probleme haben, sich zunehmend als trans identifizieren. Zur Untermauerung bringt Shrier auf zahlreichen Buchseiten den Vergleich zu Essstörungen: Magersüchtige sind z.B. davon überzeugt, ihre Essstörung würde all ihre Probleme lösen. Diese Denkweise überträgt sie auf trans, dass junge Mädchen davon ausgehen, eine Geschlechtsumwandlung würde all ihre Probleme lösen. <em>„Viele wollen nicht Mann sein, sondern nur dem Frau-Sein entkommen“</em> (vgl. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Min 52.30</a>, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Michael Shermer Show</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Hierbei geht die Autorin in Folge noch einen Schritt weiter und vergleicht trans Influencer auf Social Media mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pro-Ana" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pro Ana</a>-Webseiten, also Blogs, Foren o.ä., die Anorexie teilweise als Lifestyle glorifizieren. Hierzu schreibt Shrier:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-dark-gray-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Die Pro-Anorexie-Seiten ähnelten einer Reihe von Videos, die das Internet zu kolonisieren begannen: Social-Media-Seiten von Trans-Influencern, in denen geborene Mädchen, die sich selbst als &#8222;Transgender-Jungen&#8220; oder &#8222;Trans-Männer&#8220; bezeichnen, damit prahlen, wie sehr sich ihr Leben verbessert hat, seit sie mit einer Testosteronkur begonnen haben. Der Rausch, den es ihnen verschafft, die Freude über die &#8222;glückliche Spur&#8220; dunkler Haare auf ihrem Bauch, das Verschwinden &#8211; wie sie betonen &#8211; aller sozialen Ängste.“</em></p>
<cite>Abigail Shrier, Irreversible Damage, S. 50 f.; übersetzt ins Deutsche</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Dieser Vergleich mit der Pro-Ana-Bewegung greift allerdings zu kurz bzw. rückt die Identifizierung als trans in die Nähe einer psychischen Erkrankung – ein fataler Rückschritt, der dem aktuellen wissenschaftlich-medizinischen Konsens entgegensteht. Das seit 2022 gültige ICD-11 hat Geschlechtsinkongruenz entpathologisiert, diese ist nicht mehr als psychische Störung eingeordnet sondern als „<a href="https://medicalforum.ch/de/detail/doi/smf.2023.09300" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zustand mit Bezug auf die sexuelle Gesundheit</a>“. Doch diesen Aspekt lässt Abigail Shrier in ihrem Vergleich (bewusst?) außen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Dass ihre Argumentation zu sozialen Medien und Essstörungen nicht haltbar ist, zeigen auch Forschungen zur Entstehung von Essstörungen, die klar zwischen prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenen Faktoren unterscheiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">In <a href="https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0272735810001996?via%3Dihub" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studien</a> wird das Augenmerk bei Pro-Anorexie-Seiten bzw. Austauschgruppen auf Verstärker-Effekte für die Essstörung gelegt bzw. dass diese der Aufrechterhaltung der Erkrankung durch verspätetes oder unterbliebenes Suchen nach professionellen Hilfsangeboten dienen. Der Einfluss sozialer Medien ist Verstärker, aber nicht (alleiniger) Verursacher einer Esstörung, ist das klare Fazit:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-dark-gray-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Social Media Aktivität alleine begründet keine Essstörung. Viele Jugendliche erkranken nicht. Essstörungen entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener bio-psycho-sozialer Faktoren. Die Erkrankung stellt einen Lösungsversuch dar und ist Ausdruck tieferliegender Konflikte und Belastungen. Bei individueller Verletzlichkeit, Vorbelastung oder manifestierter Essstörung können soziale Medien ein relevanter Faktor sein, der die Erkrankung auslöst, verstärkt oder zur Aufrechterhaltung beiträgt.“</em> </p>
<cite><a href="https://www.konturen.de/kurzmeldungen/essstoerungen-und-soziale-medien/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.konturen.de/kurzmeldungen/essstoerungen-und-soziale-medien/</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Eine ähnliche <a href="https://www.cambridge.org/core/journals/psychological-medicine/article/cutting-nonsuicidal-selfinjury-nssi-on-instagram/600ED6C6856EE21B7E875F08CB088DDB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Studie der Universität Ulm</a> untersuchte die Darstellung von Selbstverletzungen auf Instagram (mittlerweile versucht die Plattform durch Löschen solcher Fotos dagegen vorzugehen):</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-dark-gray-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Die Ulmer Forscher suchten zudem nach Hinweisen, die auf soziale Ansteckung schließen ließen. Im persönlichen Kontakt zwischen Jugendlichen, die selbstverletzendes Verhalten zeigen, spielen Nachahmungseffekte bekanntermaßen eine große Rolle. Die vorgelegte Studie konnte solche Effekte nicht direkt nachweisen. Allerdings sehen die Wissenschaftler in dem Zusammenhang zwischen Verletzungsschwere und Nutzerreaktionen deutliche Hinweise auf soziale Verstärkungseffekte in Sozialen Medien.“</em></p>
<cite><a href="https://www.uni-ulm.de/home/uni-aktuell/article/ritz-bilder-auf-dem-smartphone-ulmer-studie-zu-selbstverletzendem-verhalten-auf-instagram/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.uni-ulm.de/home/uni-aktuell/article/ritz-bilder-auf-dem-smartphone-ulmer-studie-zu-selbstverletzendem-verhalten-auf-instagram/</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Auch im Bereich des selbstverletztenden Verhaltens, ein weiterer von Shrier angesprochener &#8222;Trend&#8220;, lassen sich soziale Ansteckungseffekte also nicht direkt nachweisen. Nichtsdestotrotz wird auch das von Shrier als &#8222;Fakt&#8220; dargestellt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Da sich Abigail Shriers Buch explizit an Eltern von Kindern, die sich als trans identifizieren, wendet, macht es insbesondere problematisch, vor allem, da es die inhärente Transfeindlichkeit äußerst subtil verpackt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-dark-gray-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>In der politisch korrekten Ära wäre eine transphobe Abhandlung wirkungslos; Es ist besser, ein solches Buch unter dem Deckmantel der Sorge um die Kinder zu verpacken. Auf diese Weise werden selbst die liberalsten Eltern zuhören. (…) „Dies ist ein transphobes Werk, das als Ratgeber für Eltern getarnt ist. Es ist ein manipulatives Buch, dem es an Beweisen mangelt. Es ist demagogisch und hat nichts mit der Sorge um das Wohlergehen von Kindern und Eltern zu tun. Es ist pures Gaslighting, das darauf abzielt, die Ränge der extremen Rechten zu vergrößern , indem es unseren verwundbarsten Punkt anspricht: unsere Kinder.“</em></p>
<cite><a href="https://www.haaretz.com/israel-news/2023-06-11/ty-article/.premium/israeli-parents-dont-let-transphobic-abigail-shrier-gaslight-you/00000188-9ba2-d467-adee-bfa27b0d0000" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.haaretz.com/israel-news/2023-06-11/ty-article/.premium/israeli-parents-dont-let-transphobic-abigail-shrier-gaslight-you/00000188-9ba2-d467-adee-bfa27b0d0000</a> (übersetzt ins Deutsche)</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Shrier betont, kein „Problem“ mit erwachsenen trans Personen zu haben und argumentiert, wie bereits erörtert, stets rund um Teenager, die sich als trans outen. Dass sie dazu jedoch nur Eltern interviewt, die das trans-Sein ihrer Kinder nicht unterstützen, zeigt einmal mehr ihre Voreingenommenheit und Bias. Demgemäß muss ihr Buch äußerst kritisch gelesen und reflektiert werden, zum Beispiel wie es eine <a href="https://www.psychologytoday.com/us/blog/checkpoints/202101/review-irreversible-damage-abigail-shrier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Buchbesprechung auf Psychologytoday aus psychologischer Sicht tut</a>. Hier werden übrigens auch in Einzelfällen – und das ist der springende Punkt – mögliche Überschneidungen mit Dissoziativer Identitätsstörung bzw. Borderline Persönlichkeitsstörung dargelegt, ohne trans per se zu pathologisieren oder in die Sphäre von einer psychischen Erkrankung zu rücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Es bleibt zu hoffen, dass Eltern, die dieses Buch ratsuchend lesen, die manipulativen und emotionalisierten Strategien von Shrier durchschauen und die durchwegs einseitige Sicht auf trans als das identifizieren, was sie ist: versteckte Transphobie. Keinesfalls darf Abigails Shriers Buch und die ROGD-Hypothese, die mittlerweile als Grechtchenfrage zur Sichtweise von trans gilt, dazu missbraucht werden, in einem (gesellschafts)politisch aufgeladenem und gespaltenen Feld noch mehr Öl ins Feuer zu gießen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:20px"><strong>Zum Weiterlesen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li style="font-size:18px"><a href="https://www.watson.ch/wissen/analyse/372870434-rogd-studie-wie-ideologie-die-transgender-forschung-einschraenkt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ROGD-Studie abgeschossen – wie Ideologie die Trans-Forschung einengt</a></li>



<li style="font-size:18px"><a href="https://www.psychologytoday.com/us/blog/checkpoints/202101/review-irreversible-damage-abigail-shrier" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Rezension von „Irreversible Damage“ von Abigail Shrier</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/alle/ein-buch-das-schadet-irreversible-damage/">Ein Buch, das schadet: „Irreversible Damage“</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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		<title>Michael Shermer und das Thema trans</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/transgender-transfeindlichkeit/michael-shermer-und-das-thema-trans/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 13:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[3. Transgender und Transfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[4. Skeptiker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sein Appell über den großen Teich nach Deutschland: „Lasst Politik aus dem Skeptizismus draußen und konzentriert euch auf Fakten, Beweise, kritisches Denken und die Förderung von Wissenschaft.“ Das wirft natürlich die Frage auf: Wie stark lässt Shermer selbst Politik außen vor, wenn er einen Artikel nach dem anderen über trans verfasst? Lässt es sich wirklich „unpolitisch“ (vulgo: skeptisch) über dieses Thema schreiben, wenn in den USA (aber nicht nur dort!) die Diskussionen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem politisch derart polarisierten Feld stattfinden bzw. von Teilen der Politik instrumentalisiert werden? Hierbei ist nicht reine Parteipolitik gemeint, sondern vor allem auch gesellschaftspolitische Strömungen wie die des radikalen Feminismus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/transgender-transfeindlichkeit/michael-shermer-und-das-thema-trans/">Michael Shermer und das Thema trans</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph" style="font-size:22px"><strong>Michael Shermer und das Thema trans</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Wie positionieren sich US-amerikanische Skeptiker zum Thema trans? Im Jahr 2022 ist ein eigenes <a href="https://www.skeptic.com/magazine/archives/27.1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schwerpunktheft des &#8222;Skeptic Magazine&#8220; zu dieser Thematik</a> erschienen, wo vier lange Artikel dieses Thema abhandeln. Sucht man den Tag „<em>transgender</em>“ auf der Webseite des Skeptic Magazine: <a href="https://www.skeptic.com/tag/transgender/">https://www.skeptic.com/tag/transgender/</a>, so taucht in der Autorenzeile bei fast jedem zweiten Artikel oder Video ein Name auf: <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Shermer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Michael Shermer</a>. Der Gründer und Chefredakteur vom Skeptic Magazine, Wissenschaftshistoriker, Universitätslehrender, Journalist, Buchautor und Träger zahlreicher Auszeichnungen ist ein Schwergewicht in der internationalen Skeptiker-Szene. Ja, man könnte ihn anhand seines persönlichen Werdegangs vom evangelikalen Christen zum Skeptiker, Humanisten, Agnostiker und Atheist, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Shermer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie er sich selbst bezeichnet</a>, einen „Vorzeige-Skeptiker“ nennen. Seine Meinung hat Gewicht – und natürlich auch seine Positionierung zum Umgang mit trans in der (skeptischen) Wissenschaft. Dass er weltweiten Einfluss hat und sich natürlich auch zu den Belangen europäischer Skeptikervereine äußert, zeigt sein Tweet zur GWUP-Vorstandswahl aus dem Mai 2023:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">To paraphrase Hitch, &quot;woke poisons everything&quot;. It now appears that the German skeptics group <a href="https://twitter.com/gwup?ref_src=twsrc%5Etfw">@gwup</a> is being hijacked by woke activists. Not. Good. Leave politics out of skepticism &amp; focus on facts, evidence,  critical thinking &amp; the promotion of science.<a href="https://t.co/B7fXmHop48">https://t.co/B7fXmHop48</a></p>&mdash; Michael Shermer (@michaelshermer) <a href="https://twitter.com/michaelshermer/status/1661402743968509953?ref_src=twsrc%5Etfw">May 24, 2023</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Sein Appell über den großen Teich nach Deutschland: <em>„Lasst Politik aus dem Skeptizismus draußen und konzentriert euch auf Fakten, Beweise, kritisches Denken und die Förderung von Wissenschaft.</em>“ Das wirft natürlich die Frage auf: Wie stark lässt Shermer selbst Politik außen vor, wenn er einen Artikel nach dem anderen über trans verfasst? Lässt es sich wirklich <em>„unpolitisch“</em> (vulgo: skeptisch) über dieses Thema schreiben, wenn in den USA (aber nicht nur dort!) die Diskussionen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem politisch derart polarisierten Feld stattfinden bzw. von Teilen der Politik instrumentalisiert werden? Hierbei ist nicht reine Parteipolitik gemeint, sondern vor allem auch gesellschaftspolitische Strömungen wie die des radikalen Feminismus.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Um sich dieser Fragestellungen anzunähern, sollen im Laufe der Zeit Tweets von Michael Shermer wiedergegeben und unter einigen der folgenden Gesichtspunkten analysiert werden: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li style="font-size:18px"><strong>Trans und psychische Erkrankung</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Shermer über Abigail Shrier und ihr umstrittenes Buch &#8222;Irreversible Damage&#8220;</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Trans und die Dissoziative Identitätsstörung</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Frauenrechte versus trans Rechte</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Über Hassverbrechen gegen trans</strong> <strong>Personen</strong></li>



<li style="font-size:18px"><strong>Frauenräume und die Instrumentalisierung der Angst vor Übergriffen</strong></li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px"><a href="https://tuckerlieberman.wordpress.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tucker Lieberman</a> fasst es in „Medium“ in wenigen Worten folgendermaßen zusammen, wenn er die Artikel im internationalen Skeptiker Magazin unter dessen Chefredakteur Michael Shermer kritisiert: Trans Personen sind in der Artikel-Serie im Skeptic Magazine nicht diejenigen, die die Debatte führen und &#8222;<em>das ist die Positionierung, die es transphob</em> macht&#8220;, wie Lieberman schreibt: </p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">„<em>Here’s a 2022 issue of <a href="https://www.skeptic.com/magazine/archives/27.1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em><u>Skeptic Magazine</u></em></a>, based in the US and edited by </em><a href="https://tuckerlieberman.medium.com/denialism-self-awareness-92921dc26a95"><em><u>Michael Shermer</u></em></a><em>. The issue is devoted to “the Debate” over trans people. Trans people aren’t the ones conducting the debate in these pages, and that’s the positioning that makes it transphobic.“</em> (Quelle: <a href="https://tuckerlieberman.medium.com/transphobia-skepticism-4bfd9453e706" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vor allem skeptisch gegenüber Transsexuellen</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Shermer bezieht sich in seinem Artikel &#8222;<a href="https://michaelshermer.substack.com/p/what-is-a-woman-anyway" target="_blank" rel="noreferrer noopener">What is a woman anyway</a>?&#8220; auf<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Matt_Walsh_(political_commentator)" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Matt Walsh</a>, einen US-amerikanischen politischen Kommentator und Autor, der dem politisch konservativen Flügel zuzuordnen ist. Dessen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/What_Is_a_Woman%3F#:~:text=What%20Is%20a%20Woman%3F%20is,%22What%20is%20a%20woman%3F%22" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Film &#8222;What is a Woman&#8220;</a> bildet den roten Faden für Shermers Artikel und er verweist häufig darauf. Dass Walsh jedoch seit langem bekannt dafür ist,  mit extrem transfeindlichen Aussagen um sich zu werfen, wird in Shermers Artikel mit keinem Wort erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Schließt sich also Shermer damit vielleicht sogar den transfeindlichen Äußerungen von Walsh an? Über Michael Shermers persönliche Sichtweise soll an dieser Stelle nicht spekuliert werden. Allerdings spricht ein Witz, den er als Bonmont in seinem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview mit Abigal Shrier</a> für &#8222;The Michael Shermer Show&#8220; eingebracht hat, für sich: </p>



<figure style="font-size:18px" class="wp-block-table"><table class="has-black-color has-light-gray-background-color has-text-color has-background"><tbody><tr><td>&#8222;Ich erzähle Ihnen eine lustige Geschichte. Ich war etwa zur Hälfte mit Ihrem Buch fertig und ging zum Mittagessen mit einem alten Freund, und ich erzählte ihm von Ihrem Buch, und er sagte: Oh, ich kenne einen Mann mittleren Alters, der zu einer Frau transitioniert hatte, aber er war verheiratet und hatte drei Kinder, und seine Frau sagte: Na gut, solange du die Familie nicht kaputt machst, kannst du machen, was du willst. Du weißt, dass ich immer noch Sex mit dir haben will. Und er sagte: &#8222;Okay&#8220; und fing an, die Hormone zu nehmen. <br>Und nach Aussage meines Freundes war seine Frau erleichtert, weil er da unten kleiner geworden war, und das war, er war ein bisschen groß, für sie unangenehm, also war der Sex eigentlich besser. <br>Okay, aber dann sagte er irgendwann: Weißt du, ich identifiziere mich jetzt als Frau und ich würde gerne Sex mit einer Frau haben, einer lesbischen Frau. Und die Frau sagt: Okay, aber du hast immer noch einen Penis. Wenn du also lesbischen Sex mit einer Frau hast, aber deinen Penis in ihre Vagina steckst &#8211; ist das dann nicht Heterosex? Was bedeutet es, lesbisch zu sein, wenn man nur Heterosex hat? Und ich erinnere mich, dass ich nur dachte, meine Frau würde das nie machen &#8230; Entschuldigung für den Witz&#8230;&#8220; </td></tr></tbody></table><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.youtube.com/watch?v=KFQKFYPL0tc</a>, Minute 16.32 f., übersetzt ins Deutsche</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Eine Frage bleibt offen: Inwieweit ist Michael Shermers persönliche und offizielle Haltung (auf Basis der fürs Skeptic Magazin verfassten bzw. auf der Skeptiker-Webseite verlinkten Artikel und Videos) für die Position von Skeptiker-Organisationen in anderen Ländern maßgeblich? Wie sehen Skeptiker in Deutschland  seine Einstellungen &#8211; mit Zustimmung oder Distanz? Geht man rein nach der Anzahl der deutschen Twitter-Follower aus skeptischen Kreisen, scheint hierzulande die Zustimmung zu überwiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:18px">Wir werden uns, wie bereits erwähnt, in der kommenden Zeit mit einzelnen Themen zu trans, die Shermer selbst aufgegriffen hat, skeptisch und differenziert auseinandersetzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/transgender-transfeindlichkeit/michael-shermer-und-das-thema-trans/">Michael Shermer und das Thema trans</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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