Schnipsel und Angst
Fini kam einst als Fundtier in eine gefährliche Leerstelle hinein, die durch den drohenden Verlust meiner Tochter entstanden war.
Fini kam einst als Fundtier in eine gefährliche Leerstelle hinein, die durch den drohenden Verlust meiner Tochter entstanden war.
Wenn Biologie die Macht verdeckt Ich habe mir das Video von SinansWoche angesehen, weil es etwas berührt, das mich seit Jahren beschäftigt: die Art, wie männliche Deutungshoheit funktioniert, wenn sie sich als nüchterne Vernunft verkleidet. Der Ausgangspunkt ist scheinbar klar. Ein 29-jähriger Landtagsabgeordneter erzählt von einem Schulbesuch. Eine Klasse, „30, 80 % Mädchen“. Und der … Weiterlesen
Der Sog entsteht nicht erst, wenn KI etwas für den Nutzer tut, sondern wenn sie die Initiative übernimmt. Wenn sie vorschlägt, rahmt, lenkt. Genau da kippt es.
KI unterbreitet Vorschläge, manchmal ganz offensiv, manchmal zaghaft. Manchmal nimmt sie das Zepter behutsam in die Hand. Und bevor sich der Nutzer versieht, ist KI kein Werkzeug mehr, sondern Manager – die treibende Kraft.
Deshalb greift der Gesetzgeber ein. In der Europäischen Union geschieht das unter anderem mit dem sogenannten AI Act. Die Grundidee ist vergleichsweise schlicht: Wenn Inhalte von einer Maschine erzeugt wurden, sollen sie grundsätzlich als solche offengelegt werden.
Die Folgen dieser Verschiebung sind erheblich – und sie betreffen reale Betroffene sexuellen Missbrauchs unabhängig von jeder Verschwörungstheorie. Wenn Opfersein als identitätsstiftend geframt wird, entsteht ein zusätzlicher Rechtfertigungsdruck.
Wir haben hier ein System, das seine eigene Fehlerproduktion verschleiert, indem es sie zur Ausnahme erklärt. „Justizskandal“, „Lüge“, „unglaublich“ – Vokabeln, die suggerieren, es handele sich um eine Singularität. Ein Unfall. Eine Entgleisung. Ein Monster, das durchs Raster schlüpft.
Im aktuellen Talk aus dem November 2025 diskutieren Lydia Benecke und Bernd Harder mit Susanna Niehaus, Hochschule Luzern, sowie Spiegel-Redakteur Christopher Piltz über einen Fall, wo alle Beteiligten systematisch versagt haben: die Ereignisse rund um die junge Frau Josephine R.
Wenn ein Gesundheitspolitiker formuliert, Bürgerinnen und Bürger würden das Gesundheitssystem „zu sehr in Anspruch nehmen“, dann ist der Diskurs bereits verschoben. Nicht mehr die solidarische Versorgung steht im Zentrum, sondern die Frage, wer sie „verdient“.