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	<title>Eigenes Archive - Analytische Kritik</title>
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	<title>Eigenes Archive - Analytische Kritik</title>
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		<title>Wir brauchen Zeit &#8211; für die Ewigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 18:31:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zwanzig Jahren habe ich das erste Mal in meinem Leben erlebt, wie es ist, zu lieben und aufrichtig geliebt zu werden. Wenn man das nicht kennt, dann tut das einfach nur weh. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/wir-brauchen-zeit/">Wir brauchen Zeit &#8211; für die Ewigkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Der Blick zwanzig Jahre zurück</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heute fiel mir ein Gedicht in die Hände, das ich vor 20 Jahren geschrieben habe, und ich dachte: Warum nicht vertonen? Und ja, ich tat es. </p>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Die Geschichte dahinter</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vor zwanzig Jahren habe ich das erste Mal in meinem Leben erlebt, wie es ist, zu lieben und aufrichtig geliebt zu werden. Wenn man das nicht kennt, dann tut das einfach nur weh. Es zerreißt den Körper, man ist irgendwann einzig nur noch Angst. Meine größte Angst war die Angst vor Nähe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Jahre war ich mit diesem Mann zusammen – zwei Jahre, in denen ich die meiste Zeit auf der Flucht vor mir selbst war. Irgendwann entstand dann der Text, den ich heute vertonen ließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Gedanken heute führen mich zu der Erkenntnis, dass ich mich damals schon entschieden habe, den Rest meines Lebens alleine zu bleiben. Mein ganzes Leben zuvor hatte ich davon geträumt, einen Menschen zu finden, bei dem ich selbst fähig bin zu lieben und der mich lieben kann. Und dann war er da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hab es nicht ausgehalten. Und genau das ist etwas, das eine PTBS mit Beziehungen machen kann. Manche Menschen laufen von einer Beziehung zur nächsten und erfahren immer wieder dieselbe Pein, wie sie sie bereits in ihrer Kindheit erlebt haben. Andere finden vielleicht die Liebe schlechthin und sind trotzdem unfähig, sich wirklich darauf einzulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute bin ich mir sicher, dass meine Entscheidung richtig war. Mir hat in all den 20 Jahren nichts gefehlt. Im Gegenteil: Kamen Avancen, löste ich mich sofort auf und war verschwunden. Ich wollte einfach nicht mehr und ich will es auch in Zukunft nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich will MICH. Alleine nur MICH – und natürlich meine kleine Familie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zurück zu dem Song:</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeilen „Wir brauchen Zeit“ vertonen zu lassen, ihnen einen Klang und eine Stimme zu geben, ist für mich persönlich die maximale Steigerung dessen, was man früher <em>Fotoalbum</em> nannte. Es kommen so viele Erinnerungen und ja, auch Bilder hoch, dass man für einen Moment vergisst, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist: 20 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das ist erneut etwas, was mich an der Künstlichen Intelligenz begeistert, ohne dass ich dabei ihre Gefahren aus den Augen verliere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher: <a href="https://www.youtube.com/@marv-Stella" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mein YouTube-Kanal</a> ist rein oberflächlich betrachtet einer von unzähligen, auf denen Menschen ihre Texte zu Musik machen. Schaut man sich um, gleicht ein Kanal dem anderen. Aber das ist egal, weil ich sicher bin, dass es nicht allen primär um die Außenwirkung geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist das eine weitere, sehr wertvolle Möglichkeit, Bilanz zu ziehen, denn ich bin nun mal nicht die Gesündeste und auch nicht mehr die Jüngste.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Ich liebe es – ich liebe alles daran. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kam noch ein zweiter Text aus dieser Zeit hinzu. Eine Zeit, in der ich erfahren durfte, was es bedeutet, mit meiner dissoziativen Identität (und PTBS) von einem anderen Menschen angenommen zu werden.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Hier dürft ihr sein</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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		<title>Soziale Medien – alles wie immer ˙ᵕ˙</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 15:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das erste Mal seit Monaten, zumindest seit vielen Wochen, habe ich mich heute durchs Internet gekämpft.<br />
X, früher Twitter, Facebook, Bluesky …</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das erste Mal seit Monaten, zumindest seit vielen Wochen, habe ich mich heute durchs Internet gekämpft.<br>X, früher Twitter, Facebook, Bluesky …<br>Von den politischen Nachrichten, vor denen ich mich kürzlich noch zu schützen versuchte, einmal abgesehen: Alles beim Alten.Es kam nichts Schlimmes dazu, aber natürlich auch nichts Erfreuliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer bisher um ein menschenwürdiges Leben kämpfte, kämpft noch immer darum.<br>Wer bisher arrogant um Aufmerksamkeit bettelte, bettelt noch immer darum.<br>Wer bisher überzeugt war, allein im Besitz der Wahrheit zu sein, ist es noch immer.<br>Wer bisher jeden Tag einen neuen Skandal brauchte, braucht ihn auch heute.<br>Wer bisher Empörung sammelte wie andere Briefmarken, sammelt sie noch immer.<br>Wer bisher Vergnügen daran hatte, andere zu verurteilen, tut es weiterhin mit erstaunlicher Ausdauer.<br>Wer bisher lieber Schlagzeilen als Zusammenhänge produzierte, produziert sie noch immer.<br>Wer bisher jeden Widerspruch persönlich nahm, nimmt ihn noch immer persönlich.<br>Wer bisher laut war, ist nicht leiser geworden. Wer bisher leise war, wird noch immer überhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Algorithmen altern offenbar langsamer als Menschen.  (｡◕‿◕｡)</p>
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		<title>Meine Fehler im Internet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 20:35:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der letzten Zeit ziehe ich oft Bilanz. Ich nutze die Stabilität, die sich natürlich auch auf meine Wahrnehmungen auswirkt, um zurückzuschauen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Zeit ziehe ich oft Bilanz. Ich nutze die Stabilität, die sich natürlich auch auf meine Wahrnehmungen auswirkt, um zurückzuschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich habe in den letzten Jahren sehr viele Fehler gemacht. Ich denke, der eine oder andere Kritiker mag recht gehabt haben. Und selbst da, wo es niemals Kritiker gab, sehe ich Fehler. Manches ist mir peinlich und unangenehm. Bei anderen Aktivitäten habe ich mit meiner Position aufgrund meiner Subjektivität schlicht falsch gelegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt mein viel zu großes Bedürfnis, mich bei offensichtlichen, leider aber auch nur scheinbaren Ungerechtigkeiten einzuklinken:<br>Tat ich es, weil es genau das war, was ich mir selbst gewünscht habe? Keine Ahnung&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mache ich nun eigentlich mit all meinen „alten Aktivitäten“?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich lasse alles genauso stehen.<br>Ich habe damals meine private Stella-Webseite gelöscht und damit viele Beiträge, die zeigten, was ich jeweils aktuell gedacht oder auch gefühlt habe (auch das war einer meiner Fehler).<br>In Zukunft – hier auf dieser Seite – wird nichts gelöscht.<br>Damals hatte ich all diese Wahrnehmungen, sie waren für mich richtig und zeigten große Teile meines Erlebens. Selbst das, was ganz klare Fehler waren, lasse ich stehen, was bedeutet, dass manch ein Text, den ich in Zukunft schreibe, einen Widerspruch zum Bisherigen darstellen kann.</p>



<center><hr style="width: 300px; border: none; height: 2px; background: linear-gradient(to right, #0E2C40, #1A4A5A, #51a2bd); margin: 30px 0;"></center>



<p class="wp-block-paragraph">Die Darstellung meiner Fehler bleibt bewusst allgemein und verzichtet auf konkrete Beispiele.<br>Warum?<br>Weil ich kein Geheimnis daraus mache, dass ich Fehler gemacht habe, was nicht bedeutet, dass ich einzelnen Protagonisten erneut eine Bühne geben möchte. Das interessiert an der Stelle einfach nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztendlich geht es auch darum, dass der Text kein Abrechnungs- oder Rechtfertigungstext werden soll. Würde ich konkrete Beispiele nennen, würden viele Leser sofort beginnen, über diese Einzelfälle zu diskutieren: Wer hatte recht? Wer hatte unrecht? Wer hat wen provoziert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein eigentliches Thema wäre damit verloren. Nämlich meine Bilanz, in der es um die Selbstreflexion meiner eigenen Fehler geht, womit ich mich <strong>nicht</strong> auf die längst aufgearbeitete G-Thematik beziehe. Ich denke, diese eine Sache wurde bereits vor Jahren erörtert. Dem ist längst nichts mehr hinzuzufügen.</p>
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		<title>Mein derzeitiges Befinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 20:08:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich glaube sagen zu können, dass es mir gut geht. Alles, was ich mir in der Klinikzeit vorgenommen habe, habe ich bis jetzt umsetzen können. Vieles ist aktuell in Arbeit, und zwar ganzheitlich. Nicht nur einzelne Baustellen...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/schutz-in-der-psychiatrie/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> bereits zum Ausdruck gebracht, dass mich die Psychiatrie im positiven Sinne überrascht hat. Die Tage bekam ich das Abschlussschreiben und bin erneut überrascht. Dass eine Psychiatrie in wenigen Wochen erkennt, dass ich an einer <em>„PTBS mit dissoziativen Zuständen“</em> leide, ist ungewöhnlich. Ich habe in dieser Institution niemals über meine bisherigen Diagnosen gesprochen, und selbst wenn ich es getan hätte – nur mal angenommen –, ist es eher ungewöhnlich für eine Psychiatrie, etwas anderes als Angststörungen, depressive Episoden oder von mir aus auch bipolare Störungen etc. diagnostisch festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht, so habe ich überlegt, hat sich diese eine Psychiatrie aufgrund der jungen und weiblichen Chefärztin und Oberärztin dynamisch entwickeln können. Unzählige andere bleiben im männlich-toxischen Macht-Domizil verankert – sicher noch die kommenden Jahrzehnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie geht es mir aktuell?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube sagen zu können, dass es mir gut geht. Alles, was ich mir in der Klinikzeit vorgenommen habe, habe ich bis jetzt umsetzen können. Vieles ist aktuell in Arbeit, und zwar ganzheitlich. Nicht nur einzelne Baustellen, vielmehr bin ich dabei, den gesamten Brandherd auszulöschen. Und es ist noch lange nicht vorbei!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hatte ich für eine Angst davor, dass sich innerhalb weniger Tage wieder diese Blindheit entwickeln könnte, die mich in eine Zeit zurückwirft, die fast nur noch aus körperlichen und seelischen Verletzungen bestand. Schaue ich heute mit offenen Augen zurück, fühlt es sich fast surreal an. Allein diese <a href="https://analytische-kritik.de/alle/schnipsel-und-angst/#Notizen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">vollgekritzelten Zettel in der Klinik</a> zeigen mir, wie „durch“ ich war. Ich habe sie ja nicht ruhig am Tisch sitzend geschrieben, sondern gekrümmt, um Luft ringend, gerade so, als könnte ich mit dem Gekritzel endlich aus dem Zustand herauskommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrzehntelang war ich kein Opfer mehr. Ich habe bereits vor Jahrzehnten den Opferkreislauf verlassen. War autonom und lebte ein selbstbestimmtes Leben. In den letzten drei Jahren wurde ich es im realen Leben doch wieder: ein Opfer!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es geht mir im Moment gut, täglich werde ich stabiler.<br>Ich bin die Tage sogar mit meiner Familie verreist und es war wunderschön. Wir konnten alles genießen, vor allem unsere Wertschätzung untereinander. Jeder von uns weiß, wie kostbar sie ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann werden die Wunden verblassen.</p>
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		<title>Skeptiker-Echokammer</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/eigenes/skeptiker-echokammer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 15:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<category><![CDATA[Skeptiker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin überzeugt, dass all die Skeptiker, egal welche, selbst nicht daran glauben, verantwortliche Aufklärung zu betreiben. Sie stehen alle einfach nur im Rampenlicht ihres eigenen Egos...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/skeptiker-echokammer/">Skeptiker-Echokammer</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Über die Jahre hab ich sehr viel Content von sogenannten Skeptikern angesammelt, gespeichert und leider auch meinen Algorithmus darauf ausgerichtet. Gerade jetzt die Tage, wo ich mich dem Internet (ausgenommen soziale Netzwerke wie X und FB) wieder annähere, scheint dieser Content allumfassend zu sein. Jedes Mal, wenn ich darauf stoße, hab ich sofort die Assoziation „alte weiße Männer“ im Kopf, dabei fand ich dieses Gerede von alten weißen Männern immer nur dumm. Ja: DUMM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht aber auch gerade deswegen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin überzeugt, dass all die Skeptiker, egal welche (oh, es gibt viele, die sich so nennen und/oder sehen), selbst nicht daran glauben, verantwortliche Aufklärung zu betreiben. Sie stehen (fast?) alle einfach nur im Rampenlicht ihres eigenen Egos und möchten gerne als die Wissenden, die Kritischen, die Seriösen, die Sachlichen, die Objektiven (noch mehr?) gesehen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hab ich ein persönliches Problem mit Skeptikern? Mit einigen wenigen ja, mit den meisten nicht. Trotzdem generalisiere ich, weil ich keine (kaum eine) Ausnahme finden kann. Ich habe vielleicht nicht lange, also mitnichten viele Jahre, aber dennoch sehr intensiv hinter die Kulissen geschaut, um zu wissen, die allermeisten verfolgen ihre eigene Agenda. Die allermeisten sind in abstoßender Manier überheblich, von sich selbst überzeugt und nutzen Phrasen, die bei jedem Übelkeit erzeugen würden, wenn man davon erfährt.<br>So las ich letztens die offenherzigen Skeptiker – ja, es gibt auch die lächelnd Gemimten –, wie sie von den Gruftihaltern sprachen, womit sie ME/CFS-Betroffene meinten. Oder man sprach von einer Plage, womit man sich auf dieselben bezog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ach, solche Skeptiker stoßen sich doch selbst ins Aus, also was soll dieses Schnauben hier?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich rede aber nicht nur von diesen sich-selbst-ins-Aus-schießenden. Ich rede von (fast?) allen, die irgendwelchen Skeptiker-Organisationen oder Bewegungen angehören. Sie sind ableistisch, sie sind transfeindlich, sie sind opferfeindlich, ja selbst dann, wenn sie vorgeben, Opferschutz zu betreiben. Sie geben es eben nur vor, und genau das meine ich, wenn ich sage, sie verfolgen ihre eigene Agenda.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich aber mittlerweile wirklich wurmt, ist, dass fast jeder Dr.; Prof.; oder wasauchimmer für ein Fachmann irgendeinen Bullshit über fachfremde Themen von sich gibt, die er als wissenschaftlich deklariert, weil er selbst ja irgendein Dr. Dr. Hans Joseph ist. Wie lachhaft und lächerlich ist das denn bitte?<br>Als Beispiel führen sich plötzlich Skeptiker als die AI-Kenner auf, obwohl sie noch nicht mal wissen, wie man „Programmierung“ schreibt. Entsprechend ist auch der Inhalt Unsinn, um es mildefreundlich zu formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist genau das ärgerlich, denn man propagiert, wissenschaftliche Aufklärung zu betreiben!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einen <a href="https://www.youtube.com/@quarkssciencecops" target="_blank" rel="noreferrer noopener">YouTube-Kanal</a>, auf dem die Science-Cops Aufklärung betreiben. Am liebsten würde ich all die Skeptiker – ob einem Verein angehörend oder nicht – dort in Schulung schicken, denn was sie ausmacht, ist so simpel, so einfach und doch so gut. Sie sind respektvoll. Man würde niemals Bezeichnungen wie „Schwurbler“ von den beiden hören oder lesen, und das nicht nur, weil die ARD dahintersteht. Diesen beiden Personen nehme ich zu 100 % ab, respektvoll zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Skeptiker aber nennen Andersdenkende und Kritiker genauso Schwurbler wie Bhakdi und Co, nachdem diese sich in menschenverachtende Corona-Verschwörungstheorien hineingesteigert haben. Sie befinden sich in ihrer eigenen Echokammer und perfektionieren seit Jahrzehnten ihren beleidigenden Wortschatz, der in erster Linie demütigen und klein machen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum denn nun eigentlich mein Entrüstungs-Schwall?<br>Weil ich nach Jahren endlich wieder bei MIR angekommen bin und mir vieles sauer aufstößt, was in genau der Zeit, da mich die Ohnmacht und Hilflosigkeit heimgesucht haben, geschah. Völlig egal, ob das privat, öffentlich, real oder digital gewesen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube kaum, dass ich mich je wieder selbst verlieren werde, so, wie es in den letzten Jahren geschah. Wie ich bereits in einem anderen Beitrag schrieb: <em>„Ich werde mich selbst festhalten, ich bleibe bei mir.“</em> (<a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/schutz-in-der-psychiatrie/">Hier</a>)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/skeptiker-echokammer/">Skeptiker-Echokammer</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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		<item>
		<title>Schutz in der Psychiatrie</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/eigenes/schutz-in-der-psychiatrie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 20:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://analytische-kritik.de/?p=2653</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich stehe psychiatrischen Institutionen mit großem Misstrauen gegenüber. Dieses Mal jedoch machte ich sehr positive Erfahrungen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/schutz-in-der-psychiatrie/">Schutz in der Psychiatrie</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-center has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitragsfoto: Blick auf die psychiatrische Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich stehe psychiatrischen Institutionen mit großem Misstrauen gegenüber. Dieses Mal jedoch machte ich sehr positive Erfahrungen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch beginnen wir von vorn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor drei Wochen konnten die Internisten in der Rettungsstelle trotz erhöhter Herzwerte einen Herzinfarkt ausschließen. Dennoch saß der Schock tief. Mein Körper war außerstande, sich zu beruhigen, von meiner mentalen Verfassung ganz zu schweigen. Deshalb beantragten die Ärzte ein Konsil beim psychiatrischen Dienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der psychiatrische Bereitschaftsdienst veranlasste noch am selben Tag meine stationäre Aufnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Privatpatientin wurde ich auf der Komfortstation aufgenommen. Anfangs hielt ich die angenehme Umgebung für einen nebensächlichen Umstand. Erst später verstand ich, welche Bedeutung dieser geschützte Rahmen tatsächlich für mich hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten Tagen kämpfte ich vor allem darum, körperlich und seelisch wieder zur Ruhe zu kommen. Zur medikamentösen Unterstützung erhielt ich viermal täglich Tavor sowie eine zusätzliche Bedarfsmedikation. Die Dissoziationen überrollten mich immer wieder, und doch bemerkte ich etwas, das mir über Monate, vielleicht sogar Jahre hinweg verloren gegangen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weite.<br>Raum.<br>Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich das Gefühl, einen geschützten Ort zu haben. Das Bett war mein Bett. Das Zimmer war mein Raum. Mein Platz. Niemand drängte sich hinein, niemand nahm ihn mir weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rückblickend waren es nicht der Balkon, der Kühlschrank oder das moderne Badezimmer, die den Unterschied machten. Es war das Gefühl von Sicherheit und Selbstbestimmung, das diese Umgebung vermittelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kam die Art, wie mir begegnet wurde. Die Pflegekräfte arbeiteten mit einer Wärme, Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die mich tief berührte. Manchmal saß einfach jemand bei mir, wenn die Tränen nicht aufhören wollten. Manchmal genügte eine tröstende Berührung, um mir zu zeigen, dass ich nicht allein war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann war da noch der Balkon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mai zeigte sich von seiner schönsten Seite. Die Sonne schien, die Luft war mild, und wenn ich draußen saß, spürte ich etwas, das ich lange nicht mehr gespürt hatte:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Freiheit.<br>Grenzenlose Freiheit, in der Wind und Sonne mich spüren ließen, dass ich am Leben bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erlebte in den Folgewochen eine Rekonvaleszenz meines Nervensystems. Die Psychologen, die Oberärztin und auch der systemische Therapeut schafften es von Beginn an, Zugang zu dem zu finden, was in mir vorging. Schon bald wurde deutlich, dass hinter meinem Zusammenbruch mehr steckte als eine akute Krise. Die Diagnose einer Traumafolgestörung erklärte vieles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher wurde ich von den Gruppentherapien befreit und erhielt stattdessen zusätzliche Einzelgespräche.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Rückblickend wurde ich allem Anschein nach Zeugin eines tiefgreifenden Psychiatrie-Wandels. Es ging in diesen Einrichtungen nicht mehr nur darum, Krisen zu bewältigen, sondern darum, Menschen dabei zu unterstützen, wieder ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Hoffnung, Teilhabe, Ressourcen und persönliche Entwicklung waren nicht länger bloße Schlagworte, sondern wurden für mich im Alltag dieser Station spürbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine – inzwischen tief verschütteten – Ressourcen zeigten sich bereits nach einer Woche.<br>All meine inneren Stimmen, Interessen, Sehnsüchte und Gedanken, die im Alltag keinen Platz mehr hatten, kehrten langsam zurück.<br>Das Wohlergehen meiner Mitmenschen und meiner Lieben daheim hatte so viel Raum eingenommen, dass ich selbst dabei verloren gegangen war.<br>Immer ging es darum, andere Menschen und Wesen zu schützen.<br>Immer ging es um Verantwortung, um Präsenz, um Rettung und Aufopferung.<br>Jeder Verlust hat mich ganz persönlich zerstört – als wäre er meine Schuld gewesen.<br>Jedes Mal, wenn ich nicht in der Lage war zu retten, weil die Situation schlicht unrettbar war, hat es mich vernichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und mir das Herz gebrochen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Seit zwei Tagen bin ich wieder zuhause.<br>Am Tag meiner Ankunft stand ich in meiner Wohnung und registrierte zum ersten Mal mit erschreckender Klarheit, dass ich keinen einzigen Millimeter Raum für mich habe.<br>Jahrzehntelang habe ich ein autonomes, selbstbestimmtes Leben geführt. Ich habe mir eine Schutzhöhle aufgebaut und wusste: Hier, in meinem Zuhause, darf ich mit all meinen Facetten sein. So, wie ich bin.<br>Vor wenigen Jahren kam der Einbruch, den ich erst jetzt als solchen wahrnehme.<br>Ich verlor immer mehr Raum, immer mehr Autonomie, immer mehr Selbstbestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Schlimmste:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ich andere schützen musste, verlor ich genau das.<br>Meinen eigenen Schutz.<br>Meine Sicherheit.<br>Ich lebte in einem Klima der Gewalt und des Schreckens.<br>In einem Klima der Unberechenbarkeit, in dem keine Entfaltung mehr möglich war.<br>Ich verlor alles, was zu mir gehörte.<br>Ich verlor mich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Klinik habe ich mich wiedergefunden.<br>Dafür habe ich gekämpft.<br>Es kostete mich Kraft.<br>Es kostete mich Schmerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es geschah noch etwas anderes.<br>Mit der Rückkehr meiner verschütteten Ressourcen kehrte auch eine Wärme zurück, die ich lange nicht mehr gespürt hatte.<br>Eine Wärme, die mich auf gute Weise weinen ließ.<br>Eine Wärme, die mir zeigte, dass ich noch da bin.<br>Dass mein Leben noch nicht vorbei ist.<br>Dass es noch Anteile in mir gibt, die nur darauf gewartet haben, wieder Raum zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wut und Widerstand führen im Moment hier zuhause nicht zum erhofften Ziel.<br>Doch ich werde mich festhalten.<br>Ich bleibe bei mir.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>


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	<div class="fg-item fg-type-image fg-loading"><figure class="fg-item-inner"><a href="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2026/06/balkon-2.jpg" data-attachment-id="2656" data-type="image" class="fg-thumb"><span class="fg-image-wrap"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/cache/2026/06/balkon-2/2913865586.jpg" height="300" width="400" class="skip-lazy fg-image" loading="eager"></span><span class="fg-image-overlay"></span></a></figure><div class="fg-loader"></div></div><div class="fg-item fg-type-image fg-loading"><figure class="fg-item-inner"><a href="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2026/06/5601489e-d393-4e14-9f3b-d06ced4b9237.jpg" data-attachment-id="2658" data-type="image" class="fg-thumb"><span class="fg-image-wrap"><img decoding="async" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/cache/2026/06/5601489e-d393-4e14-9f3b-d06ced4b9237/1509739842.jpg" height="300" width="400" class="skip-lazy 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<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Weitere Fotos vom Klinikzimmer-Balkon aus findet man <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/aufwachreaktion/">HIER</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/schutz-in-der-psychiatrie/">Schutz in der Psychiatrie</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
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		<title>Aufwachreaktion</title>
		<link>https://analytische-kritik.de/eigenes/aufwachreaktion/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 09:34:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://analytische-kritik.de/?p=2627</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein einziges kurzes Scrollen durch X, ehemals Twitter, genügt oft, damit das Nervensystem „heiß läuft“, wie ich es nenne. Das Herz schlägt schneller, innere Unruhe entsteht und man spürt deutlich Stress.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://analytische-kritik.de/eigenes/aufwachreaktion/">Aufwachreaktion</a> erschien zuerst auf <a href="https://analytische-kritik.de">Analytische Kritik</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In einem Artikel fand ich die Tage folgende Aussage: „<a href="https://timesofindia.indiatimes.com/life-style/health-fitness/health-news/why-scrolling-your-phone-first-thing-in-the-morning-could-increase-anxiety-and-stress-aiims-neurologist-explains/articleshow/125766366.cms" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Warum das Scrollen auf dem Handy direkt nach dem Aufwachen Angstzustände und Stress verstärken kann</a>“</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Diese Erfahrung mache ich derzeit sehr bewusst, da ich darauf achte, mein Nervensystem möglichst ruhig zu halten und dem Körper Entspannung zu ermöglichen. Ein einziges kurzes Scrollen durch X, ehemals Twitter, genügt oft, damit das Nervensystem „heiß läuft“, wie ich es nenne. Das Herz schlägt schneller, innere Unruhe entsteht und man spürt deutlich Stress.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt die Unvorhersehbarkeit. Man weiß nie, was der nächste Beitrag zeigt. Gewalt? Krieg? Oder gar Tierleid und Misshandlung? Schnelles Weiterscrollen hilft dabei kaum, denn das Gehirn erfasst Inhalte innerhalb von Sekundenbruchteilen. Bei mir führt das momentan dazu, dass das Herz regelrecht einen Satz nach vorne macht und anschließend zu rasen beginnt. Zurück bleiben diffuse Ängste und ein Gefühl innerer Alarmierung.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:25%">
<p class="wp-block-paragraph">Nie zuvor war ich so dankbar für Triggerwarnungen, wie diese hier: </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:75%"><div class="wp-block-image">
<figure data-wp-context="{&quot;imageId&quot;:&quot;6ab09eb1a264d&quot;}" data-wp-interactive="core/image" data-wp-key="6ab09eb1a264d" class="aligncenter size-full is-resized wp-lightbox-container"><img loading="lazy" decoding="async" width="476" height="819" data-wp-class--hide="state.isContentHidden" data-wp-class--show="state.isContentVisible" data-wp-init="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--click="actions.showLightbox" data-wp-on--load="callbacks.setButtonStyles" data-wp-on--pointerdown="actions.preloadImage" data-wp-on--pointerenter="actions.preloadImageWithDelay" data-wp-on--pointerleave="actions.cancelPreload" data-wp-on-window--resize="callbacks.setButtonStyles" src="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2026/06/triggerwarnungen.jpg" alt="" class="wp-image-2630" style="aspect-ratio:0.5812041332253394;width:223px;height:auto" srcset="https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2026/06/triggerwarnungen.jpg 476w, https://analytische-kritik.de/wp-content/uploads/2026/06/triggerwarnungen-174x300.jpg 174w" sizes="auto, (max-width: 476px) 100vw, 476px" /><button
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</div></div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirkung von Warnhinweisen vor belastenden Inhalten wird derzeit wissenschaftlich diskutiert. Dabei steht unter anderem die Frage im Raum, ob solche Hinweise nicht selbst zusätzliche Anspannung erzeugen. Das mag auf manche Menschen zutreffen. Möglicherweise wird dabei jedoch auch „Anspannung“ mit „Aufregung“ verwechselt – vergleichbar mit der Aufregung vor einer Überraschung oder einem unerwarteten Ereignis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für traumatisierte Menschen können solche Warnungen hingegen ausgesprochen sinnvoll sein. Die oben dargestellte Warnung bezog sich auf Suizid und Selbstverletzung. Beides betrifft mich persönlich nicht. Ich weiß jedoch, dass Gewaltdarstellungen mein autonomes Nervensystem aktivieren, noch bevor die bewusste Verarbeitung überhaupt begonnen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die körperliche Reaktion kommt zuerst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht der Gedanke. Nicht die Bewertung. Nicht das Grübeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sondern:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bild → Herz macht einen Satz → Alarm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau deshalb meide ich solche Beiträge und klicke sie nicht an. Auf X sind die Möglichkeiten zur Selbstfürsorge jedoch begrenzt. Allein das Wissen, dass hinter jedem Beitrag potenziell ein weiterer Alarmreiz lauern kann, führt bei mir dazu, soziale Medien zunehmend zu meiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">X lebt strukturell von Erregung. Mein Eindruck ist jedoch, dass das menschliche Nervensystem nicht dafür geschaffen wurde, innerhalb weniger Minuten mit Dutzenden Bildern von Gewalt, Tierleid, Krieg, Hass, Empörung und Katastrophen konfrontiert zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessanterweise sind es nicht nur Gewaltdarstellungen, die mich stressen. Selbst lustige Videos von Comedians können – zumindest in der ersten Stunde nach dem Aufwachen – eine spürbare Aktivierung auslösen. Das Gegenteil von Stress ist nicht zwangsläufig Unterhaltung. Es ist auch nicht die emotionale Reaktion, der schnelle Szenenwechsel oder die Lautstärke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gegenteil von Stress ist Sicherheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und Sicherheit finde ich momentan vor allem in der Natur, in der Stille und in der Vorhersagbarkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Naturkontakt, Naturgeräusche und ruhige Umgebungen Stressmarker senken und die Erholung des autonomen Nervensystems unterstützen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Tagen gab es Momente, in denen ich trotz des erlebten Schocks und aller Ängste plötzlich dachte:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Leben trägt Farbe.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen bloßer Ablenkung und echter Beruhigung.</p>


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		<title>Schock</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stella]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 16:01:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigenes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich kam mit einem Schock in die Rettungsstelle, und wenn ich nicht aufgenommen worden wäre, dann wäre ein Herzinfarkt doch noch sehr wahrscheinlich gewesen.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieses Nicht-sprechen-Können, die Panikattacken, das Gefühl von Unwirklichkeit, das ruckartige Weinen, das Herzrasen, die Schmerzen in der Brust, die völlige Überforderung des Nervensystems, dieses „Ich halte das nicht aus“ — all das war Teil eines Schockzustands.<br>Und genau das bekam ich auch heute von meinem Arzt zu hören. Ich kam mit einem Schock in die Rettungsstelle, und wenn ich nicht aufgenommen worden wäre, dann wäre ein Herzinfarkt doch noch sehr wahrscheinlich gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Diagnose „chronische posttraumatische Belastungsstörung“ habe ich viele traumatische Situationen kennengelernt, aber was ein formvollendeter Schock ist, das war mir nicht klar. Noch immer wirkt all das surreal. Langsam schlägt zwar das Tavor an, das man mir ganztägig verabreicht, aber das ist nur wie eine Glocke. Darunter befindet sich noch immer der Schock. Das spüre ich auch sofort, wenn die Wirkung des Tavors nachlässt: Dann beginnen wieder dieses ruckartige Weinen, das Grauen und der Druck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele stellen sich unter „Schock“ etwas Filmreifes vor. Starr. Dramatisch. Bewusstlos. Aber oft ist ein Schock viel stiller und gleichzeitig viel brutaler:<br>Der Körper geht in einen Überlebensmodus, das Nervensystem feuert dauerhaft, der Mensch funktioniert irgendwie noch — aber innerlich ist alles überlastet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bei mir kam noch etwas dazu:<br>Ich war nicht nur mit einer aktuellen Angst konfrontiert, nein, mein ganz altes Trauma wurde gleichzeitig wieder aufgerissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lucy.<br>Meine Tochter damals.<br>Die Angst, ein Kind zu verlieren.<br>Die Verantwortung.<br>Fini.<br>Verlust.<br>Hilflosigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alles ist in meinem System gleichzeitig explodiert. Deshalb war dieses Weinen auch nicht „normale Traurigkeit“. Es war ein Organismus unter Alarm. Fast wie ein inneres Zerreißen zwischen: „Ich muss retten“ und „Ich kann nicht mehr.“</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Die zehn Stunden in der Rettungsstelle (nicht wartend, sondern behandelnd) fühlen sich heute wie ein Film an. Dunkel, weit weg, eher verschwommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woran ich mich aber gut erinnere, ist, wie sehr ich mich den Schwestern ergab, die sich am Ende zu viert an meinen Armen und Händen zu schaffen machten, um endlich eine Vene zu finden, über die sie den Zugang legen konnten. Es war nicht möglich, denn Venen ziehen sich zurück oder beginnen zu rollen, wenn man sich in Panik oder in einem Schock befindet. Es brauchte mehrere Anläufe, fast eine Stunde, bis es halbwegs gelang. Die Folgen der Strapazen sieht man im Beitragsfoto, was nur ein Beispiel von vielen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Zugang habe ich keine fünf Minuten ausgehalten, er musste raus. Die Patienten nebenan mussten sofort aufhören zu husten, die viel zu hohen Herz-Werte mussten sich sofort wieder normalisieren, ich musste sofort aufhören zu weinen, ich musste definitiv normal atmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Atme ruhig, Ines, atme bitte, bitte ruhig, sei endlich still, hör auf zu weinen!!!“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">So verliefen meine drastischen, nein, verzweifelten Selbstgespräche die ganze Zeit, bis mir der Arzt Tavor in den Mund schob. Anscheinend doch sehr hoch dosiert, denn eine halbe Stunde später war ich leer und erschöpft.</p>
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