Wo bist du?

Finie, wo bist du?

Finie, mein Fienchen,
heute vor einem Jahr bestand mein ganzes Dasein nur noch aus Dunkelheit und Tränen.
Um 10:20 Uhr – heute vor einem Jahr – bist du gestorben.

Monatelang (fast ein Jahr) habe ich dich auf deinem Leidensweg und beim Sterben begleitet. Kein einziger Arzt fand heraus, was mit dir passiert.
Ich kann es nicht verkraften. Ich kann den Schmerz nicht besiegen. Kaum denke ich an dich oder fällt dein Name, kann ich nicht aufhören zu weinen. Dabei war ich nie ein Mensch vieler Tränen. Ich war nie ein Mensch, der trauert, nie ein Mensch, der Verlust erlebt. Egal, wer gestorben ist – selbst bei meinen Eltern blieb der Verlust aus, selbst bei einem Partner, selbst bei Freunden.

Doch vor einem Jahr bist du gestorben.
Du warst unerschütterlich an meiner Seite – unerschütterlich, selbst wenn mich meine Krankheiten an die Grenzen des Erträglichen führten. Du kamst zu mir, und all der Schmerz wurde erträglich. Du warst immer, immer, immer bei mir.

Du warst ein Teil von mir.
Du warst mein Halt, meine Familie, meine allergrößte Liebe, meine Daseinsberechtigung.

Seit du nicht mehr da bist, bricht die Trauer über mich herein – erbarmungslos – und sie hört nicht auf.
Sagen Menschen jemals wieder, man könne um ein Tier nicht so weinen wie z. B. um die eigenen Kinder, dann schreie ich. Denn es ist nicht wahr.

Diese, meine Trauer ist grenzenlos, mein Weinen erstickend, um Luft ringend – seit einem Jahr, immer wieder.

Du fehlst mir, Finie.
Du fehlst mir so sehr.

@morgrelle.stories Spring Notes. #dolls #patchworksoul #volaneiperte✈️ #tik_tok #🖤🥀 ♬ son original – benjaminsoudan

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