Geduld für Ambivalenz
Ich bin ein Fan von intellektuellen Diskussionen, die zur eigenen Entwicklung beitragen. Leider findet man das im Alltag nur noch selten.
Ich bin ein Fan von intellektuellen Diskussionen, die zur eigenen Entwicklung beitragen. Leider findet man das im Alltag nur noch selten.
Deshalb greift der Gesetzgeber ein. In der Europäischen Union geschieht das unter anderem mit dem sogenannten AI Act. Die Grundidee ist vergleichsweise schlicht: Wenn Inhalte von einer Maschine erzeugt wurden, sollen sie grundsätzlich als solche offengelegt werden.
Die Folgen dieser Verschiebung sind erheblich – und sie betreffen reale Betroffene sexuellen Missbrauchs unabhängig von jeder Verschwörungstheorie. Wenn Opfersein als identitätsstiftend geframt wird, entsteht ein zusätzlicher Rechtfertigungsdruck.
Wir haben hier ein System, das seine eigene Fehlerproduktion verschleiert, indem es sie zur Ausnahme erklärt. „Justizskandal“, „Lüge“, „unglaublich“ – Vokabeln, die suggerieren, es handele sich um eine Singularität. Ein Unfall. Eine Entgleisung. Ein Monster, das durchs Raster schlüpft.
Wenn ein Gesundheitspolitiker formuliert, Bürgerinnen und Bürger würden das Gesundheitssystem „zu sehr in Anspruch nehmen“, dann ist der Diskurs bereits verschoben. Nicht mehr die solidarische Versorgung steht im Zentrum, sondern die Frage, wer sie „verdient“.
An dieser Stelle standen bislang einige sehr persönliche Beiträge. Sie sollen nicht verschwinden – im Gegenteil. Ich habe mich lediglich entschieden, …
Von der Drohung abgesehen: Solche Formulierungen zeigen mir, dass manche meinen, sich mir gegenüber Zurückhaltung aufzuerlegen. Aus Rücksicht. Oder aus Kalkül. Weil bekannt ist, dass…
Es ist die Inszenierung männlicher Macht über weiblichen Körper, in diesem Fall: den Körper einer Mutter, instrumentalisiert, um einen Mann zu erniedrigen. Das ist die uralte Logik der Beschämung über den weiblichen Körper als Angriff auf den männlichen Gegner.