Psirams ME/CFS‑Reihe
Psirams „MECFS“-Serie operiert nicht als nüchterne Evidenzprüfung, sondern als diskursive Waffe: Krankheitsdefinition entkernen, Symptome entwerten, Todesfälle relativieren, Patient:innen psychologisieren.
Psirams „MECFS“-Serie operiert nicht als nüchterne Evidenzprüfung, sondern als diskursive Waffe: Krankheitsdefinition entkernen, Symptome entwerten, Todesfälle relativieren, Patient:innen psychologisieren.
Wer das Gemeinwohl im Mund führt, aber Deutungshoheit meint, führt keinen Skeptizismus, sondern Doktrin. Die GWUP prüft nicht mehr Behauptungen – sie prüft Zugehörigkeit.
Wer ihr widerspricht, ist kein Feind der Vernunft. Er ist ihr Beweis.
„Das wird vielleicht das Video sein, nach dem mich jemand totschlägt.“
So beginnt ein Video, das vorgibt, aufzuklären – und in Wahrheit einen Angriff tarnt. Nicht auf eine Theorie. Nicht auf eine Studie. Sondern auf eine Patient:innengruppe.
Kleinschnitz repräsentiert nicht nur eine These, er aktiviert ein ganzes Netzwerk aus medial verstärkten Metaphern („psychosomatisch“, „Ordnungstherapie“, „natürliche Rückführung“), politischer Wirkungsabsicherung und institutioneller Strategie.
Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) positioniert sich öffentlich als Verteidigerin von Rationalität, Wissenschaftlichkeit und Aufklärung. Begriffe wie Objektivität und Faktenorientierung prägen ihr Selbstverständnis, zumindest nach außen.
Der im Jahr 1984 geborene Amelung ist freier Autor und Herausgeber des Sammelbands „Irrwege – Analysen aktueller queerer Politik“. Als trans Mann nimmt er in der queeren Szene, so aber auch in der Szene, die sich gegen die Genderpolitik positioniert, eine besondere Stellung ein.
Identitätspolitik bedeutet nicht nur „gesehen werden“, sondern auch: überleben, gehört werden, mitbestimmen. Sie ist keine Lifestyle-Politik, sondern eine Notwendigkeit für viele, deren Existenz systematisch ausgelöscht wurde oder wird.
Das Internet kann tückisch sein, selten wurde das so deutlich wie in den letzten Wochen. Online fehlt etwas Zentrales: das direkte Gegenüber. Worte stehen für sich allein, entkoppelt von Gesichtern. Kein Blickkontakt. Keine Körpersprache. Keine sichtbare Verletzung. Keine spürbare Reaktion.